Österreichs Sicherheit wurde 2025 durch die unermüdliche Arbeit des Entminungsdienstes des Bundesheeres erheblich gestärkt. Am 1. Februar 2026 berichtete das Bundesministerium für Landesverteidigung über die beeindruckende Bilanz: 29.922 Kilogramm gefährliche Altmunition wurden geborgen und unschädl
Österreichs Sicherheit wurde 2025 durch die unermüdliche Arbeit des Entminungsdienstes des Bundesheeres erheblich gestärkt. Am 1. Februar 2026 berichtete das Bundesministerium für Landesverteidigung über die beeindruckende Bilanz: 29.922 Kilogramm gefährliche Altmunition wurden geborgen und unschädlich gemacht. Diese Leistung verdeutlicht die anhaltende Relevanz und den Einsatz der Spezialisten, die Tag und Nacht im Einsatz sind, um die Bevölkerung zu schützen.
Der Entminungsdienst spielt eine entscheidende Rolle in der Sicherung und Entsorgung von Kriegsmaterial aus der Zeit vor 1955. Diese Aufgabe erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine hohe Risikobereitschaft. Besonders gefährliche Funde, wie 172 Streubomben und 4 Anti-Personen-Minen, wurden 2025 unschädlich gemacht. Diese Kampfmittel unterliegen internationalen Melde- und Vernichtungsverpflichtungen, die höchste Präzision und Fachkenntnis erfordern.
Der Entminungsdienst hat eine lange Tradition in Österreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Land stark von Kriegsüberbleibseln betroffen. Die Notwendigkeit, diese Gefahren zu beseitigen, führte zur Gründung spezialisierter Einheiten. Seitdem hat sich die Technik erheblich weiterentwickelt, aber die Grundaufgabe bleibt dieselbe: die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich aufgrund seiner geographischen Lage und Geschichte eine besondere Herausforderung im Umgang mit Altmunition. Während Deutschland ähnliche Dienste zur Entschärfung von Kriegsrelikten unterhält, ist die Schweiz weniger betroffen, da sie im Zweiten Weltkrieg neutral war und daher weniger Kampfmittel auf ihrem Boden verblieben sind.
Die Arbeit des Entminungsdienstes hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung. Beispielsweise wurden 2025 in Niederösterreich 8.712 Kilogramm Kriegsmaterial geborgen, was zeigt, wie weit verbreitet solche Funde noch immer sind. Jede Entschärfung bedeutet eine direkte Reduzierung der Gefahr für die Anwohner. Die Einsätze des Entminungsdienstes sind daher nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern ein wesentlicher Beitrag zum täglichen Leben der Menschen.
Im Jahr 2025 wurden österreichweit 1.094 Meldungen über Funde von Kriegsmaterial bearbeitet. Die größten Mengen an geborgenem Kriegsmaterial entfielen auf Niederösterreich und Wien. Die Vernichtung erfolgte überwiegend auf den Sprengplätzen Großmittel und Allentsteig. Hier wurden 23.010 Kilogramm Kriegsmaterial gesprengt, während weitere große Mengen thermisch behandelt oder der Wiederverwertung zugeführt wurden.
Die kontinuierliche Arbeit des Entminungsdienstes ist auch in Zukunft unerlässlich. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung könnten neue Methoden zur Entschärfung und Vernichtung von Altmunition entwickelt werden. Die Ausbildung und Ausstattung der Einsatzkräfte wird dabei eine zentrale Rolle spielen, um den Herausforderungen der kommenden Jahre gewachsen zu sein.
Die beeindruckende Leistung des Entminungsdienstes zeigt, wie wichtig und relevant ihre Arbeit für die Sicherheit Österreichs ist. Mehr als 29 Tonnen unschädlich gemachtes Kriegsmaterial im Jahr 2025 sind ein eindrucksvolles Zeugnis für den Einsatz der Soldaten. Für Bürger bleibt die Wachsamkeit entscheidend: Verdächtige Objekte sollten gemeldet und nicht berührt werden. Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums.