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Sheikh Zayed Book Award gibt Gewinner*innen der 20. Ausgabe bekannt

Deutscher Akademiker, Arabist und Übersetzer Stefan Weidner gewinnt in der Kategorie Arabische Kultur in anderen Sprachen

17. April 2026 um 12:39
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Sheikh Zayed Book Award gibt Gewinner*innen der 20. Ausgabe bekannt

Der Sheikh Zayed Book Award (SZBA), der vom Abu Dhabi Arabic Language Centre unter der Schirmherrschaft der Abu Dhabi Kultur- und Tourismusabteilung organisiert wird, hat nun die Gewinner*innen für se...

Der Sheikh Zayed Book Award (SZBA), der vom Abu Dhabi Arabic Language Centre unter der Schirmherrschaft der Abu Dhabi Kultur- und Tourismusabteilung organisiert wird, hat nun die Gewinner*innen für seine 20. Ausgabe in acht Kategorien, darunter die prestigereiche Kategorie Kulturelle Persönlichkeit des Jahres, bekannt gegeben.

Im Jahr seines 20-jährigen Bestehens hat sich der Sheikh Zayed Book Award zu einer globalen Plattform entwickelt, auf der sich Verlagswesen, Wissenschaft und Kulturdiplomatie begegnen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist der Preis von einer regionalen Auszeichnung für herausragende Leistungen zu einer globalen Kulturplattform herangewachsen, die die internationale Wertschätzung arabischer intellektueller und kreativer Leistungen fördert. Durch sein Engagement für Übersetzungen, Forschung und grenzüberschreitende Partnerschaften nimmt er eine leise, aber einflussreiche Rolle in der Kulturdiplomatie ein und trägt zu einem nachhaltigen interkulturellen Dialog und einer engen Zusammenarbeit zwischen der arabischen Welt und der internationalen Gemeinschaft bei.

Die 20. Ausgabe unterstreicht das komplexe Netzwerk des kulturellen Austauschs, das der Preis über zwei Jahrzehnte hinweg aufgebaut hat. Er vereint Autor*innen, Wissenschaftler*innen, Übersetzer*innen, Verlage und Institutionen, um den Dialog, das Wissen und gegenseitiges Verständnis über kulturelle Grenzen hinweg zu fördern. Indem der Preis herausragende wissenschaftliche Leistungen und kreative Exzellenz würdigt, setzt er neue Impulse für den intellektuellen Austausch und erhöht die weltweite Sichtbarkeit arabischer Literatur und arabischen Denkens. Die diesjährigen Preisträger*innen – aus Deutschland, den USA, dem Irak, Ägypten, Jordanien, Marokko und den Vereinigten Arabischen Emiraten – sind eindrucksvolle Zeugnisse zweier Jahrzehnte kultureller Wirkung. Ihre geografische Bandbreite spiegelt das anhaltende internationale Engagement des Preises wider und unterstreicht seine zentrale Rolle dabei, arabische Literatur und Wissenschaft im globalen Kulturdialog sichtbar und relevant zu halten.

Zum 20-jährigen Bestehen würdigt der Sheikh Zayed Book Award erneut die bedeutenden Beiträge von Wissenschaftler*innen und Autore*innen zum Kanon der arabischen Literatur. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 erhielt der Preis mehr als 33.000 Bewerbungen und würdigte 144 Preisträger*innen, womit er einen bedeutenden Beitrag zur globalen Wahrnehmung arabischer Kultur leistet. Diese Jubiläumsausgabe unterstreicht die Rolle des Preises als Brücke zwischen den Kulturen, die Übersetzung, Forschung und Dialog fördert und ebenfalls die weltweite Verbreitung arabischer intellektueller und kreativer Werke unterstützt.

Die diesjährigen Preisträger*innen sind besonders für internationale Leser*innen relevant, denn zwei der Ausgezeichneten stammen aus dem deutschen und amerikanischen Raum. Der deutsche Akademiker, Arabist und Übersetzer Stefan Weidner wird für seine umfassende und zugleich gut lesbare Studie zur vorislamischen Poesie ausgezeichnet, während die irakisch-amerikanische Übersetzerin Nawal Nasrallah den Preis für ihre englische Übersetzung eines Kochbuchs aus dem 13. Jahrhundert erhält, das neue Einblicke in das kulinarische Leben von Al-Andalus liefert. Darüber hinaus ist der Preisträger der Kategorie Literatur, Ashraf Elashmawy, auch dem englischsprachigen Publikum bekannt, nachdem mehrere seiner Werke vom Verlag Hoopoe Press der American University in Kairo ins Englische übertragen wurden.

Die Auszeichnung in der Kategorie Literatur geht an den Roman Births in the Zoo des ägyptischen Schriftstellers Ashraf Elashmawy. Es handelt sich um einen Roman aus dem Realismus, der aus drei zusammenhängenden Novellen besteht und die ägyptische Gesellschaft aus der Perspektive des Zoos von Gizeh satirisch spiegelt. Indem er sich auf die kleinen alltäglichen Details konzentriert, die das Leben im Zoo prägen, zeichnet Elashmawy ein umfassendes Bild des heutigen ägyptischen Lebens über Klassen- und Kulturschichten hinweg. Elashmawy, ehemaliger Richter und ein renommierter Rechtswissenschaftler, hat bereits internationale Anerkennung für seine Romane The Lady of Zamalek und The House of the Coptic Woman erhalten, die beide in englischer Übersetzung bei Hoopoe Press, dem Verlag der American University in Kairo, erschienen sind.

Das Buch des deutschen Autors Stefan Weidner, Der arabische Diwan: Die schönsten Gedichte aus vorislamischer Zeit gewinnt in der Kategorie Arabische Kultur in anderen Sprachen. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Anthologie, die die umfangreichste Sammlung von früher arabischer Poesie in der deutschsprachigen Welt seit dem 19. Jahrhundert darstellt. Weidners Werk schlägt einen neuen Kanon für diese entscheidende Periode der arabischen Literaturgeschichte vor, indem es Gedichte zusammenführt, die Themen wie Liebe, Stolz, Krieg, Sieg, Ritterlichkeit, Würde und Trauer behandeln und gleichzeitig das Leben, die Gedanken und Gefühle der Menschen in der vorislamischen Zeit widerspiegeln. Bemerkenswert ist, dass diese Sammlung die ersten international übersetzten Gedichte arabischer Dichterinnen aus der vorislamischen und frühislamischen Zeit enthält. Neben diesen neuen Übersetzungen bietet Weidner eine kritische Analyse, die die Gedichte für ein zeitgenössisches und internationales Publikum kontextualisiert.

In der Kategorie Übersetzungen wird die irakisch-amerikanische Übersetzerin Nawal Nasrallah für ihr Buch Smorgasbords of Andalusi and Maghribi Dishes and Their Salutary Benefits ausgezeichnet, eine Übersetzung des Kochbuchs Anwāʿ al-Ṣaydala fī Alwān al-Aṭʿima aus dem 13. Jahrhundert. Durch eine präzise und flüssige Übersetzung liefert dieses Buch eine meisterhafte wissenschaftliche Ausgabe eines historisch schwer zugänglichen Textes und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Literaturgeschichte der Kulinarik. Nasrallahs Übersetzung enthält moderne Aktualisierungen der enthaltenen Rezepte und ermöglicht so eine direkte Auseinandersetzung mit dieser Kochtradition. Nawals Arbeit wurde für die Qualität der Übersetzung gelobt, die einen sorgfältig ausgewogenen Zugang zwischen strikter Treue zum Original und der Wiedergabe in elegantem, strukturell einwandfreiem und semantisch klarem Englisch findet, ohne dabei die technischen Nuancen des Textes, insbesondere im Bereich der Kulinarik und ihrem breiteren kulturellen Kontext, zu beeinträchtigen.

Der Gewinner in der Kategorie Nachwuchsautor*innen ist der marokkanische Wissenschaftler Mustapha Rajouane mit seinem Werk Plots and Characters: A Rhetorical Argumentative Approach to the Arabic Novel. Rajouanes akademische Arbeit ist eine narratologische Studie des zeitgenössischen arabischen Romans mit dem Fokus darauf, wie zeitgenössische arabische Fiktion argumentative Techniken einsetzt, die aus den Traditionen der arabischen balāgha (Rhetorik) und zeitgenössischen Diskursanalysen stammen.

In der Kategorie Literatur- und Kunstkritik gewinnt der jordanische Autor Zuhair Tawfiq mit Perceiving the World: Mutual Stereotypes Between the Self and the Other, einer rigorosen Analyse der gegenseitigen Stereotypen, die sich im arabischen und westlichen Bewusstsein zwischen dem „Selbst” und dem „Anderen” gebildet haben. Der Autor verfolgt deren Entwicklung vom Mittelalter bis zum zeitgenössischen Orientalismus. Das Werk argumentiert, dass diese Wahrnehmungen nicht zufällig sind, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger kultureller Akkumulation in religiösen, literarischen und intellektuellen Quellen. Indem es hervorhebt, dass Identität eine veränderliche historische Konstruktion ist, liefert das Buch eine differenzierte Analyse, die Literatur, Geschichte und kollektive Vorstellungskraft miteinander verbindet.

Die Kategorie Manuskripte, Enzyklopädien und Lexika gewinnt der ägyptische Wissenschaftler und Religionsphilosoph Prof. Dr. Mohamed Otham Elkhosht für seine sechsbändige Encyclopaedia of World Religions. Die Enzyklopädie gibt einen Überblick über die wichtigsten Religionen der Welt und beschreibt detailliert ihre Lehren, historischen Entwicklungen und kulturellen Ausdrucksformen. Das Werk wurde als maßgebliche arabischsprachige Quelle für Wissenschaftler*innen und Laien konzipiert und deckt ein breites Spektrum ab, von abrahamitischen und asiatischen Traditionen über indigene Glaubenssysteme bis hin zu zeitgenössischen spirituellen Bewegungen.

Die Emirates Literature Foundation gewinnt in der Kategorie Verlagswesen und Technologien. Die Emirates Literature Foundation mit Sitz in Dubai ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung einer lebendigen Literaturkultur und dem Aufbau bedeutender Beziehungen zwischen Schriftsteller*innen und einem vielfältigen Publikum verschrieben hat. Die Stiftung wurde 2013 von der Schriftstellerin und Kulturförderin Isobel Abulhoul gegründet und setzt sich für die Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate als globaler Knotenpunkt für Literatur ein. Sie ist die treibende Kraft hinter dem renommierten Emirates Airline Festival of Literature, einer der wichtigsten Literaturveranstaltungen der Region. Über das Festival hinaus leitet sie eine Vielzahl von ganzjährigen Initiativen, darunter Schulprogramme, Workshops zum kreativen Schreiben und ein Talentförderungsprogramm.

Die ägyptische Künstlerin Nagat El Saghira wurde in Anerkennung ihres Status als eine der bedeutendsten Gesangsstimmen der arabischen Welt als Kulturelle Persönlichkeit des Jahres ausgezeichnet. Sie ist die zweite Frau, die diese Ehrung in der zwanzigjährigen Geschichte des Preises erhält. Als eine der letzten noch lebenden Stimmen aus der goldenen Ära der arabischen Musik und als lebendige Erinnerung an dieses prägende Kapitel der arabischen Kulturgeschichte hat El Saghira ein reiches Repertoire poetischer Lieder interpretiert, das die Bedeutung der arabischen Sprache in der kulturellen Vorstellungskraft stärkte. Ihr künstlerischer Weg verband die Werke einiger der angesehensten Dichter*innen und Komponist*innen der arabischen Welt, bereicherte den Kanon des arabischen Lieds und schuf eine bleibende Verbindung zwischen Poesie und Musik – ein Vermächtnis, das Generationen überdauern wird.

Dr. Ali bin Tamim, Generalsekretär des Sheikh Zayed Book Award und Vorsitzender des Abu Dhabi Arabic Language Centre, erklärte:

„In dieser bahnbrechenden20. Jubiläumsausgabe ist der Sheikh Zayed Book Award stolz darauf, sein anhaltendes Engagement unter Beweis gestellt zu haben, die globale intellektuelle Landschaft zu bereichern, kulturellen Austausch zu fördern und den Einfluss der arabischen Welt auf das internationale Denken zu verstärken. Die diesjährigen Preisträger spiegeln die beeindruckende Breite und Kontinuität der arabischen Kultur- und Literaturgeschichte wider – von den grundlegenden Stimmen der vorislamischen Poesie bis hin zu zeitgenössischen wissenschaftlichen Arbeiten und literarischen Werken, die kraftvoll unseren gegenwärtigen kulturellen Moment ansprechen. Ihre Leistungen überschreiten Grenzen und zeigen, dass die arabische Kultur nicht unbedeutend, sondern integraler Bestandteil eines gemeinsamen globalen Dialogs ist. Mit dem Jubiläum von zwei Jahrzehnten würdigen wir 144 Preisträgerinnen und Preisträger, deren Werke einen bleibenden Eindruck in der weltweiten Wertschätzung arabischer Literatur, Forschung und Erkenntnis hinterlassen haben, und blicken zuversichtlich auf eine noch umfassendere Rolle bei der Gestaltung zukünftiger kultureller Debatten.“

Die 20. Ausgabe des Preises verzeichnete über 4.000 Einreichungen aus 74 Ländern – darunter 21 arabische Nationen sowie 53 weitere Staaten weltweit –, wobei Chile, Island und Luxemburg erstmals teilnahmen und damit die globale Reichweite und Wirkung des Sheikh Zayed Book Award hervorheben.

Der Sheikh Zayed Book Award, organisiert vom Abu Dhabi Arabic Language Centre, würdigt herausragende Beiträge zur arabischen Literatur, Wissenschaft und Kultur in verschiedenen Kategorien, die den Reichtum und die Vielfalt des arabischen Geisteslebens widerspiegeln. Die Gewinner:innen aller Kategorien werden gemeinsam mit der kulturellen Persönlichkeit des Jahres im Rahmen einer offiziellen Zeremonie des Abu Dhabi Arabic Language Centre geehrt; das Datum der Preisverleihung wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Die kulturelle Persönlichkeit des Jahres erhält eine Goldmedaille, eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 1 Million AED (ca. 234.000 €), während die Gewinner:innen der übrigen Kategorien mit einer Goldmedaille, einer Urkunde und einem Preisgeld von 750.000 AED (ca. 175.000 €) für ihre herausragenden Leistungen in Wissenschaft und Literatur ausgezeichnet werden. Der Sheikh Zayed Book Award fördert zudem die globale Veröffentlichung arabischer Literatur in Übersetzungen durch sein Übersetzungsstipendium, das internationale Verlage jährlich finanziell unterstützt. Über dieses Programm werden alle in diesem Jahr nominierten literarischen Werke für Übersetzungsförderungen berechtigt sein, wodurch ihre Übersetzung aus dem Arabischen in Weltsprachen erleichtert wird.

– Ende –

Hinweise für Redaktionen

Weitere Informationen zum Sheikh Zayed Book Award finden Sie unter: www.zayedaward.ae/en

Die Preisträger*innen der 20. Ausgabe zusammengefasst:

Kulturelle Persönlichkeit des Jahres

Nagat El Saghira (Ägypten) zählt zu den herausragendsten Gesangsstimmen der arabischen Welt und ist eine der letzten lebenden Vertreter*innen der goldenen Ära der arabischen Musik. Mit ihrer warmen Stimme, tiefen Sensibilität und ihrem feinsinnigen künstlerischen Ausdruck schuf sie ein einzigartiges schöpferisches Vermächtnis, das maßgeblich zur Entwicklung und Festigung der Tradition des modernen klassischen arabischen Gesangs beitrug.

Literatur

Ashraf Elashmawy (Ägypten) ist ein bedeutender ägyptischer Romanautor und ehemaliger hochrangiger Richter, dessen literarisches Werk für seine gesellschaftlich-politischen Einsichten, moralischen Fragestellungen und vom Gerichtssaal geprägte Auseinandersetzung mit der menschlichen Komplexität bekannt ist. Seine Doppelkarriere in Justiz und Literatur hat einen unverwechselbaren Erzählstil geformt, der juristischen Realismus, ethische Spannung und scharfsinnige gesellschaftliche Beobachtung miteinander verbindet.

Arabische Kultur in anderen Sprachen

Stefan Weidner (Deutschland) ist ein führender deutscher Wissenschaftler, Übersetzer und Essayist mit Schwerpunkt auf arabischer Literatur und Geistesgeschichte. Er gilt weithin als einer der wichtigsten Vermittler zeitgenössischer und klassischer arabischer Literatur ins Deutsche. Sein Werk hat die deutschsprachige Auseinandersetzung mit arabischer Kultur und Denktraditionen maßgeblich geprägt.

Nachwuchsautor*innen

Mustafa Rajouane (Marokko) ist ein marokkanischer Literaturkritiker und aufstrebender Wissenschaftler mit Spezialisierung auf arabische Rhetorik, Narratologie und Argumentationsforschung, insbesondere im Bereich der rhetorischen Analyse des arabischen Romans. Sein Werk verortet fiktionale Literatur innerhalb breiterer Traditionen der arabischen Balāgha (Rhetorik) sowie der zeitgenössischen Diskursanalyse.

Übersetzungen

Nawal Nasrallah (Irak/Vereinigte Staaten) ist eine international anerkannte Lebensmittelhistorikerin, Kulinarikwissenschaftlerin und Übersetzerin mit Spezialisierung auf mittelalterliche arabische Gastronomie sowie die Geschichte der Ernährung in der islamischen Welt. Als ausgebildete Literaturwissenschaftlerin mit einem Doktortitel in englischer Literatur hat sie eine herausragende zweite Karriere aufgebaut, in der sie klassische arabische kulinarische Manuskripte für zeitgenössische Leser*innen dokumentiert, übersetzt und interpretiert.

Literatur- und Kunstkritik

Zuhair Tawfiq (Jordanien) ist ein jordanischer Denker und Wissenschaftler, dessen Werk sich mit Fragen der Identität, der kulturellen Wahrnehmung und den Dynamiken der Repräsentation zwischen Gesellschaften auseinandersetzt. Seine Schriften leisten einen Beitrag zu zeitgenössischen intellektuellen Debatten im arabischen Raum darüber, wie Gemeinschaften Bilder von sich selbst und anderen konstruieren – insbesondere in Kontexten, die von politischen Konflikten, historischem Gedächtnis und Globalisierung geprägt sind.

Manuskripte, Enzyklopädien und Lexika

Prof. Dr. Mohamed Othman ElKhosht (Ägypten) ist ein bedeutender ägyptischer Religionsphilosoph, akademischer Führer und öffentlicher Intellektueller, bekannt für seine Arbeiten zu zeitgenössischem islamischem Denken, religiöser Reform und der Philosophie des Zusammenlebens. Er war Präsident der Kairoer Universität und ein engagierter Verfechter für die Erneuerung des religiösen Diskurses sowie die Förderung kritischer Forschung in arabischen Hochschulen.

Verlagswesen und Technologien

Emirates Literature Foundation (Vereinigte Arabische Emirate) ist eine gemeinnützige, nichtstaatliche Organisation, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der gesamten Region die Liebe zur Literatur durch ein vielfältiges Programm kultureller Initiativen fördert und pflegt. Die Stiftung setzt ihren Schwerpunkt darauf, die Freude am Lesen zu wecken und zu stärken und zugleich als Impulsgeberin für das Schreiben und den kulturellen Austausch zu wirken.

Über den Sheikh Zayed Book Award

Der Sheikh Zayed Book Award ist einer der weltweit führenden Preise für arabische Literatur und Kultur. Seit 2006 würdigt der Preis herausragende Werke von Autor*innen, Wissenschaftler*innen, Forscher*innen, Übersetzer*innen, Verlagen und literarischen Organisationen aus aller Welt. Der Preis wird vom Abu Dhabi Arabic Language Centre unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Kultur und Tourismus – Abu Dhabi organisiert.

In zehn Preiskategorien, die von „Kinderliteratur” über „Übersetzungen” bis hin zu „Arabische Kultur in anderen Sprachen” reichen, präsentiert der Preis eine einzigartige Bandbreite arabischsprachiger Literatur sowie Bücher in allen Sprachen, die sich mit der arabischen Kultur befassen. Jedes Jahr sorgt ein internationales Komitee führender Wissenschaftler*innen, Autor*innen und Fachleuten der Buchbranche dafür, dass der Preis weiterhin Kreativität und Originalität sowohl in der akademischen als auch in der nicht-akademischen Literatur würdigt und fördert.

Der Preis fördert nicht nur literarische und kulturelle Leistungen, sondern zielt auch darauf ab, den interkulturellen Dialog durch strategische Partnerschaften zu fördern und die Verlagsbranche durch seinen Translation Grant zu unterstützen. Das 2018 ins Leben gerufene Stipendium bietet Übersetzer*innen und Verlagen auf der ganzen Welt finanzielle Unterstützung für die Übersetzung, Veröffentlichung und Förderung von Titeln, die in den Kategorien Literatur und Kinderliteratur in die engere Auswahl gekommen sind oder ausgezeichnet wurden.

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