Wien verzeichnet moderates Wachstum, während Malta und Kosice deutlich zulegen
Die Flughafen-Wien-Gruppe erreichte im März 2026 über 3,1 Millionen Passagiere. Nahost-Konflikt dämpft Wachstum in Wien.
Die Flughafen-Wien-Gruppe hat im März 2026 ein solides Wachstum bei den Passagierzahlen verzeichnet. Insgesamt reisten 3.146.473 Passagiere über die drei Standorte Wien, Malta und Kosice – ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Am Hauptstandort Wien stieg das Passagieraufkommen um 1,9 Prozent auf 2.269.047 Reisende. Dieses moderate Wachstum ist vor allem auf Zwischenlandungen von Air India für Betankungszwecke zurückzuführen, bei denen die Passagiere das Flugzeug nicht verlassen.
Deutlich dynamischer entwickelten sich die beiden anderen Standorte: Der Flughafen Malta verzeichnete mit 815.947 Passagieren ein kräftiges Plus von 12,5 Prozent. Am Flughafen Kosice legte das Passagieraufkommen sogar um 50,1 Prozent auf 61.479 Reisende zu.
Seit dem 28. Februar 2026 führt der Nahost-Konflikt zu Einschränkungen im Flugverkehr der Region und wirkt sich dämpfend auf die Passagierentwicklung in Wien aus. Die Region Naher und Mittlerer Osten verzeichnete einen drastischen Passagierrückgang von 90,1 Prozent auf nur 6.809 Flugreisende.
Andere Destinationen entwickelten sich hingegen positiv: Nach Westeuropa reisten 810.364 Passagiere (+7,8%), nach Afrika 31.250 (+10,6%) und in den Fernen Osten 67.027 Reisende (+41,5%).
Die Flugbewegungen am Standort Wien gingen um 1,4 Prozent auf 17.585 Starts und Landungen zurück. Gleichzeitig verbesserte sich der Sitzladefaktor deutlich um 4,0 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent. Das Frachtaufkommen betrug 26.221 Tonnen, was einem Rückgang von 8,0 Prozent entspricht.
Im Zeitraum Jänner bis März 2026 legte das Passagieraufkommen am Flughafen Wien um 1,6 Prozent auf 6.112.819 Fluggäste zu. In der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe stiegen die Passagierzahlen um 5,3 Prozent auf 8.348.017 Reisende.
Die Verkehrs- und Finanzguidance der Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2026 bleibt aus derzeitiger Sicht unverändert, wobei längerfristige Auswirkungen des Nahost-Konflikts von dessen weiterer Dauer abhängen.