Die winterliche Berglandschaft Österreichs kann wunderschön, aber auch gnadenlos sein. Am 30. November 2025 kam es zu einem dramatischen Rettungseinsatz am Wieserhörndl in Gaißau, Bezirk Hallein. Zwei junge Kater wurden im Tiefschnee gefunden, zurückgelassen und ohne Versorgung. Diese herzzerreißend
Die winterliche Berglandschaft Österreichs kann wunderschön, aber auch gnadenlos sein. Am 30. November 2025 kam es zu einem dramatischen Rettungseinsatz am Wieserhörndl in Gaißau, Bezirk Hallein. Zwei junge Kater wurden im Tiefschnee gefunden, zurückgelassen und ohne Versorgung. Diese herzzerreißende Geschichte von Johanna Stadler und dem Tierschutzhof Pfotenhilfe hat nicht nur Tierfreunde im ganzen Land bewegt, sondern auch die Bedeutung von Tierschutz in extremen Wetterlagen unterstrichen.
Am Freitag, den 28. November, entdeckten Skitourengeher die beiden Katzen und alarmierten über soziale Medien die Tierschützer. Aufgrund der gesperrten Mautstraße entschied sich Johanna Stadler, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund Balu, die Rettung selbst in die Hand zu nehmen. Ausgerüstet mit Lebendfallen auf Schlitten, machten sie sich am Samstag auf den beschwerlichen Weg zur Spielbergalmhütte. Dort angelangt, gelang es ihnen, die hungrigen und frierenden Tiere mit Futter in die Fallen zu locken.
Der Einsatz war nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch ein logistischer Kraftakt. Die Temperaturen sanken in den Nächten zuvor erheblich, und die Katzen waren bereits stark geschwächt. Die Rettung im Dunkeln machte die Aktion noch riskanter. Diese Umstände verdeutlichen die Herausforderungen, denen sich Tierschützer in den Alpenregionen stellen müssen, insbesondere wenn Straßen unpassierbar sind.
Österreich hat eine lange Tradition im Tierschutz, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Das Land war eines der ersten, das umfassende Tierschutzgesetze einführte. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls strenge Tierschutzrichtlinien haben, zeigt sich Österreich oft als Vorreiter. Die Pfotenhilfe und ähnliche Organisationen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Tiere in Not zu retten und zu versorgen.
Die Rettung der Katzen hat nicht nur die Aufmerksamkeit der Medien erregt, sondern auch die lokale Gemeinschaft mobilisiert. Viele Menschen boten Unterstützung an, sei es durch Spenden oder die Suche nach geeigneten Namen für die geretteten Kater. Diese Solidarität zeigt, wie wichtig das Thema Tierschutz in der Gesellschaft ist und wie es Menschen zusammenbringen kann.
Laut dem österreichischen Tierschutzbericht werden jährlich etwa 30.000 Tiere in Notunterkünften aufgenommen. Die Zahl der ausgesetzten Haustiere steigt insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Bedingungen härter werden. Diese Zahlen verdeutlichen den Bedarf an mehr Bewusstsein und Unterstützung für Tierschutzorganisationen.
Experten betonen die Notwendigkeit, Tierschutzmaßnahmen weiter zu stärken. Dazu gehören nicht nur gesetzliche Regelungen, sondern auch Bildung und Sensibilisierung der Bevölkerung. Die Ereignisse am Wieserhörndl könnten als Katalysator für eine breitere Diskussion über den Schutz von Haustieren in Extremsituationen dienen.
Die Geschichte der beiden Kater ist ein eindringlicher Appell an unsere Verantwortung gegenüber Tieren. Sie erinnert uns daran, dass Tierschutz nicht nur in urbanen Gebieten wichtig ist, sondern auch in abgelegenen Regionen. Jeder kann einen Beitrag leisten, sei es durch Unterstützung von Hilfsorganisationen oder durch achtsames Verhalten gegenüber Tieren.
Wer mehr über die Arbeit der Pfotenhilfe erfahren oder helfen möchte, kann sich direkt an die Organisation wenden. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass solche Geschichten ein glückliches Ende finden.