Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und macht auch vor Österreich nicht halt. Doch wie digital ist unser Land wirklich? Dieser Frage geht der D21-Digital-Index nach, der erstmals von A1 nach Österreich gebracht wurde. Die Ergebnisse sind ebenso aufschlussreich wie alarmierend.Ein Blick
Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und macht auch vor Österreich nicht halt. Doch wie digital ist unser Land wirklich? Dieser Frage geht der D21-Digital-Index nach, der erstmals von A1 nach Österreich gebracht wurde. Die Ergebnisse sind ebenso aufschlussreich wie alarmierend.
Seit 2001 misst der D21-Digital-Index die digitale Anpassungs- und Zukunftsfähigkeit in Deutschland. Nun, 2025, bringt A1 diesen Index nach Österreich, um aufzuzeigen, wie tief die Digitalisierung bereits in verschiedene Lebensbereiche vorgedrungen ist und wie gut die Österreicherinnen und Österreicher mit den Anforderungen des digitalen Wandels umgehen können. Die Studie bietet einen umfassenden Überblick darüber, wer mit dem digitalen Wandel Schritt hält und wer Gefahr läuft, abgehängt zu werden.
Laut Studie sehen sich 51% der Österreicher als Teil der 'Digitalen Mitte', während 44% sich als 'Digitale Profis' betrachten. Erschreckend ist jedoch, dass 5% der Befragten sich als 'Digitale Vermeider' bezeichnen, was bedeutet, dass sie den Anschluss an die digitale Welt verloren haben oder es gar nicht erst versuchen.
Die Studie zeigt, dass 43% der Bevölkerung offen für digitale Veränderungen sind, während 57% eher eine distanzierte Haltung einnehmen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass trotz der weitreichenden Verfügbarkeit des Internets in Österreich, die Einstellung zur Digitalisierung stark variiert.
Ein wesentlicher Aspekt der Digitalisierung ist der Zugang zum Internet. Dank des 77.000 km langen Glasfaser-Netzes von A1 und einer 5G-Abdeckung von 85% der Bevölkerung nutzen 94% der Befragten täglich das Internet, 92% davon mobil. Interessant ist, dass auch 80% der ältesten Generation, der sogenannten Traditionalisten, das Internet nutzen, 79% davon sogar täglich. Dies zeigt, dass das Internet längst kein Generationenproblem mehr ist.
Die Studie zeigt, dass 56% der Österreicher über alle notwendigen digitalen Basiskompetenzen verfügen, wie sie im EU Digital Competence Framework von 2010 definiert sind. Dazu gehören Fähigkeiten wie das Erstellen und Versenden von Fotos und Videos, das Finden von Informationen im Internet und das Anpassen von Smartphone-Einstellungen.
Erstaunlich ist, dass 70% der Befragten unseriöse Nachrichten erkennen können und 81% sich im Umgang mit Online-Angeboten von Behörden und Ämtern sicher fühlen. Dennoch gibt es Verbesserungspotential: Nur 25% der Befragten fühlen sich in der Lage, programmierten Code zu lesen, was in einer immer digitaler werdenden Welt eine wertvolle Fähigkeit darstellt.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass digitale Unerfahrenheit ein wachsendes Problem darstellt. Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits Nachteile durch fehlende digitale Fähigkeiten erfahren. Dies ist insbesondere auf dem Arbeitsmarkt relevant, wo 70% der Befragten glauben, ohne digitale Grundkenntnisse kaum Chancen zu haben.
Erfreulich ist jedoch, dass 47% der Befragten der Meinung sind, dass Schulen die notwendigen digitalen Fähigkeiten vermitteln. Dennoch erfolgt der Großteil des digitalen Lernens informell: 75% der Befragten verlassen sich auf die Hilfe von Freunden oder probieren es einfach aus, anstatt formale Bildungsangebote zu nutzen.
Rund 36% der Befragten fühlen sich unter Druck gesetzt, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Dennoch sehen 52% der Digitalisierung positiv entgegen und glauben, dass sie persönlich davon profitieren. 45% der Befragten sind optimistisch, dass die Digitalisierung Österreich in den nächsten Jahren überwiegend positiv verändern wird.
Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde und hat auch in Österreich Einzug gehalten. 62% der Befragten nutzen zumindest selten KI-Anwendungen. Es zeigt sich jedoch ein deutlicher Gender-Gap: 69% der Männer, aber nur 55% der Frauen nutzen KI. Besonders jüngere Generationen wie die GenZ sind mit 85% weit vorne, während nur 29% der ältesten Generation KI-Erfahrungen haben.
Die häufigsten Anwendungen für KI sind das Suchen von Informationen, Übersetzungen und Textarbeiten. Auffallend ist, dass nur 18% der Befragten die Kommunikation teilweise der KI überlassen, was zeigt, dass die menschliche Interaktion noch immer einen hohen Stellenwert hat.
Die Studie zeigt, dass Österreich gut auf die digitale Zukunft vorbereitet ist, jedoch noch einiges an Arbeit vor sich hat. Die Investitionen in die digitale Infrastruktur und Bildung sind entscheidend, um den Anschluss nicht zu verlieren. A1 trägt mit Initiativen wie dem A1 digital.campus und der A1 Seniorenakademie dazu bei, die digitale Kompetenz der Bevölkerung zu fördern.
Insgesamt zeigt der D21-Digital-Index, dass Österreich auf einem guten Weg ist, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Dennoch ist es wichtig, weiterhin in Bildung und Infrastruktur zu investieren, um allen Bürgern die Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen und niemanden zurückzulassen.