Am 27. Jänner 2026 öffnet das Jüdische Museum Wien seine Türen für eine neue, spannende Ausstellung mit dem Titel „Alles vergessen“. Diese Ausstellung, die von der Direktorin Barbara Staudinger und den Kurator*innen Daniela Pscheiden, Dina Ehrenfreund-Michler und Hannes Sulzenbacher gestaltet wurde,
Am 27. Jänner 2026 öffnet das Jüdische Museum Wien seine Türen für eine neue, spannende Ausstellung mit dem Titel „Alles vergessen“. Diese Ausstellung, die von der Direktorin Barbara Staudinger und den Kurator*innen Daniela Pscheiden, Dina Ehrenfreund-Michler und Hannes Sulzenbacher gestaltet wurde, verspricht, ein bedeutendes kulturelles Ereignis in Wien zu werden. Die Präsentation findet im Herzen der Stadt, am historischen Judenplatz, statt und zieht bereits im Vorfeld große Aufmerksamkeit auf sich.
„Alles vergessen“ ist mehr als nur eine Sammlung von Exponaten. Sie ist ein Fenster in die Vergangenheit, das die vielschichtige Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wien beleuchtet. Die Ausstellung behandelt Themen der Erinnerungskultur und der Vergänglichkeit des kollektiven Gedächtnisses. Fachbegriffe wie 'Erinnerungskultur' werden für Besucher leicht verständlich erklärt. Diese bezeichnet die Art und Weise, wie Gesellschaften und Gruppen ihre Vergangenheit bewahren und darstellen, um ihre Identität zu formen und weiterzugeben.
Die jüdische Geschichte in Wien ist tief verwurzelt und reicht bis ins Mittelalter zurück. Seit Jahrhunderten ist die jüdische Gemeinde ein integraler Bestandteil der Wiener Kultur und Gesellschaft. Doch diese Geschichte ist auch von Verfolgung und Vertreibung geprägt. Die Ausstellung „Alles vergessen“ setzt sich mit diesen Aspekten auseinander und bietet einen umfassenden Überblick über die jüdische Präsenz in Wien und die Herausforderungen, denen sie im Laufe der Jahrhunderte gegenüberstand.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern Österreichs, wie etwa Salzburg oder Tirol, hat Wien eine besonders reiche jüdische Tradition. Während die jüdische Bevölkerung in diesen Regionen oft klein war, war Wien ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Im internationalen Vergleich, etwa mit Städten wie Berlin oder Zürich, zeigt sich, dass Wien eine einzigartige Rolle in der Geschichte des europäischen Judentums einnimmt.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ bietet den Wiener Bürger*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit der Geschichte ihrer Stadt auseinanderzusetzen. Durch interaktive Elemente und multimediale Präsentationen können Besucher*innen die Vergangenheit hautnah erleben. Ein Beispiel ist die virtuelle Rekonstruktion des mittelalterlichen Wiener Ghettos, die es den Besucher*innen ermöglicht, in die damalige Lebenswelt einzutauchen.
Statistiken zeigen, dass die jüdische Bevölkerung in Wien vor dem Zweiten Weltkrieg etwa 200.000 Menschen umfasste. Heute leben rund 8.000 Jüdinnen und Juden in der Stadt. Diese Zahlen unterstreichen die dramatischen Veränderungen, die die jüdische Gemeinde in Wien im 20. Jahrhundert durchgemacht hat. Die Ausstellung greift diese Zahlen auf und kontextualisiert sie in den historischen Ereignissen der Zeit.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ ist nicht nur eine Rückschau, sondern auch ein Ausblick auf künftige Entwicklungen. Sie regt dazu an, über die Rolle der Erinnerung in der modernen Gesellschaft nachzudenken und darüber, wie wir das Erbe der Vergangenheit bewahren können. Die Organisatoren hoffen, dass die Ausstellung ein Anstoß für weitere Diskussionen und Forschungen über die jüdische Geschichte in Wien und darüber hinaus sein wird.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ im Jüdischen Museum Wien ist ein bedeutendes kulturelles Ereignis, das sowohl Einheimische als auch Besucher*innen der Stadt anzieht. Sie bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wien zu erkunden und zu verstehen. Interessierte sollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und die Ausstellung besuchen, um mehr über die reiche und komplexe Vergangenheit der Stadt zu erfahren.