Landeshauptmann-Stellvertreterin kritisiert mediale Darstellung nach Kopfbedeckungsverbot in Hotel-Restaurant
Nach Berichten über einen Dresscode im Salzburger Hotel Cool Mama verteidigt LH-Stellvertreterin Marlene Svazek das Hausrecht von Gastronomiebetrieben.
Eine Dresscode-Regelung in einem Salzburger Hotel-Restaurant hat eine politische Debatte über das Hausrecht von Gastronomiebetrieben und mögliche Diskriminierung ausgelöst. Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) bezog nun öffentlich Stellung und verteidigte das Recht von Unternehmen, eigene Regeln für ihre Gäste aufzustellen.
Im Zentrum der Kontroverse steht das Sky-Restaurant des Hotels Cool Mama in Salzburg. Das Lokal hat auf seiner Webseite einen allgemeinen Dresscode veröffentlicht, der verschiedene Kleidungsstücke und Accessoires von der Nutzung des Restaurants ausschließt. Zu den nicht erwünschten Kleidungsstücken zählen laut den Betreibern sämtliche Kopfbedeckungen, Sport- und Freizeitbekleidung, Badebekleidung sowie ungepflegte Kleidung.
Die Regelung ist dabei allgemein formuliert und richtet sich nach Angaben des Betriebs nicht gegen bestimmte religiöse oder kulturelle Gruppen. Vielmehr soll sie der Sicherstellung eines bestimmten gastronomischen Konzepts und eines entsprechenden Ambientes dienen, wie das Hotel kommuniziert.
Die stellvertretende Landeshauptfrau Marlene Svazek zeigte sich über die mediale Berichterstattung zu dem Fall verwundert. Sie betonte die rechtliche Grundlage für solche unternehmerischen Entscheidungen: „In Österreich gilt das Hausrecht. Unternehmerinnen und Unternehmer haben das Recht, in ihren Betrieben Regeln aufzustellen, solange diese für alle Gäste gleichermaßen gelten."
Die FPÖ-Politikerin verwies dabei auf den Umstand, dass die Dresscode-Regelung des Hotels alle Gäste gleichermaßen betreffe und nicht auf bestimmte Personengruppen abziele. Das Verbot von Kopfbedeckungen gelte demnach für Baseballkappen ebenso wie für andere Arten von Kopfbedeckungen.
Svazek übte in ihrer Stellungnahme auch deutliche Kritik an der Berichterstattung über den Vorfall. Sie warf Medien vor, aus unternehmerischen Entscheidungen vorschnell Diskriminierungsdebatten zu konstruieren. „Nicht hinter jeder Unzufriedenheit steckt automatisch ein Fall für die Gleichbehandlungspolizei oder für das vereinte, linke Empörium