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Niederösterreich präsentiert erste Rechenzentren-Strategie

Mikl-Leitner und Pernkopf legen bundesweit einzigartige Regelungen vor

16. April 2026 um 10:02
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Als erstes Bundesland definiert Niederösterreich klare Standorte und Regeln für Rechenzentren. Anfragen für 3.400 Megawatt Stromleistung liegen vor.

Niederösterreich hat als erstes Bundesland eine eigene Rechenzentren-Strategie vorgestellt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf präsentierten am Donnerstag gemeinsam mit Klubobmann Kurt Hackl die neuen Regelungen im Landhaus St. Pölten.

Massive Nachfrage nach Rechenzentren

"Wenn wir über Rechenzentren sprechen, sprechen wir über eine der zentralen Standort- und Zukunftsfragen für Niederösterreich", erklärte Mikl-Leitner. Aktuell lägen beim Land Anfragen für Rechenzentren-Projekte "mit Stromleistungen im Ausmaß von rund 3.400 Megawatt" vor. Das entspreche dem doppelten Stromverbrauch Niederösterreichs und Flächen "in der Dimension von bis zu 50 Fußballfeldern".

Laut einer ecoAustria-Studie führe der Bau eines Rechenzentrums mit 100 Megawatt Leistung zu einer Bruttowertschöpfung von rund 270 Millionen Euro in Niederösterreich und sichere etwa 2.800 Arbeitsplätze.

Neue Widmungskategorien und klare Regeln

Die Strategie sieht gestaffelte Größenkategorien vor: Bis 0,5 Hektar bleiben Widmungen wie bisher im Betriebs- und Industriegebiet möglich. Bis drei Hektar wird eine neue Kategorie "Bauland-Sondergebiet-Rechenzentrum" eingeführt. Über drei Hektar benötigen Projekte eine Standortverordnung der Landesregierung und eine Widmung der Gemeinde.

"Rechenzentren sollen dort entstehen, wo ausreichend Energie verfügbar ist, wo die entstehende Abwärme sinnvoll genutzt werden kann und wo starke Netze vorhanden sind", so Mikl-Leitner. Bei der Netzzugangspriorisierung solle künftig die öffentliche und kritische Infrastruktur Vorrang haben.

Forschungsschwerpunkt Künstliche Intelligenz

Pernkopf verwies auf den bereits gesetzten Forschungsschwerpunkt in Höhe von 6,35 Millionen Euro zum Thema Künstliche Intelligenz "mit über 20 Studiengängen mit KI-Bezug, zwei Stiftungsprofessuren, neuen Forschungsförderungen und dem Herzstück – dem neuen KI-Labor an der FH St. Pölten".

Klubobmann Hackl ordnete die Dimensionen ein: Das Google-Datencenter in Oberösterreich erhalte eine Anschlussleistung von rund 150 Megawatt, "das entspricht der dreifachen elektrischen Leistung, die in der Stadt Wr. Neustadt abgerufen wird". Die Reform des NÖ Raumordnungsgesetzes solle "das physische Wachstum für die digitale Zukunft unseres Landes in geordnete Bahnen lenken".

Schlagworte

#Niederösterreich#Rechenzentren#Mikl-Leitner#Digitalisierung#Raumordnung

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