Ein innovatives Konzept sorgt für Aufbruchstimmung in der Kärntner Tourismusregion: Bad Kleinkirchheim führt als einer der ersten österreichischen Ferienorte ein revolutionäres Hotelmodell ein, bei...
Ein innovatives Konzept sorgt für Aufbruchstimmung in der Kärntner Tourismusregion: Bad Kleinkirchheim führt als einer der ersten österreichischen Ferienorte ein revolutionäres Hotelmodell ein, bei dem Golfspieler ihre Greenfee bereits im Übernachtungspreis inkludiert haben. Das neue "Stay here - free golf"-Programm verspricht nicht nur eine Vereinfachung für Golfurlauber, sondern könnte auch Modellcharakter für andere alpine Tourismusdestinationen entwickeln. Während auf dem höchstgelegenen 18-Loch-Golfplatz Kärntens noch vereinzelt Schneereste von der vergangenen Wintersaison zu sehen sind, bereitet sich die Region bereits auf eine besondere Golfsaison vor, die mit dem 40-jährigen Jubiläum der Anlage im Jahr 2026 einen weiteren Höhepunkt erhalten wird.
Das neue Hotel Partner Programm (HPP) stellt eine beispiellose Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren der Tourismusregion dar. Derzeit beteiligen sich 20 Beherbergungsbetriebe an diesem innovativen Modell, das von einer starken Allianz getragen wird: dem Golfclub Bad Kleinkirchheim, den Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen, der Gemeinde und dem örtlichen Tourismusverband.
"Das Programm schafft einen klaren Mehrwert für Gäste und stärkt zugleich die Zusammenarbeit in der Region", erklärt Jakob Forsting, Vorsitzender des Tourismusverbandes Bad Kleinkirchheim. Diese Form der regionalen Zusammenarbeit ist im österreichischen Tourismus noch selten zu finden und könnte wegweisend für andere Destinationen werden.
Besonders bemerkenswert ist die praktische Umsetzung: Gäste müssen sich nicht mehr selbst um Startzeiten kümmern oder separate Greenfees zahlen. Die Buchung der Abschlagzeiten erfolgt direkt über die Hotelrezeption, was den organisatorischen Aufwand für Golfurlauber erheblich reduziert. Dieses Service-Level entspricht internationalen Standards und positioniert Bad Kleinkirchheim im Wettbewerb mit etablierten Golfdestinationen wie Südtirol oder der Schweiz.
Der Golfplatz Bad Kleinkirchheim nimmt eine besondere Stellung in der österreichischen Golflandschaft ein. Mit seiner Lage auf 1.000 Metern Seehöhe ist er der zweithöchstgelegene 18-Loch-Platz des Landes und bietet damit einzigartige klimatische Bedingungen für den Golfsport.
Diese Höhenlage bringt entscheidende Vorteile mit sich: Während in tieferliegenden Regionen die Sommerhitze das Golfspiel erschweren kann, herrschen in Bad Kleinkirchheim auch in den Hochsommermonaten angenehme Temperaturen. "Unsere hochalpine Lage ist gerade in den warmen Monaten ein großer Vorteil. Während es anderswo heiß wird, spielen Gäste bei uns in angenehm frischem Klima", bestätigt Arthur Rodriguez Reyes, Clubmanager der Golfarena Bad Kleinkirchheim.
Die Anlage zeichnet sich durch breite Fairways aus, die auch weniger erfahrenen Golfspielern entgegenkommen. Dies ist ein bewusster Gegensatz zu vielen technisch anspruchsvollen Plätzen und macht den Standort besonders attraktiv für Golfurlauber, die das Spiel in entspannter Atmosphäre genießen möchten.
Die Geschichte des Golfplatzes Bad Kleinkirchheim ist eng mit der touristischen Entwicklung des Ortes verknüpft und zeigt, wie weitsichtig die damaligen Tourismusverantwortlichen agiert haben. Die Golfgesellschaft wurde bereits 1982 auf Initiative der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen gegründet - zu einer Zeit, als Golf in Österreich noch ein Nischensport war.
Die Eröffnung der 18-Loch-Anlage erfolgte 1986, womit Bad Kleinkirchheim als einer der ersten Orte in Kärnten auf das Thema Golf setzte. Diese Pionierarbeit war besonders mutig, da der Golftourismus in Österreich damals noch in den Kinderschuhen steckte. Zum Vergleich: Während heute in Österreich über 170 Golfplätze existieren, gab es Mitte der 1980er Jahre nur wenige Dutzend Anlagen.
"Golf ergänzt auch heute noch sinnvoll das Sommerangebot in Bad Kleinkirchheim. Neben den starken Themen Wandern und Bike, die den Großteil der Sommergäste ansprechen, bietet der Golfplatz ein zusätzliches Angebot für eine kleinere, jedoch zahlungskräftige Zielgruppe", erklärt Vorstand Hansjörg Pflauder die strategische Bedeutung des Golfsports für die Region.
Das bevorstehende 40-jährige Jubiläum der Golfanlage im Jahr 2026 wirft bereits seine Schatten voraus. Für die laufende Saison sind mehr als ein Dutzend Hotel-Turniere geplant, die sowohl Hotelgäste als auch auswärtige Golfspieler nach Bad Kleinkirchheim locken sollen.
Ein besonderer Höhepunkt wird die Franz Klammer Golf Trophy am 4. Juli sein. Diese Veranstaltung verbindet den Golfsport mit dem Namen des berühmtesten Sportlers der Region und unterstreicht die Bedeutung von Bad Kleinkirchheim als Wintersportort, der sich erfolgreich auch im Sommer positioniert hat.
Solche Turniere haben für Tourismusregionen mehrfache Bedeutung: Sie generieren nicht nur direkte Übernachtungen und Umsätze, sondern wirken auch als Marketinginstrument weit über die Region hinaus. Teilnehmer werden zu Botschaftern der Destination und tragen zur Mundpropaganda bei.
Die Stärke der Region liegt in der einzigartigen Kombination unterschiedlicher Golfangebote auf engem Raum. Neben dem alpinen Golfplatz Bad Kleinkirchheim steht mit der Golfanlage Millstätter See eine zweite 18-Loch-Anlage zur Verfügung, die einen völlig anderen Charakter aufweist.
Während Bad Kleinkirchheim für unkompliziertes Urlaubsgolf in alpiner Umgebung steht, bietet die Anlage am Millstätter See einen sportlich anspruchsvolleren Platz in aussichtsreicher Lage oberhalb des türkisblauen Kärntner Sees. Diese Anlage, die von Mag. Gernot Kiefer als Geschäftsführer und Manager geleitet wird, plant ihren Saisonstart wetterabhängig für den 20. März.
"Mit zwei 18-Loch-Plätzen und unterschiedlichen Spielcharakteren bietet die Region starke Voraussetzungen für mehrtägige Golfaufenthalte. Genau diese Kombination aus alpiner Lage, Seepanorama und landschaftlicher Vielfalt macht das Golfangebot zwischen Bad Kleinkirchheim und dem Millstätter See besonders interessant", betont Christian Stattmann, Geschäftsführer der Tourismusregion Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge.
Der Golftourismus spielt eine wichtige Rolle in der österreichischen Tourismuswirtschaft. Golfspieler zeichnen sich durch überdurchschnittlich hohe Tagesausgaben aus und verlängern oft ihre Aufenthalte. Studien zeigen, dass Golfurlauber im Durchschnitt 20-30% mehr ausgeben als andere Sommergäste.
Für kleinere Tourismusorte wie Bad Kleinkirchheim ist diese Zielgruppe besonders wertvoll, da sie auch außerhalb der Hauptsaison anreist und weniger wetterabhängig ist als andere Sommersportler. Während Wanderer bei Regenwetter oft in ihren Zimmern bleiben, können Golfspieler auch bei weniger idealem Wetter ihrer Leidenschaft nachgehen.
Das neue Hotel Partner Programm könnte diese wirtschaftlichen Vorteile noch verstärken, da es die Buchungshürden senkt und längere Aufenthalte fördert. Wenn Golfer nicht jeden Tag neu überlegen müssen, ob sich eine Greenfee lohnt, spielen sie tendenziell häufiger und bleiben länger.
Die Entwicklung in Bad Kleinkirchheim ist keineswegs abgeschlossen. Weitere Investitionen sind bereits in Planung, darunter eine neue Schlägerwerkstatt, die das Serviceangebot für Golfer erweitern soll. Solche Einrichtungen sind für anspruchsvolle Golfdestinationen unverzichtbar und zeigen, dass die Region langfristig in die Qualität ihres Golfangebots investiert.
Eine professionelle Schlägerwerkstatt ermöglicht es Gästen, ihre Ausrüstung warten zu lassen oder bei Bedarf Reparaturen durchführen zu lassen, ohne ihren Golfurlaub unterbrechen zu müssen. Für viele Golfspieler, die mit wertvollen Schlägersets reisen, ist dies ein wichtiger Serviceaspekt.
Der geplante Saisonstart Anfang Mai markiert nicht nur den Beginn des Spielbetriebs 2025, sondern auch den nächsten Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der touristischen Positionierung Bad Kleinkirchheims als Golfdestination.
Im Vergleich zu etablierten alpinen Golfdestinationen wie dem Engadin in der Schweiz oder Südtirol positioniert sich Bad Kleinkirchheim bewusst als unkomplizierte und preiswertere Alternative. Während in St. Moritz oder Crans-Montana Greenfees von 100 Euro und mehr üblich sind, bietet das Kärntner Modell mit inkludierter Greenfee einen klaren Preisvorteil.
Auch gegenüber deutschen Golfregionen wie dem Allgäu oder Bayern kann Bad Kleinkirchheim mit seiner alpinen Lage und den moderaten Preisen punkten. Die Kombination aus professionellem Golfplatz, thermalen Wellness-Angeboten und traditioneller Kärntner Gastlichkeit schafft ein attraktives Gesamtpaket.
Innerhalb Österreichs steht Bad Kleinkirchheim in Konkurrenz zu Golfregionen wie dem Salzburger Land oder Tirol. Der entscheidende Unterschied liegt in der Serviceorientierung: Während anderswo Golfer oft komplizierte Buchungsprozesse durchlaufen müssen, wird in Bad Kleinkirchheim alles aus einer Hand angeboten.
Der Klimawandel könnte dem Golftourismus in höheren Lagen zusätzliche Impulse verleihen. Während tieferliegende Golfplätze zunehmend mit extremer Hitze und Trockenheit kämpfen, könnten alpine Lagen wie Bad Kleinkirchheim profitieren. Experten prognostizieren, dass Golfer vermehrt kühlere Regionen aufsuchen werden, um ihrem Sport auch in den Sommermonaten komfortabel nachgehen zu können.
Die Digitalisierung eröffnet weitere Möglichkeiten: Online-Buchungsplattformen, GPS-gestützte Entfernungsmessung und digitale Scorekarten werden auch in Bad Kleinkirchheim Einzug halten und das Spielerlebnis weiter verbessern. Das neue Hotel Partner Programm ist bereits ein Schritt in diese Richtung, da es analoge Buchungsprozesse digitalisiert.
Nachhaltigkeit wird ebenfalls eine größere Rolle spielen. Golfplätze stehen zunehmend unter Druck, umweltfreundlicher zu werden. Alpine Lagen haben hier Vorteile: geringerer Wasserbedarf durch natürliche Niederschläge, weniger Pestizideinsatz durch das rauere Klima und naturnahe Pflege der Rough-Bereiche.
Mit dem innovativen Hotel Partner Programm setzt Bad Kleinkirchheim neue Maßstäbe im österreichischen Golftourismus. Die Kombination aus unkomplizierter Buchung, attraktiver Preisgestaltung und alpinem Ambiente könnte Modellcharakter für andere Tourismusregionen entwickeln. Während sich der Golfplatz auf sein 40-jähriges Jubiläum vorbereitet, schreibt die Region bereits das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Für Golfurlauber, die Wert auf Service, faire Preise und landschaftliche Schönheit legen, könnte Bad Kleinkirchheim zur neuen ersten Adresse werden.