IT-Forensiker des Bundeskriminalamtes verteidigte professionelle Standards bei Smartwatch-Auswertung
Ein IT-Experte des BKA erklärte im Pilnacek-Untersuchungsausschuss die fachgerechte Datensicherung der Smartwatch des Ex-Sektionschefs.
Im Pilnacek-Untersuchungsausschuss wurde am Donnerstagnachmittag ein IT-Forensiker des Bundeskriminalamtes befragt, der für die Datensicherung der Smartwatch von Ex-Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek zuständig war.
"Dabei wurde klargestellt, dass die Auskunftsperson ausschließlich mit der Datensicherung der Smartwatch von Christian Pilnacek betraut war und diese auch hoch professionell durchgeführt hat. Nicht zuständig war er mit der Auswertung oder der inhaltlichen Analyse", erklärte ÖVP-Fraktionsmitglied Thomas Elian.
Der Beamte konnte nach Ansicht der ÖVP "nachvollziehbar und glaubwürdig" darlegen, dass die Datensicherung nach höchsten professionellen Standards durchgeführt wurde. Er hielt sich dabei strikt an seinen Auftrag und nahm keinerlei inhaltliche Bewertung der gesicherten Daten vor.
Die Auskunftsperson erläuterte auch, warum eine weitergehende Interpretation der Daten in diesem Fall nicht seriös gewesen wäre. "Insbesondere dann, wenn Daten keinem klar zuordenbaren Ereignis oder keiner bestimmten Kategorie zugewiesen werden können, wäre eine inhaltliche Deutung aus fachlicher Sicht sogar geradezu verantwortungslos", so Elian.
Trotz Versuchen einzelner Abgeordneter, die Diskussion auf eine semantische Ebene zu verlagern, resümierte der ÖVP-Politiker: "Die Datensicherung erfolgte ordnungsgemäß und im Rahmen der technischen Möglichkeiten."
Wie bereits viele Auskunftspersonen vor ihm gab auch der IT-Forensiker an, keinerlei Wahrnehmungen hinsichtlich einer möglichen politischen Einflussnahme auf die Ermittlungen zu haben.