Am 11. November 2025 fand in der Wiener Donau-City eine bedeutende Tagung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) statt, die sich mit der Zukunft der Konvergenz von Medien, Telekommunikation und Plattformen im digitalen Wettbewerb befasste. Diese Veranstaltung ist von besonderer Releva
Am 11. November 2025 fand in der Wiener Donau-City eine bedeutende Tagung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) statt, die sich mit der Zukunft der Konvergenz von Medien, Telekommunikation und Plattformen im digitalen Wettbewerb befasste. Diese Veranstaltung ist von besonderer Relevanz für Österreich, da sie die Herausforderungen und Chancen beleuchtet, die sich aus der engen Verzahnung von digitalen Medien und Zugangsinfrastrukturen ergeben. Der digitale Wandel schreitet unaufhaltsam voran und stellt heimische Anbieter vor große Herausforderungen, insbesondere im Wettbewerb mit finanzstarken, global agierenden Großkonzernen. Die Tagung bot eine Plattform für hochrangige Expert:innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, um über die Zukunftsperspektiven und die notwendigen regulatorischen Maßnahmen zu diskutieren.
Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer des RTR-Fachbereichs Telekommunikation und Post, betonte in seiner Rede die zentrale Rolle der Telekommunikationsinfrastruktur als Rückgrat der Digitalisierung. Ohne eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur wären digitale Giganten wie Google, Meta oder Spotify kaum mehr als bloße Ideen. Die Infrastruktur bildet die Basis, auf der digitale Dienste aufbauen und gedeihen können. In Österreich ist der Ausbau dieser Infrastruktur von entscheidender Bedeutung, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können und die digitale Souveränität zu wahren.
Mag. Wolfgang Struber, Geschäftsführer des RTR-Fachbereichs Medien, wies auf die gefährliche Schieflage hin, in der sich die österreichischen Medienhäuser befinden. Werbegelder fließen in Milliardenhöhe an transatlantische Big Tech-Konzerne ab, die sich zunehmend wie Medienanbieter verhalten. Diese Entwicklung bedroht die Medien- und Meinungsvielfalt in Österreich und damit auch die Demokratie. Die österreichischen Medienhäuser müssen mit großer Innovationskraft und gezielten Förderungen den digitalen Wandel meistern, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Die Konvergenz von Medien und Telekommunikation ist kein neues Phänomen. Bereits in den 1990er Jahren begann der Prozess der Digitalisierung, der zur Verschmelzung verschiedener Medienformen führte. Mit dem Aufkommen des Internets und der Verbreitung von Breitbandverbindungen wurden die Grenzen zwischen traditionellen Medien, wie Fernsehen und Radio, und neuen digitalen Plattformen zunehmend verwischt. Diese Entwicklung wurde durch die rasante technologische Innovation weiter beschleunigt, die neue Möglichkeiten für die Produktion, Verbreitung und den Konsum von Medieninhalten eröffnete.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz steht Österreich vor ähnlichen Herausforderungen im Bereich der Medienkonvergenz. In allen drei Ländern spielt die Regulierung eine entscheidende Rolle, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten und die Medienvielfalt zu schützen. Während Deutschland mit einer starken öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft aufwarten kann, setzt die Schweiz verstärkt auf die Förderung lokaler Medienprojekte. Österreich muss seinen eigenen Weg finden, um die Balance zwischen nationalen Interessen und globalen Marktkräften zu wahren.
Die Konvergenz von Medien und Telekommunikation hat direkte Auswirkungen auf die Bürger:innen in Österreich. Einerseits profitieren sie von einer größeren Vielfalt an Medieninhalten und neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Andererseits besteht die Gefahr, dass die Dominanz globaler Plattformen die Vielfalt der Informationen einschränkt und die Kontrolle über persönliche Daten erschwert. Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medienproduktion und -verbreitung wirft zudem Fragen des Datenschutzes und der ethischen Verantwortung auf.
Aktuelle Statistiken zeigen, dass über 60% der Österreicher:innen im Kommunikations- und Informationssektor auf Künstliche Intelligenz setzen. Diese hohe Nutzungsrate spiegelt die fortschreitende Digitalisierung wider, die alle Lebensbereiche durchdringt. Im Vergleich dazu liegt die Nutzung von KI im Immobilienbereich bei 37% und im freiberuflichen Sektor bei 30%. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark die Digitalisierung die Medienlandschaft verändert und welche Rolle innovative Technologien dabei spielen.
Die Zukunft der Medienkonvergenz in Österreich hängt maßgeblich von der Entwicklung fairer regulatorischer Rahmenbedingungen ab. Die Vereinbarung und Durchsetzung gesamteuropäischer Lösungen und Regeln sind von entscheidender Bedeutung, um die Souveränität von Netzen und die Medienvielfalt zu gewährleisten. Die RTR-GmbH spielt dabei eine zentrale Rolle als Kompetenzzentrum, das fundiertes Fachwissen für Unternehmen, Konsument:innen, Politik und Wissenschaft bereitstellt. Die Förderung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit und der Schutz der Meinungsvielfalt müssen im Vordergrund stehen, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern.
Die Diskussion über die Zukunft der Medienkonvergenz in Österreich ist noch lange nicht abgeschlossen. Es ist an der Zeit, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Risiken zu minimieren. Die RTR-GmbH bietet zahlreiche Ressourcen und Informationen, die dabei helfen können, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten. Besuchen Sie die Website der RTR-GmbH, um mehr über ihre Arbeit und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Medien- und Telekommunikationsregulierung zu erfahren.