Am 25. März um 20:00 Uhr verwandelt sich der Große Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien in eine Kathedrale der Klänge: Cellist Matthias Bartolomey und Organist Ludwig Lusser präsentieren in ...
Am 25. März um 20:00 Uhr verwandelt sich der Große Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien in eine Kathedrale der Klänge: Cellist Matthias Bartolomey und Organist Ludwig Lusser präsentieren in der nächsten Ausgabe von "Orgel im Fokus" ein außergewöhnliches Programm, das von Johann Sebastian Bachs zeitlosen Meisterwerken bis zu Bartolomeys innovativen eigenen Kompositionen und spontanen Improvisationen reicht. Diese Verschmelzung von barocker Tradition und zeitgenössischer Kreativität verspricht einen Konzertabend der besonderen Art in Österreichs renommiertester Kulturinstitution.
Matthias Bartolomey verkörpert eine neue Generation klassischer Musiker, die traditionelle Grenzen sprengt und dabei die Essenz der klassischen Musik bewahrt. Seine musikalische Reise begann bereits im zarten Alter von sechs Jahren unter der liebevollen Anleitung seines Vaters Franz Bartolomey, selbst ein renommierter Musiker. Diese frühe familiäre Prägung legte den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere, die heute internationale Anerkennung findet.
Seine formale Ausbildung absolvierte Bartolomey an zwei der prestigeträchtigsten Musikinstitutionen Österreichs: der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie der Universität Mozarteum Salzburg. Diese duale Ausbildung ermöglichte es ihm, sowohl die Wiener Schule der Musikinterpretation als auch die Salzburger Tradition der Mozart-Stadt zu verinnerlichen.
Ein Meilenstein seiner Karriere war 2012 die Gründung des Duos BartolomeyBittmann zusammen mit Klemens Bittmann. Dieses innovative Ensemble revolutionierte die Wahrnehmung von Streichinstrumenten in der zeitgenössischen Musik und schuf eine völlig neue Klangsprache, die klassische Virtuosität mit modernen Einflüssen aus Jazz, Folk und experimenteller Musik verbindet.
Bartolomeys innovativer Ansatz manifestiert sich in seiner Fähigkeit, scheinbar unvereinbare musikalische Welten zu vereinen. Seine Interpretationen klassischer Werke zeichnen sich durch eine frische Herangehensweise aus, die die ursprüngliche Intention der Komponisten respektiert, während sie gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet. Diese Philosophie spiegelt sich auch in seinen eigenen Kompositionen wider, die organisch aus der Tradition herauswachsen und dennoch völlig zeitgenössisch klingen.
2024 markierte einen weiteren Höhepunkt in Bartolomeys Schaffen mit der Veröffentlichung seines ersten Soloalbums. Dieses bemerkenswerte Werk kombiniert meisterhaft Bach'sche Kompositionen mit eigenen Werken und demonstriert damit seine Doppelrolle als interpretierender Künstler und schöpferischer Komponist. Die Aufnahme wurde von Kritikern als "Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft" gefeiert und etablierte Bartolomey endgültig als eine der führenden Stimmen in der österreichischen Musikszene.
Ludwig Lusser repräsentiert die tiefe Tradition der österreichischen Orgelkultur in ihrer modernsten Ausprägung. Seine Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien legte das Fundament für eine Karriere, die seit 1989 die österreichische und internationale Orgelszene prägt. Als vielseitiger Konzertorganist und Improvisator hat er sich einen Namen als einer der innovativsten Vertreter seines Fachs gemacht.
Seit 2006 bekleidet Lusser die prestigeträchtige Position des Domorganisten in St. Pölten, der Hauptstadt Niederösterreichs. Diese Rolle geht weit über das reine Musizieren hinaus: Er ist verantwortlich für die liturgische Gestaltung der Gottesdienste im Dom, die Pflege und Weiterentwicklung der Kirchenmusiktradition sowie die Ausbildung der nächsten Musikergeneration am Diözesankonservatorium für Kirchenmusik.
Lussers künstlerische Vision zeigt sich besonders in seinen speziellen Orgelprojekten, die er mit renommierten Künstlern wie Hermann Nitsch und Maria Bill realisiert hat. Diese Kooperationen demonstrieren seine Bereitschaft, die Orgel als Instrument jenseits ihrer traditionellen liturgischen Funktion zu erforschen und neue klangliche Territorien zu erschließen. Hermann Nitsch, bekannt für seine kontroversen Aktionen und sein "Orgien Mysterien Theater", fand in Lusser einen kongenialen Partner für die Umsetzung seiner visionären Klangwelten.
Die Zusammenarbeit mit Maria Bill, einer der führenden österreichischen Komponistinnen zeitgenössischer Musik, unterstreicht Lussers Engagement für die Erweiterung des Orgelrepertoires. Diese Projekte haben wesentlich dazu beigetragen, die Orgel als zeitgenössisches Konzertinstrument zu etablieren und ihr Potenzial jenseits der sakralen Musik zu demonstrieren.
Das ORF RadioKulturhaus in Wien fungiert seit seiner Eröffnung als eine der wichtigsten kulturellen Institutionen Österreichs. Der Große Sendesaal, in dem das Konzert stattfindet, ist für seine außergewöhnliche Akustik bekannt und bietet ideale Bedingungen für anspruchsvolle Kammermusik und Solokonzerte. Die Architektur des Saals wurde speziell darauf ausgelegt, sowohl die intimen Nuancen eines Cellos als auch die majestätischen Klänge einer Orgel optimal zur Geltung zu bringen.
Die Konzertreihe "Orgel im Fokus" hat sich zu einem festen Bestandteil des Wiener Kulturkalenders entwickelt und zieht regelmäßig ein internationales Publikum an. Sie bietet eine einzigartige Plattform für sowohl etablierte als auch aufstrebende Organisten, ihre künstlerischen Visionen einem breiten Publikum zu präsentieren.
Das Programm des Konzerts am 25. März verspricht eine faszinierende musikalische Zeitreise. Johann Sebastian Bach, dessen Werke das Fundament der Orgelliteratur bilden, wird durch Bartolomeys und Lussers gemeinsame Interpretation in neuem Licht erscheinen. Bachs Kompositionen für Orgel gelten als Höhepunkt barocker Polyphonie und stellen sowohl technische als auch interpretatorische Herausforderungen dar, die nur von Musikern höchsten Kalibers gemeistert werden können.
Besonders spannend wird die Integration von Bartolomeys eigenen Kompositionen sein. Als Cellist bringt er eine völlig andere Perspektive in die Orgelmusik ein, die traditionell von Tastaturinstrumenten dominiert wird. Seine Werke versprechen innovative Klangkombinationen, die die Möglichkeiten beider Instrumente ausreizen und neue musikalische Dialoge schaffen.
Die angekündigten Improvisationen stellen einen weiteren Höhepunkt des Abends dar. Improvisation war zu Bachs Zeiten ein integraler Bestandteil der musikalischen Praxis, geriet aber in der romantischen und modernen Ära zunehmend in den Hintergrund. Bartolomey und Lusser führen diese Tradition fort und entwickeln sie weiter, indem sie spontan auf die Atmosphäre des Konzerts und die Energie des Publikums reagieren.
Mit einem Eintrittspreis von 38 Euro positioniert sich das Konzert im mittleren Preissegment der Wiener Kulturszene. Für Inhaber der ORF RadioKulturhaus-Karte gibt es eine attraktive 50-prozentige Ermäßigung, was das Angebot für Stammgäste besonders interessant macht. Ö1 Club-Mitglieder profitieren von einer 15-prozentigen Reduktion, wodurch die öffentlich-rechtliche Medienanstalt ihre Hörerschaft bei der Teilhabe am kulturellen Leben unterstützt.
Diese Preispolitik spiegelt die Philosophie des ORF wider, hochwertige Kultur einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ohne dabei die Qualität zu kompromittieren. Die gestaffelten Ermäßigungen schaffen Anreize für regelmäßige Konzertbesuche und fördern die Bindung zwischen der Institution und ihrem Publikum.
Bereits jetzt wirft die nächste Ausgabe von "Orgel im Fokus" am 28. April ihre Schatten voraus. Die österreichische Musikerin und Komponistin LYLIT wird das Programm gestalten und damit eine weitere Facette zeitgenössischer Orgelmusik präsentieren. LYLIT, bekannt für ihre experimentellen Ansätze und ihre Fähigkeit, elektronische und akustische Elemente zu verschmelzen, verspricht einen völlig anderen, aber ebenso faszinierenden Konzertabend.
Diese Programmgestaltung zeigt das Engagement des ORF RadioKulturhauses, die Orgel als lebendiges, sich ständig weiterentwickelndes Instrument zu präsentieren. Von der barocken Tradition über romantische Interpretationen bis hin zu avantgardistischen Experimenten – die Konzertreihe deckt das gesamte Spektrum der Orgelmusik ab.
Das Konzert von Bartolomey und Lusser steht exemplarisch für Österreichs reiche Musiktradition und ihre zeitgenössische Weiterentwicklung. Beide Künstler repräsentieren die österreichische Musikausbildung auf höchstem Niveau und demonstrieren, wie traditionelle Fertigkeiten in innovative künstlerische Ausdrucksformen transformiert werden können.
Österreich hat eine jahrhundertealte Tradition in der Pflege und Weiterentwicklung der Orgelmusik. Von den prachtvollen Barockorgeln in Stiften wie Melk oder Herzogenburg bis hin zu modernen Konzertorgeln in Wien und Salzburg – das Land bietet optimale Bedingungen für die Entwicklung herausragender Organisten. Gleichzeitig haben österreichische Cellisten wie Franz Bartolomey, Heinrich Schiff und Robert Nagy internationale Maßstäbe gesetzt.
Interessierte Konzertbesucher können Tickets über das Kartenbüro des ORF RadioKulturhauses unter der Telefonnummer 01/501 70-377 erwerben oder sich auf der Homepage radiokulturhaus.ORF.at über das gesamte Programm informieren. Die Website bietet detaillierte Informationen zu allen kommenden Veranstaltungen, Künstlerporträts und Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Konzertreihen.
Das RadioKulturhaus ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar und bietet barrierefreien Zugang für Besucher mit eingeschränkter Mobilität. Die zentrale Lage im 4. Wiener Gemeindebezirk macht es zu einem idealen Ausgangspunkt für einen kulturellen Abend in der österreichischen Hauptstadt.
Dieses außergewöhnliche Konzert am 25. März verspricht nicht nur einen Abend voller musikalischer Höhepunkte, sondern auch einen Einblick in die Zukunft der klassischen Musik, wo Tradition und Innovation eine harmonische Synthese eingehen. Bartolomey und Lusser werden beweisen, dass österreichische Musikkultur lebendig bleibt, indem sie ihre Wurzeln ehrt und gleichzeitig mutig neue Wege beschreitet.