Am 13. Januar 2026 veröffentlichte EY Österreich eine Studie, die die Wahrnehmung der Blackout-Gefahr in Österreich untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angst vor großflächigen Stromausfällen gesunken ist. Während im letzten Jahr die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Ausfall auf 33 Prozent
Am 13. Januar 2026 veröffentlichte EY Österreich eine Studie, die die Wahrnehmung der Blackout-Gefahr in Österreich untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angst vor großflächigen Stromausfällen gesunken ist. Während im letzten Jahr die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Ausfall auf 33 Prozent geschätzt wurde, liegt sie nun bei 29 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen einen Trend, der die österreichische Bevölkerung zunehmend beruhigt.
Ein Blackout bezeichnet einen großflächigen und länger anhaltenden Stromausfall. Solche Ereignisse können durch technische Störungen, Naturkatastrophen oder menschliches Versagen ausgelöst werden. In der modernen Gesellschaft, die stark von elektrischen Geräten abhängig ist, könnte ein Blackout weitreichende Folgen haben, von der Unterbrechung der Wasserversorgung bis hin zu Kommunikationsausfällen.
Die Sorge vor Blackouts ist nicht neu. In den 1970er Jahren führten Ölkrisen und Energieknappheit zu ersten Überlegungen, wie man Stromausfälle verhindern könnte. In den letzten Jahrzehnten haben sich diese Überlegungen intensiviert, da die Energieinfrastruktur zunehmend komplexer und anfälliger für Störungen wurde. Die Einführung erneuerbarer Energien hat zwar zur Diversifizierung beigetragen, bringt jedoch auch neue Herausforderungen mit sich, wie die Stabilität der Netzfrequenz.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls mit der Blackout-Gefahr konfrontiert sind, zeigt sich, dass Österreich in Bezug auf die Vorsorgemaßnahmen noch Nachholbedarf hat. Während in Deutschland bereits umfassende Notfallpläne existieren, hinkt Österreich in der Umsetzung solcher Maßnahmen hinterher. Die Schweiz hingegen hat durch ihre dezentrale Energieversorgung und Notfallstrategien eine Vorreiterrolle eingenommen.
Die Auswirkungen eines Blackouts auf die österreichische Bevölkerung könnten gravierend sein. Ein Beispiel: Bei einem Stromausfall im Winter könnten Heizsysteme ausfallen, was insbesondere für ältere Menschen und Kinder lebensbedrohlich sein kann. Auch die Lebensmittelversorgung wäre betroffen, da Kühlketten unterbrochen würden. Die Studie von EY zeigt, dass acht von zehn Österreichern zwar einfache Vorsorgemaßnahmen wie Kerzen und Batterien treffen, diese jedoch bei weitem nicht ausreichen, um einen längeren Ausfall zu überstehen.
Die Studie von EY Österreich befragte 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass nur vier Prozent der Befragten mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Blackout innerhalb der nächsten zwei Jahre ausgehen. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zu acht Prozent im Jahr 2024. Dennoch bleibt ein Fünftel der Haushalte völlig unvorbereitet auf einen möglichen Stromausfall.
Die Zukunft der Energieversorgung in Österreich wird stark von der Fähigkeit abhängen, auf neue Herausforderungen wie Cyberangriffe und Extremwetterereignisse zu reagieren. Experten wie Christina Khinast-Sittenthaler von EY Österreich betonen die Notwendigkeit umfassender Vorsorgemaßnahmen, sowohl auf privater als auch auf staatlicher Ebene. Die Einführung smarter Netztechnologien und der Ausbau erneuerbarer Energien könnten dazu beitragen, die Risiken zu minimieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Angst vor Blackouts in Österreich zwar gesunken ist, die Vorsorgemaßnahmen jedoch weiterhin unzureichend sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die österreichische Energiepolitik weiterentwickelt und ob die Bürger besser auf mögliche Stromausfälle vorbereitet werden. Weitere Informationen und die vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier.