Am 26. Januar 2026 wurde bekannt gegeben, dass das Burgenland als Vorsichtsmaßnahme mit systematischen Luftmessungen begonnen hat, um mögliche Asbestbelastungen zu überwachen. Diese Entscheidung folgt den jüngsten Untersuchungen von Greenpeace, die Asbestgehalte in Gesteinsmaterialien aufgedeckt hab
Am 26. Januar 2026 wurde bekannt gegeben, dass das Burgenland als Vorsichtsmaßnahme mit systematischen Luftmessungen begonnen hat, um mögliche Asbestbelastungen zu überwachen. Diese Entscheidung folgt den jüngsten Untersuchungen von Greenpeace, die Asbestgehalte in Gesteinsmaterialien aufgedeckt haben. Die Landesregierung betont, dass derzeit keine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung besteht, doch die Überwachung der Atemluft wird als entscheidend angesehen.
Asbest, ein natürlich vorkommendes Mineral, wurde jahrzehntelang in der Bauindustrie verwendet, bevor seine gesundheitsschädlichen Auswirkungen bekannt wurden. In den 1970er Jahren begann man, Asbest aufgrund seiner krebserregenden Eigenschaften zu verbieten. In Österreich ist die Verwendung von Asbest seit 1990 untersagt. Dennoch bleibt das Thema relevant, da ältere Gebäude und Materialien weiterhin Asbest enthalten können.
Während Österreich strenge Richtlinien für Asbest hat, variieren die Regelungen in den Nachbarländern. In Deutschland gibt es ähnliche Verbote und Vorschriften, während die Schweiz ebenfalls strikte Kontrollen durchführt. Im Burgenland ist die aktuelle Initiative ein weiterer Schritt, um die Bevölkerung zu schützen und Transparenz zu gewährleisten.
Die Luftmessungen sollen in verschiedenen Regionen des Burgenlandes durchgeführt werden, insbesondere in der Nähe von Steinbrüchen, wo Asbestvorkommen wahrscheinlicher sind. Dies betrifft vor allem die Bezirke Oberwart und Oberpullendorf. Die Bevölkerung wird regelmäßig über die Ergebnisse informiert, und es wird eine Hotline eingerichtet, um Fragen zu beantworten.
Der rechtlich verbindliche Grenzwert für Asbestfasern in der Raumluft liegt bei 10.000 Fasern pro Kubikmeter, gilt jedoch hauptsächlich für Arbeitsbereiche. Für die Außenluft existieren keine spezifischen Grenzwerte, was die Bewertung der Messdaten komplexer macht. Die Taskforce wird diese Daten sammeln und interpretieren, um die bestmöglichen Maßnahmen zu ergreifen.
Unter der Leitung von Experten aus verschiedenen Disziplinen wird die Taskforce „Vorsorgeabklärung Luftqualität“ die Messungen koordinieren und die Ergebnisse analysieren. Die Gruppe setzt sich aus Fachleuten aus Umweltmedizin, Forschung und Recht zusammen und arbeitet eng mit den zuständigen Ministerien zusammen.
Die geplanten Maßnahmen sollen langfristig die Luftqualität im Burgenland sichern. Durch kontinuierliche Messungen und transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit soll Vertrauen geschaffen werden. Die Initiative könnte als Modell für andere Bundesländer dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Das Burgenland setzt mit seiner proaktiven Vorgehensweise ein wichtiges Zeichen im Umgang mit potenziellen Umweltgefahren. Die systematischen Luftmessungen zu Asbest sind ein wesentlicher Schritt, um die Gesundheit der Bürger zu schützen und gleichzeitig Transparenz zu gewährleisten. Bleiben Sie informiert über die Entwicklungen auf der offiziellen Webseite des Landes Burgenland.