Am 27. November 2025 versammelten sich über 200 Teilnehmer*innen im Wiener Rathaus zur 28. Jahrestagung des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernde Schulen (WieNGS). Unter dem Motto „Zwischen Klick und Klassenzimmer“ lag der Fokus auf der Integration von Gesundheit und Digitalisierung im Schulalltag.
Am 27. November 2025 versammelten sich über 200 Teilnehmer*innen im Wiener Rathaus zur 28. Jahrestagung des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernde Schulen (WieNGS). Unter dem Motto „Zwischen Klick und Klassenzimmer“ lag der Fokus auf der Integration von Gesundheit und Digitalisierung im Schulalltag. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Fachvorträge und den Austausch wertvoller Erfahrungen, wobei zentrale Themen wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und der verantwortungsvolle Umgang mit Medien im Vordergrund standen.
Die Bedeutung einer gesunden Schulumgebung wird durch das WieNGS seit 28 Jahren betont. Der Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Peter Hacker, unterstrich die Notwendigkeit, dass Schulen nicht nur physisch gesund, sondern auch digital kompetent sein müssen. Dies umfasst digitales Know-how und Medienkompetenz, die Schüler*innen und Lehrkräfte im Umgang mit der digitalen Welt stärken sollen.
Das WieNGS wurde 1997 gegründet, um Wiener Schulen bei der Entwicklung zu gesundheitsfördernden Institutionen zu unterstützen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, Deutschland und der Schweiz hat Wien mit dem WieNGS ein einzigartiges Modell entwickelt, das auf Partnerschaften und gemeinschaftlichen Strukturen basiert. Während in Deutschland ähnliche Programme existieren, liegt der Fokus dort oft mehr auf der physischen Gesundheit, während Wien verstärkt die digitale Gesundheit integriert.
In der Schweiz sind Programme zur Gesundheitsförderung oft kantonal geregelt, was zu einer größeren Diversität in der Umsetzung führt. Das WieNGS hingegen bietet ein einheitliches und koordiniertes Netzwerk, das von der Stadt Wien und der Österreichischen Gesundheitskasse unterstützt wird.
Die Auswirkungen des WieNGS auf die Schulgemeinschaften in Wien sind vielfältig. Durch die Integration von Gesundheits- und Digitalisierungsmaßnahmen profitieren Schüler*innen von einem sichereren und unterstützenden Lernumfeld. Ein Beispiel ist die Einführung von Workshops, die Schüler*innen den sicheren Umgang mit sozialen Medien lehren. Diese Workshops helfen, das Bewusstsein für digitale Gefahren zu schärfen und fördern gleichzeitig die Medienkompetenz.
Für Lehrkräfte bedeutet die Unterstützung durch das WieNGS eine Entlastung im Alltag. Durch praxisnahe Angebote und Fortbildungen können sie ihre Unterrichtsmethoden an die digitalen Herausforderungen anpassen und so die Lernprozesse der Schüler*innen effektiver gestalten.
Das WieNGS unterstützt mittlerweile über 170 Schulen in Wien. Die Teilnehmerzahl der Jahrestagung von über 200 Personen unterstreicht das große Interesse und den Bedarf an solchen Initiativen. Laut einer internen Umfrage des Netzwerks gaben 85% der teilnehmenden Schulen an, dass sie durch die Unterstützung des WieNGS signifikante Verbesserungen in der Gesundheitsförderung und Digitalisierung erzielen konnten.
Die Zukunft des WieNGS ist eng mit der fortschreitenden Digitalisierung verbunden. Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, betonte, dass die Digitalisierung im Schulbereich sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt. In den kommenden Jahren wird das WieNGS weiterhin maßgeschneiderte Angebote entwickeln, um Schulen auf diesem Weg zu begleiten.
Eine vorausschauende Planung sieht vor, die Nutzung von KI im Schulalltag weiter zu erforschen und zu integrieren, ohne die Bedeutung menschlicher Beziehungen zu schmälern. Die Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Wien und der Bildungsdirektion soll intensiviert werden, um innovative Bildungsansätze zu fördern.
Die 28. Jahrestagung des WieNGS hat erneut gezeigt, wie wichtig die Integration von Gesundheit und Digitalisierung im Schulalltag ist. Die Veranstaltung bot nicht nur eine Plattform für den Austausch von Best-Practice-Beispielen, sondern auch für die Diskussion über zukünftige Herausforderungen und Chancen. Interessierte Schulen und Bildungseinrichtungen können sich auf der Website des WieNGS weiter informieren und Teil dieses zukunftsweisenden Netzwerks werden.