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ams OSRAM revolutioniert KI-Rechenzentren mit microLED-Innovation

18. März 2026 um 17:38
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Der österreichische Technologiekonzern ams OSRAM aus Premstätten bei Graz präsentierte am 18. März 2026 eine Weiterentwicklung seiner microLED‑Array‑Technologie, die auf langsame‑und‑breite (slow‑and‑wide) optische Interconnects für KI‑Infrastrukturen abzielt.

ams OSRAM hat seine bewährte EVIYOS™ microLED‑Technologie weiterentwickelt und einen Prototyp für slow‑and‑wide AI‑optische Interconnects vorgestellt. Das Unternehmen berichtet, die neue microLED‑Array‑Lösung liefere eine Grenzfrequenz von über 1 GHz und einen Energieverbrauch von unter 2 pJ/bit und gehe nun in die Phase der Produktentwicklung.

Vom Autoscheinwerfer zur KI-Infrastruktur

ams OSRAM weist darauf hin, dass seine EVIYOS™‑Technologie bereits als Hochvolumen‑Automobil‑Micro‑Emitter‑Array mit 25.600 einzeln ansteuerbaren Pixeln sowie integrierter CMOS‑Treiberschaltung industrialisiert wurde. Die gleiche Kerntechnologie bildet laut Unternehmen die Grundlage für optische IO‑Komponenten für Server‑ und Rack‑Kommunikation.

Für Datenkommunikationsanwendungen beschreibt ams OSRAM einen Prozess, bei dem MicroLED‑Emitter vom Wafer separiert (singulated) und auf ein Substrat montiert werden, sodass jedes Gerät an einen eigenen Glasfaserkanal gekoppelt werden kann. Das Substrat könne anschließend auf einen Ziel‑CMOS‑Wafer für die Systemintegration aufgebracht werden.

Slow-and-Wide‑Ansatz und technische Kennwerte

ams OSRAM nennt für einzelne Emitter Datenraten von ≥3,0 Gbit/s pro Lane bei Energieniveaus unter 2 pJ/bit über eine 10‑Meter‑Verbindung sowie Bit‑Error‑Rates unter 10⁻¹⁵. Aufgrund des kleinen Footprints seien microLED‑basierte Transceiver in der Lage, hohe Bandbreitendichten zu erreichen. Das Unternehmen führt zudem Vorteile eines slow‑and‑wide‑Architekturansatzes an, darunter redundante Kanäle, reduzierte Leistungsaufnahme im Vergleich zu ultraschnellen Laser‑Transmittern und Wegfall komplexer Serialisierungs/Deserialisierungs‑Schritte.

Von Prototyp zu Produktentwicklung

ams OSRAM gibt an, die Adaptation der EVIYOS™‑Basistechnologie an die Bedürfnisse der Datenkommunikationsmärkte erfolgreich vorgenommen zu haben und nun in die Produktentwicklungsphase überzugehen. Die Ankündigung steht im Zusammenhang mit der Digital Photonics‑Strategie des Unternehmens.

Unternehmensdaten

Die ams OSRAM Group (SIX: AMS) hat ihren Sitz in Premstätten/Graz (Österreich) mit Co‑Hauptsitz in München (Deutschland). Das Unternehmen nennt rund 18.500 Mitarbeitende weltweit, einen Umsatz von EUR 3,3 Milliarden für 2025 sowie rund 12.000 erteilte und angemeldete Patente. ams OSRAM weist darauf hin, dass Marken wie ams und OSRAM registrierte Marken des Unternehmens sind.

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