Am 7. Januar 2026 hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine dringende Warnung an alle Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich herausgegeben. Der Grund: Eine Welle gefälschter E-Mail-Nachrichten, die im Namen des BMF versendet werden. Diese betrügerischen E-Mails fordern die Empfänger
Am 7. Januar 2026 hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine dringende Warnung an alle Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich herausgegeben. Der Grund: Eine Welle gefälschter E-Mail-Nachrichten, die im Namen des BMF versendet werden. Diese betrügerischen E-Mails fordern die Empfänger auf, ihre Unternehmensdaten in FinanzOnline zu überprüfen und zu aktualisieren. Doch Vorsicht, der enthaltene Link führt auf eine gefälschte Webseite, die darauf abzielt, persönliche Daten und Zahlungsinformationen abzugreifen.
Die Betrugsmasche ist nicht neu, aber sie wird immer raffinierter. Betrüger verwenden den Namen und das Erscheinungsbild offizieller Institutionen, um Vertrauen zu erwecken. In diesem Fall wird die Optik von FinanzOnline nachgeahmt, um den Anschein von Legitimität zu erwecken. Das BMF betont, dass solche Informationen niemals per E-Mail angefordert werden und rät, solche Nachrichten sofort zu löschen.
Online-Betrug ist kein neues Phänomen. Bereits mit der Verbreitung des Internets in den 1990er Jahren begannen die ersten Betrugsversuche, meist in Form von sogenannten „Phishing“-E-Mails. Dabei wird versucht, durch gefälschte Nachrichten an persönliche Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern zu gelangen. In Österreich haben sich die Methoden der Betrüger im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Während früher oft einfache E-Mails mit Rechtschreibfehlern im Umlauf waren, sind die heutigen Betrugsversuche oft professionell gestaltet und schwerer zu erkennen.
Online-Betrug ist ein globales Problem. In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Betrugsmaschen bekannt. Auch dort werden offizielle Institutionen wie Finanzämter oder Banken als Tarnung verwendet. Während in Deutschland oft die Polizei vor solchen Betrugsversuchen warnt, setzt die Schweiz auf umfangreiche Aufklärungskampagnen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.
Derartige Betrugsversuche können für Unternehmerinnen und Unternehmer gravierende Folgen haben. Neben dem Verlust sensibler Daten drohen finanzielle Schäden durch unberechtigte Abbuchungen oder Identitätsdiebstahl. Ein Beispiel: Ein Unternehmer aus Wien fiel auf eine gefälschte E-Mail herein und gab seine Kontodaten preis. Innerhalb weniger Tage wurden mehrere tausend Euro von seinem Konto abgebucht, bevor er den Betrug bemerkte.
Das BMF berichtet von einer steigenden Anzahl solcher Betrugsversuche. Laut einer Studie von 2025 gaben 30% der befragten österreichischen Unternehmen an, bereits Ziel eines solchen Betrugsversuchs geworden zu sein. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, da nicht alle Vorfälle gemeldet werden.
Die Sicherheitsexperten sind sich einig: Aufklärung ist der Schlüssel. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter regelmäßig schulen, um Phishing-Versuche zu erkennen. Zudem sind technische Maßnahmen wie Spam-Filter und Anti-Phishing-Software essenziell. Das BMF plant, seine Informationskampagnen auszuweiten und eng mit anderen europäischen Ländern zusammenzuarbeiten, um Betrugsversuche effektiver zu bekämpfen.
Der Schutz vor Online-Betrug ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Unternehmen und Einzelpersonen. Das BMF empfiehlt, bei verdächtigen E-Mails besonders vorsichtig zu sein und keine sensiblen Daten preiszugeben. Unternehmerinnen und Unternehmer sollten im Zweifelsfall direkt beim BMF nachfragen, ob eine Anfrage legitim ist. Weitere Informationen und Tipps zur Erkennung von Betrugsversuchen finden sich im Folder „Vorsicht Betrug!“, der auf der Webseite des BMF verfügbar ist.