Am 27. Januar 2026 betont J.P. Morgan Asset Management die Bedeutung von Qualität in einem Bullenmarkt, der nun ins vierte Jahr geht. Die österreichischen Anleger stehen vor der Herausforderung, ihre Portfolios angesichts steigender Inflationsrisiken und einer sich verändernden globalen Wirtschaftsl
Am 27. Januar 2026 betont J.P. Morgan Asset Management die Bedeutung von Qualität in einem Bullenmarkt, der nun ins vierte Jahr geht. Die österreichischen Anleger stehen vor der Herausforderung, ihre Portfolios angesichts steigender Inflationsrisiken und einer sich verändernden globalen Wirtschaftslage anzupassen. Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan, hebt die Notwendigkeit hervor, auf Unternehmen mit stabilen Bilanzen und verlässlichen Ausschüttungen zu setzen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben konstruktiv, doch Inflationsrisiken nehmen zu. In Österreich, wie auch weltweit, ist die Inflation ein zentrales Thema. Die USA verzeichnen eine Kerninflation von 2,7 Prozent, was über dem Ziel der Federal Reserve liegt. Die angekündigten Zölle der neuen US-Regierung könnten zusätzlichen Druck erzeugen. In Europa liegt die Kerninflation bei 2,3 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, sich gegen mögliche Rückschläge zu wappnen.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass defensive Sektoren und Dividendentitel in Krisenzeiten Stabilität bieten. Während der Dotcom-Blase und der Finanzkrise hielten sich diese Sektoren besser als der Gesamtmarkt. In den letzten zwölf Monaten jedoch erlebten die Märkte eine 'Bad-Quality-Rally', bei der zyklische Aktien mit geringer Qualität stark liefen. Österreichische Anleger sollten sich dieser Dynamik bewusst sein und ihre Strategien entsprechend anpassen.
Für österreichische Anleger bedeutet dies, dass eine breitere Diversifikation entscheidend ist. Unternehmen mit stabilen Bilanzen und verlässlichen Ausschüttungen sollten im Fokus stehen. Chancen bieten sich bei europäischen Aktien und Emerging-Markets-Anleihen. Die expansive Fiskalpolitik, wie das 800-Milliarden-Euro-Infrastrukturprogramm in Deutschland, könnte auch in Österreich positive Effekte haben.
Die Aktienbewertungen liegen am oberen Ende des historischen Spektrums. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für globale Aktien liegt über 20. Dies ist jedoch kein Verkaufssignal, solange der Gewinnausblick positiv bleibt. In Österreich könnte der Finanzsektor weiteres Aufholpotenzial bieten, insbesondere durch Investitionen in Technologie und Infrastruktur.
Tilmann Galler sieht in den kommenden Jahren Chancen bei Wachstumswerten und Small Caps. Die Bewertungen für Small Caps sind relativ günstig und könnten eine zyklische Option gegenüber teuren Large-Caps sein. Anleihen sollten ebenfalls einen wichtigeren Platz im Portfolio einnehmen. Emerging-Markets-Anleihen könnten von niedrigeren US-Zinsen profitieren.
Infrastruktur und Transport bieten Schutz vor Inflation. Private Equity bietet Zugang zum Tech-Bereich, der in Österreich und weltweit immer bedeutender wird. Gold hingegen wird als risikobehaftet angesehen, da die Preise hoch sind und die Nachfrage der Schmuckindustrie sinkt.
Österreichische Anleger sollten ihre Portfolios diversifizieren und auf Qualität setzen. Alternative Anlagen bieten Schutz vor Inflation und können das Portfolio stabilisieren. Nutzen Sie die Chancen in Europa und den Emerging Markets, um Ihr Investmentportfolio zu stärken. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von J.P. Morgan Asset Management.