Der 27. Januar 2026 markiert den Beginn einer neuen Pollensaison in Österreich, die für Allergiker:innen eine besondere Herausforderung darstellen könnte. Nach einem vergleichsweise milden Jahr 2025 mit unterdurchschnittlichen Pollenbelastungen, kündigt sich nun eine intensivere Saison an. Besonders
Der 27. Januar 2026 markiert den Beginn einer neuen Pollensaison in Österreich, die für Allergiker:innen eine besondere Herausforderung darstellen könnte. Nach einem vergleichsweise milden Jahr 2025 mit unterdurchschnittlichen Pollenbelastungen, kündigt sich nun eine intensivere Saison an. Besonders die Hasel und die Birke zeigen Anzeichen für einen stärkeren Pollenflug, was insbesondere in Wien und Umgebung spürbar sein wird.
Die Hasel, insbesondere die Baumhasel, zeigt in diesem Jahr einen reichlichen Besatz mit Kätzchen, was auf einen intensiveren Pollenflug hindeutet. Die Blüte der Hasel beginnt dieses Jahr später, was auf die kühleren Wintertemperaturen zurückzuführen ist. Diese Verzögerung könnte jedoch zu einem konzentrierteren Pollenflug führen, sobald die Temperaturen steigen. Ähnlich verhält es sich mit der Birke, die ebenfalls einen überdurchschnittlichen Bestand an männlichen Blühständen aufweist. Beide Baumarten gehören zur Familie der Birkengewächse und sind für ihre kreuzreaktiven Pollen bekannt.
Kreuzreaktivität bezeichnet die Fähigkeit von Allergenen, ähnliche allergische Reaktionen hervorzurufen, obwohl sie von verschiedenen Pflanzen stammen. Bei Pollenallergien bedeutet dies, dass jemand, der auf Birkenpollen allergisch reagiert, möglicherweise auch auf Haselpollen reagiert, da sie verwandte Proteine enthalten. Dies stellt eine zusätzliche Herausforderung für Allergiker:innen dar, da sie auf eine Vielzahl von Pollen gleichzeitig reagieren können.
Die Pollensaison hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels und der Urbanisierung verändert. In den 1970er Jahren waren die Pollenbelastungen in Österreich moderat, doch mit steigenden Temperaturen und veränderten Wetterbedingungen kam es zu einer Verlängerung und Intensivierung der Pollensaison. Besonders in urbanen Gebieten wie Wien, wo Stadtbäume wie die Baumhasel häufig gepflanzt werden, hat sich die Pollenbelastung erhöht.
Im Vergleich zu unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. In Deutschland wurde bereits Mitte Dezember 2025 von ersten blühenden Haseln berichtet, während die Schweiz ähnliche Trends in der Intensität der Pollensaison beobachtet. Diese länderübergreifenden Beobachtungen unterstreichen die Bedeutung einer internationalen Zusammenarbeit in der Pollenforschung.
Für Allergiker:innen bedeutet die intensivere Pollensaison 2026 eine erhöhte Belastung. Konkrete Auswirkungen sind vermehrte allergische Reaktionen, die von leichten Symptomen wie Niesen und juckenden Augen bis hin zu schweren Atembeschwerden reichen können. In Wien, wo die Baumhasel häufig vorkommt, könnte die Pollenbelastung besonders hoch sein. Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien empfiehlt, blühende Pflanzen zu erkennen und deren Nähe zu meiden, um die Konzentration von Pollen in der Atemluft zu reduzieren.
Laut dem Pollenservice Wien war die Pollensaison 2025 eine der schwächsten der letzten 50 Jahre, insbesondere im April. Die erwartete Zunahme der Pollenbelastung 2026 könnte jedoch zu einer der intensivsten Saisons der letzten Jahrzehnte führen. Diese Prognosen basieren auf der Analyse der Blühstände und der klimatischen Bedingungen.
Die Zukunft der Pollensaison in Österreich hängt stark von den klimatischen Entwicklungen ab. Sollten die Temperaturen weiter steigen, könnte dies zu einer noch früheren und intensiveren Blüte der Frühblüher führen. Dies würde nicht nur die Allergiker:innen belasten, sondern auch die Gesundheitssysteme herausfordern, die auf eine Zunahme von allergiebedingten Erkrankungen vorbereitet sein müssen.
Die Pollensaison 2026 stellt eine besondere Herausforderung für Allergiker:innen in Österreich dar. Mit intensiveren Blühständen der Hasel und Birke sowie der Möglichkeit von Kreuzreaktionen müssen sich Betroffene auf eine anspruchsvolle Saison einstellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die klimatischen Bedingungen entwickeln und welche Maßnahmen zur Linderung der Pollenbelastung ergriffen werden können.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie die Website des Pollenservice Wien oder folgen Sie „pollenpaar“ auf Social Media.