Am 21. September ist es wieder soweit: Der Weltalzheimertag rückt das Thema Demenz ins Rampenlicht. Gesundheitsministerin Korinna Schumann nutzt diesen Anlass, um auf die Bedeutung eines offenen und wertschätzenden Umgangs mit Betroffenen hinzuweisen. Denn Demenz ist mehr als nur eine Krankheit - si
Am 21. September ist es wieder soweit: Der Weltalzheimertag rückt das Thema Demenz ins Rampenlicht. Gesundheitsministerin Korinna Schumann nutzt diesen Anlass, um auf die Bedeutung eines offenen und wertschätzenden Umgangs mit Betroffenen hinzuweisen. Denn Demenz ist mehr als nur eine Krankheit - sie ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die uns alle betrifft.
Demenz ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Symptomen, die durch den Verlust von Gehirnfunktionen verursacht werden. Zu den häufigsten Formen gehört die Alzheimer-Krankheit. Weltweit sind mehr als 55 Millionen Menschen betroffen, und alle drei Sekunden kommt ein neuer Fall hinzu. In Österreich leben derzeit rund 170.000 Menschen mit einer demenziellen Beeinträchtigung, Tendenz steigend. Bis 2050 wird ein Anstieg auf über 290.000 erwartet.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Österreich bereits 2015 die Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ ins Leben gerufen. Diese Strategie umfasst sieben Wirkungsziele und 21 Handlungsempfehlungen, die darauf abzielen, die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz zu verbessern. Dabei arbeiten Bund, Länder, Sozialversicherung, Wissenschaft und Interessensvertretungen eng zusammen.
Der kürzlich veröffentlichte Demenzbericht 2025 bietet einen aktuellen Überblick über die Fortschritte und zeigt auf, wo noch Handlungsbedarf besteht.
Demenz betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Familien und das soziale Umfeld. Ein offener Umgang mit der Krankheit kann dazu beitragen, Stigmatisierung abzubauen und die soziale Teilhabe zu fördern. Gesundheitsministerin Schumann betont: „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam Perspektiven entwickeln, um den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht zu werden und ein würdevolles Leben zu ermöglichen.“
Experten sind sich einig, dass die Unterstützung von Menschen mit Demenz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Ein führender Demenzforscher erklärt: „In Ländern wie Schweden und den Niederlanden gibt es bereits innovative Ansätze, die auch für Österreich Vorbildcharakter haben könnten. Dort wird verstärkt auf die Integration der Betroffenen in den Alltag gesetzt.“
Auch in Österreich gibt es Initiativen, die zeigen, wie man mit kreativen Ansätzen die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern kann. Beispielsweise werden spezielle Pflegeeinrichtungen geschaffen, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt sind.
Um den Alltag von Betroffenen und ihren Angehörigen zu erleichtern, stellt der Bund verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dazu gehören Hausbesuche bei Pflegegeldbeziehern mit Demenz, finanzielle Leistungen wie das Pflegegeld und Zuschüsse für die Teilnahme an Pflegekursen. Ergänzt wird dies durch praxisnahe Informationsbroschüren.
Alle Maßnahmen und weiterführenden Informationen sind auf der Website demenzstrategie.at abrufbar. Auch das Sozialministerium bietet auf seiner Website sozialministerium.gv.at aktuelle Entwicklungen und Hilfestellungen.
Die steigende Zahl an Demenzerkrankungen stellt nicht nur das Gesundheitssystem, sondern die gesamte Gesellschaft vor Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Demenzstrategie und der Demenzbericht 2025 sind wichtige Schritte in diese Richtung, doch es bleibt noch viel zu tun.
Gesundheitsministerin Schumann appelliert: „Wir müssen die Unterstützung und Betreuung weiter verbessern. Demenz betrifft uns alle: in der Familie, in der Nachbarschaft sowie in der gesamten Gesellschaft.“
Der Weltalzheimertag ist eine Gelegenheit, das Bewusstsein für diese Herausforderung zu schärfen und die notwendigen Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu unternehmen.