In einer Zeit, in der Cyberkriminalität auf dem Vormarsch ist, wird die Sicherheit beim Online-Banking immer wichtiger. Eine neue Broschüre, vorgestellt von Landesrat Ludwig Schleritzko und Bundesinnenminister Gerhard Karner, bietet wertvolle Tipps, um sich im digitalen Raum sicher zu bewegen. In Zu
In einer Zeit, in der Cyberkriminalität auf dem Vormarsch ist, wird die Sicherheit beim Online-Banking immer wichtiger. Eine neue Broschüre, vorgestellt von Landesrat Ludwig Schleritzko und Bundesinnenminister Gerhard Karner, bietet wertvolle Tipps, um sich im digitalen Raum sicher zu bewegen. In Zusammenarbeit mit der HYPO NOE Landesbank und der Polizei wurde ein umfassender Leitfaden erstellt, der sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen helfen soll, sich gegen die zunehmenden Bedrohungen zu wappnen.
Der technologische Fortschritt hat in den letzten Jahren enorme Sprünge gemacht, besonders im Bankensektor. Doch mit den Vorteilen kommen auch Risiken. Landesrat Schleritzko betont, dass Cyber-Attacken nicht nur häufiger, sondern auch raffinierter werden. Betrüger nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe passgenau auf ihre Opfer zuzuschneiden.
Cyberkriminalität umfasst alle kriminellen Handlungen, die über das Internet oder unter Nutzung von Computernetzwerken begangen werden. Dazu gehören unter anderem Phishing, bei dem Betrüger versuchen, über gefälschte E-Mails oder Webseiten an persönliche Daten zu gelangen, und Ransomware-Angriffe, bei denen Daten verschlüsselt werden und ein Lösegeld zur Entschlüsselung gefordert wird.
Die Broschüre „Sicher unterwegs im Internet“ enthält zahlreiche Tipps, um sich im digitalen Raum zu schützen. Dazu gehören grundlegende Maßnahmen wie das regelmäßige Aktualisieren von Software und das Verwenden unterschiedlicher Passwörter für verschiedene Konten. Besonders wichtig ist auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die einen zusätzlichen Schutz bietet.
Ab Oktober führen Banken eine neue Sicherheitsmaßnahme ein: Bei Euro-Überweisungen wird der IBAN mit dem Namen des Kontoinhabers abgeglichen. Dies soll besonders bei Echtzeitüberweisungen verhindern, dass Geld fälschlicherweise an Betrüger gesendet wird, da diese Überweisungen unwiderruflich sind.
Echtzeitüberweisungen ermöglichen es, Geld in Sekundenschnelle von einem Konto auf ein anderes zu überweisen. Während dies für den Nutzer äußerst praktisch ist, birgt es auch das Risiko, dass fehlerhafte oder betrügerische Überweisungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Minister Karner berichtete von einem dramatischen Anstieg der Cyberkriminalität in den letzten Jahren. Die Anzeigen in diesem Bereich sind österreichweit von 10.000 im Jahr 2015 auf 62.000 im Jahr 2024 gestiegen. Allein in Niederösterreich stieg die Zahl der Anzeigen von 1.700 im Jahr 2015 auf 10.000 im Jahr 2024. Die häufigste Form der Cyberkriminalität ist der Internet- bzw. Online-Betrug.
Die Zunahme der Cyberkriminalität ist alarmierend. Laut einer Studie des Bundeskriminalamtes ist der finanzielle Schaden durch Cyberkriminalität in Österreich im Jahr 2024 auf über 100 Millionen Euro gestiegen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich gegen diese Bedrohungen zu wappnen.
Um der wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität entgegenzuwirken, setzen die Behörden verstärkt auf Prävention und Vorbeugung. Die neue Broschüre von HYPO und Polizei ist ein wichtiger Schritt, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und über mögliche Gefahren aufzuklären.
Ein Cyber-Sicherheitsexperte erklärt: „In Zeiten, in denen Cyberkriminalität immer ausgeklügelter wird, ist es entscheidend, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen wachsam bleiben. Die beste Verteidigung ist eine gut informierte und vorsichtige Haltung gegenüber allen digitalen Interaktionen.“
Die HYPO NOE Landesbank nimmt die Sicherheit ihrer Kunden sehr ernst. Vorstand Wolfgang Viehauser erklärt, dass die Bank ein mehrstufiges Sicherheitskonzept implementiert hat, um die sensiblen Daten ihrer Kunden zu schützen. „Unsere Kunden können wesentlich zur Sicherheit beitragen, indem sie die in der Broschüre beschriebenen Maßnahmen umsetzen und stets wachsam bleiben.“
Landespolizeidirektor Franz Popp hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bevölkerung hervor. Viele Opfer von Cyberkriminalität scheuen sich, Anzeige zu erstatten, oft aus Scham. Doch nur mit der Hilfe der Bevölkerung kann die Polizei effektiv gegen diese Bedrohung vorgehen.
Die Polizei rät zu einer gesunden Skepsis bei allen digitalen Interaktionen. Überprüfen Sie E-Mails und Nachrichten sorgfältig, bevor Sie darauf reagieren. Tätigen Sie keine Überweisungen, ohne die Echtheit des Empfängers zu überprüfen.
Die Bedrohung durch Cyberkriminalität wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Doch mit den richtigen Maßnahmen und einer informierten Bevölkerung kann das Risiko erheblich reduziert werden. Die neue Broschüre ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung und zeigt, wie wichtig es ist, dass alle Akteure – von den Banken über die Polizei bis hin zu den Bürgern – zusammenarbeiten, um die Sicherheit im digitalen Raum zu gewährleisten.
Die Broschüre „Sicher unterwegs im Internet“ ist ab sofort in den HYPO NOE Filialen in Niederösterreich und Wien erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite.