PERLA führt mit 13 Nominierungen die Liste an
Die Akademie des Österreichischen Films gab die Nominierungen für 2026 bekannt. 20 Filme konkurrieren um die begehrten Auszeichnungen.
Die Akademie des Österreichischen Films hat heute die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2026 bekanntgegeben. Bei der Pressekonferenz im Wiener Ringturm wurden insgesamt 20 Filme und 94 Filmschaffende in 17 Preiskategorien nominiert.
Der Film PERLA führt die Liste mit beeindruckenden 13 Nominierungen an. Dahinter folgen VIER MINUS DREI und WELCOME HOME BABY mit jeweils 8 Nominierungen sowie MOTHER'S BABY mit 6 Nominierungen. HOW TO BE NORMAL AND THE ODDNESS OF THE OTHER WORLD und WENN DU ANGST HAST NIMMST DU DEIN HERZ IN DEN MUND UND LÄCHELST erhielten je 3 Nominierungen.
Auch Dokumentar- und weitere Spielfilme wurden mehrfach bedacht: GIRLS & GODS, NOCH LANGE KEINE LIPIZZANER, WISE WOMEN – FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN, HAPPY und WHITE SNAIL erhielten jeweils 2 Nominierungen.
Der 16. Österreichische Filmpreis findet am 18. Juni 2026 in den hq7 studios in Wien statt. Unter dem Motto "Eine Bühne für den Film" übernehmen Julia Edtmeier und Alexander Pschill die künstlerische Leitung des Abends. Die beiden verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft im gemeinsam gegründeten Theater Bronski & Grünberg.
"Es scheint ein größeres Bedürfnis zu geben, dass alles zusammenwächst. Wenn uns das gelingt, könnte unser Beitrag zur Gala ein Symbol für die Überwindung dieser Grenzen sein", erklärten Edtmeier und Pschill ihr Konzept zur Überwindung der Abgrenzungen zwischen Film, TV und Theater.
Projektleiterin Alexandra Valent verkündete einen neuen Einreichrekord und wies auf wichtige Neuerungen hin: In der Kategorie Bester Kurzfilm wird erstmals auch die Beste Produktion ausgezeichnet. Zudem gilt nun eine Altersgrenze in den Schauspielkategorien – die Darstellenden müssen zum Zeitpunkt des Drehs mindestens 15 Jahre alt sein.
Ein zentrales Thema der Pressekonferenz war die Forderung nach einer Investmentobligation und Streamingabgabe für Streamingdienste. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betonte das starke Bekenntnis von Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler zum heimischen Film und zur Streamingabgabe.
Alexander Dumreicher-Ivanceanu vom Fachverband der Film- und Musikwirtschaft verwies darauf, dass Streamingdienste rund 600 Millionen Euro pro Jahr in Österreich erwirtschaften. "Davon muss ein fairer Anteil in den österreichischen Film fließen", forderte er.
Die Nominierungen wurden von hochrangigen Vertretern aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien verlesen, darunter Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Theresia Niedermüller vom Kulturministerium und Andreas Robert Herz von der Wirtschaftskammer Österreich.
Der "Abend der Nominierten" findet am 8. Juni in Purzl's Paradiesgarten auf dem Gelände der Interspot Film statt. Die Akademie setzt ihre Premiumpartnerschaft mit den Österreichischen Lotterien fort, im Rahmen derer am 12. November der "Lotterien Tag: Filmpreis on tour" mit kostenlosen Filmvorführungen in Programmkinos stattfindet.