Wien (OTS) – Die jüngste Erhebung der Arbeiterkammer Wien hat es ans Licht gebracht: Der alljährliche Auto-Pickerl-Check und notwendige Werkstattbesuche lassen die Geldbörsen der Autofahrer:innen ordentlich bluten. Doch was steckt hinter den steigenden Kosten und wie können sich Konsumenten schützen
Wien (OTS) – Die jüngste Erhebung der Arbeiterkammer Wien hat es ans Licht gebracht: Der alljährliche Auto-Pickerl-Check und notwendige Werkstattbesuche lassen die Geldbörsen der Autofahrer:innen ordentlich bluten. Doch was steckt hinter den steigenden Kosten und wie können sich Konsumenten schützen?
Der aktuelle AK Stichproben-Preismonitor zeigt, dass Autofahrer:innen für den Pickerl-Check im Durchschnitt rund 92 Euro zahlen müssen. Die Kosten variieren jedoch stark je nach Automarke und Werkstatt. Besonders teuer kann es für Besitzer von E-Autos werden, die im Schnitt 215 Euro für eine Reparaturstunde berappen müssen. Doch warum sind die Preise so hoch?
Der Pickerl-Check, offiziell als §57a-Überprüfung bekannt, ist seit 1955 ein fester Bestandteil der österreichischen Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Ursprünglich eingeführt, um die Verkehrstauglichkeit von Fahrzeugen sicherzustellen, sind die Kosten für diese Überprüfung stetig gestiegen. Im Jahr 2000 lag der durchschnittliche Preis noch bei etwa 40 Euro, heute sind es mehr als doppelt so viel.
Interessant ist, dass die Preise in Wien höher sind als in vielen anderen Bundesländern. In Kärnten oder der Steiermark etwa zahlen Autofahrer im Schnitt 10 bis 15 Prozent weniger für den Pickerl-Check. Ein Grund dafür könnten die höheren Betriebskosten in der Hauptstadt sein, die sich auf die Werkstattpreise niederschlagen.
Die steigenden Kosten treffen vor allem Haushalte mit geringem Einkommen hart. Für viele bedeutet ein teurer Werkstattbesuch, dass an anderer Stelle gespart werden muss. Ein fiktiver Experte erklärt: „Für eine Familie mit zwei Autos kann die jährliche Überprüfung schnell zu einer großen finanziellen Belastung werden, besonders wenn zusätzliche Reparaturen notwendig sind.“
Die AK Konsumentenschützer:innen geben praktische Tipps, wie Autofahrer:innen sparen können:
Experten gehen davon aus, dass die Preise für Reparaturen und Pickerl-Checks weiter steigen werden. Gründe dafür sind unter anderem die steigenden Lohnkosten und der Fachkräftemangel in der Kfz-Branche. Eine zunehmende Zahl von E-Autos könnte zudem den Bedarf an spezialisierten Werkstätten erhöhen, was die Preise weiter in die Höhe treibt.
Die Preisgestaltung in der Kfz-Branche wird auch von politischen Entscheidungen beeinflusst. So könnten staatliche Subventionen für E-Autos oder steuerliche Erleichterungen für Werkstätten dazu beitragen, die Kosten für Konsumenten zu senken. Derzeit gibt es jedoch keine konkreten Pläne in diese Richtung.
Der jährliche Werkstattbesuch ist für viele Autofahrer:innen ein notwendiges Übel, das zunehmend teurer wird. Umso wichtiger ist es, sich gut zu informieren und die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Nur so lässt sich der finanzielle Schock in Grenzen halten.
Weitere Informationen und detaillierte Preisvergleiche finden Sie auf der Website der Arbeiterkammer Wien.