Am 24. November 2025 erregte ein innovativer Ansatz zur Förderung von Diversität in der Technikbranche Aufmerksamkeit in Wien. Der Digital Excellence Campus 42 Vienna öffnete seine Türen für ein fünftägiges Coding-Bootcamp, das speziell auf FLINTA*-Personen ausgerichtet war. Diese Initiative, die vo
Am 24. November 2025 erregte ein innovativer Ansatz zur Förderung von Diversität in der Technikbranche Aufmerksamkeit in Wien. Der Digital Excellence Campus 42 Vienna öffnete seine Türen für ein fünftägiges Coding-Bootcamp, das speziell auf FLINTA*-Personen ausgerichtet war. Diese Initiative, die vom 17. bis 21. November stattfand, zielt darauf ab, den Zugang zu digitaler Bildung zu erleichtern und Barrieren abzubauen.
Das Bootcamp bot eine praxisorientierte Einführung in die Welt des Web-Developments. Teilnehmer ohne Vorkenntnisse lernten grundlegende Techniken wie HTML, CSS und JavaScript. Diese Programmiersprachen sind essenziell für die Erstellung von Websites und Webanwendungen. HTML, die Abkürzung für Hypertext Markup Language, ist die Standard-Auszeichnungssprache für Dokumente, die im Web angezeigt werden sollen. CSS, oder Cascading Style Sheets, ermöglicht es Entwicklern, das Layout und das Design von Webseiten zu gestalten, während JavaScript eine Programmiersprache ist, die es ermöglicht, interaktive Elemente auf Webseiten zu erstellen.
Die Teilnehmenden entwickelten innerhalb von fünf Tagen ihre erste eigene Website. Sie gestalteten interaktive Inhalte und trainierten eigenständiges, lösungsorientiertes Arbeiten – ein Ansatz, der im Einklang mit dem Peer-to-Peer-Lernmodell von 42 Vienna steht. Dieses Modell fördert die Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen unter den Studierenden, was zu einer tieferen und nachhaltigeren Lernerfahrung führt.
Die IT-Branche hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt, doch die Diversität innerhalb der Branche bleibt eine Herausforderung. Historisch gesehen war die Technologiebranche stark männlich dominiert. In den 1980er Jahren lag der Anteil von Frauen in der Informatik in den USA bei etwa 37%, doch diese Zahl ist seitdem gesunken. Initiativen wie das FLINTA*-Bootcamp von 42 Vienna sind entscheidend, um diese Lücke zu schließen und eine inklusive Zukunft zu gestalten.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz ist Österreich auf einem guten Weg, die Diversität in der Tech-Branche zu fördern. In Deutschland gibt es ähnliche Initiativen, die darauf abzielen, die Geschlechtervielfalt in der IT zu erhöhen, wie etwa „Women in Tech“ oder „Girls’ Day“. In der Schweiz wird ebenfalls verstärkt auf Programme gesetzt, die Frauen in technischen Berufen unterstützen. Diese Vergleiche zeigen, dass die Förderung von Diversität in der IT ein globales Anliegen ist, das in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Ansätzen verfolgt wird.
Die Auswirkungen solcher Programme auf die Gesellschaft sind vielfältig. Beispielsweise können mehr Frauen und FLINTA*-Personen in der IT-Branche zu einer größeren Vielfalt an Perspektiven und Ideen führen, was Innovationen fördert. Ein konkretes Beispiel ist die Entwicklung von Softwarelösungen, die inklusiver gestaltet sind, da diverse Teams oft unterschiedliche Nutzerbedürfnisse besser verstehen und berücksichtigen können. Darüber hinaus kann die Teilnahme an solchen Bootcamps das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden stärken und ihnen neue Karrierewege eröffnen.
Laut einer Studie der Europäischen Kommission sind nur 17% der IT-Spezialisten in Europa Frauen. In Österreich liegt der Anteil etwas höher, aber es gibt noch erheblichen Raum für Verbesserungen. Das FLINTA*-Bootcamp von 42 Vienna ist ein Schritt in die richtige Richtung, um diese Zahlen zu verbessern und mehr Frauen sowie andere unterrepräsentierte Gruppen in die Tech-Branche zu integrieren.
Ein Highlight des Bootcamps war die Round-Table-Diskussion mit fünf 42 Vienna Studentinnen, die bereits in der IT-Branche tätig sind. Sie berichteten über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen, denen sie in einer oft männlich dominierten Branche begegnen. Diese Diskussionen sind entscheidend, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Diversität zu schärfen und die Vorteile einer vielfältigen Belegschaft zu demonstrieren.
Die Zukunftsperspektive für Programme wie das FLINTA*-Bootcamp ist vielversprechend. Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Nachfrage nach IT-Fachkräften weiter steigen. Initiativen, die den Zugang zu digitaler Bildung erleichtern, werden entscheidend sein, um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken und gleichzeitig die Geschlechtervielfalt in der Branche zu fördern.
Das FLINTA*-Bootcamp von 42 Vienna ist ein wichtiger Schritt zur Förderung von Vielfalt in der Tech-Branche. Es bietet nicht nur eine wertvolle Lernerfahrung für die Teilnehmenden, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Gleichstellung und den erleichterten Zugang zu digitalen Kompetenzen. Solche Initiativen sind entscheidend, um die IT-Branche inklusiver und innovativer zu gestalten.
Interessierte können mehr über das Bootcamp und ähnliche Programme auf der Webseite von 42 Vienna erfahren. Wie wird sich die Tech-Branche in den nächsten Jahren entwickeln, und welche Rolle werden Diversitätsinitiativen dabei spielen?