In einer Welt, in der Technologie immer mehr in unseren Alltag integriert wird, gibt es einen Bereich, in dem sie besonders lebensrettend ist: die Rehkitzrettung. Am 25. Juli 2025 verkündete der Dachverband 'Jagd Österreich', dass die österreichische Jägerschaft breite politische Unterstützung für i
In einer Welt, in der Technologie immer mehr in unseren Alltag integriert wird, gibt es einen Bereich, in dem sie besonders lebensrettend ist: die Rehkitzrettung. Am 25. Juli 2025 verkündete der Dachverband 'Jagd Österreich', dass die österreichische Jägerschaft breite politische Unterstützung für ihre Bemühungen zur Rettung von Jungwild erhält. Diese Unterstützung ist dringend nötig, denn jährlich werden in Österreich über 25.000 Rehkitze durch Mähwerke getötet. Doch wie funktioniert diese Rettung, und warum ist sie so wichtig?
Rehkitze, die in den Wiesen geboren werden, sind besonders gefährdet, wenn Landwirte ihre Felder mähen. Die Kitze haben in den ersten Lebenswochen keinen Fluchtinstinkt und ducken sich bei Gefahr. Dies führt dazu, dass sie oft von den Mähmaschinen erfasst werden. Laut Schätzungen sterben jährlich über 25.000 dieser Jungtiere in Österreich.
Rehkitze sind von Natur aus darauf programmiert, bei Gefahr still liegen zu bleiben, um nicht von Raubtieren entdeckt zu werden. Diese natürliche Verhaltensweise, die in freier Wildbahn Schutz bietet, wird in der Nähe von landwirtschaftlichen Maschinen zur tödlichen Falle. Die Jägerschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tierleben zu retten.
Der Einsatz von Drohnen und Wärmebildkameras hat sich als bahnbrechend erwiesen. Diese Technologien ermöglichen es, die Kitze in den Wiesen zu lokalisieren, bevor die Mäharbeiten beginnen. Franz Mayr-Melnhof Saurau, Präsident von Jagd Österreich, bezeichnet diese Technik als 'Gamechanger'.
Drohnen, ausgestattet mit Wärmebildkameras, fliegen über die Felder und identifizieren die warmen Körper der Rehkitze. Diese Informationen werden dann an die Jäger und Landwirte weitergegeben, die die Kitze in Sicherheit bringen, bevor die Mäharbeiten beginnen. Diese Methode ist nicht nur effektiv, sondern auch effizient und ermöglicht es, in kurzer Zeit große Flächen abzusuchen.
Im Jahr 2024 konnten in Tirol allein knapp 900 Kitze gerettet werden. Diese beeindruckende Zahl zeigt, wie effektiv die Maßnahmen sind, wenn moderne Technik und menschliches Engagement Hand in Hand gehen. Die lokalen Jägerschaften arbeiten eng mit den Landesjagdverbänden zusammen, um diese Rettungsaktionen zu organisieren.
Die Jungwildrettung wird von den lokalen Jägerschaften durchgeführt und durch die Landesjagdverbände unterstützt. Diese Organisationen bieten Weiterbildungskurse zum richtigen Drohneneinsatz an und fördern teilweise den Ankauf der notwendigen Technologie. Die Plattform 'rehkitzrettung.at', gegründet vom Tiroler Jägerverband, dient als Netzwerk zur besseren Koordination der Rettungsaktionen.
Die österreichische Politik hat die Bedeutung dieser Rettungsaktionen erkannt und unterstützt die Jägerschaft durch überparteiliche Beschlüsse und Petitionen. Diese Unterstützung ist entscheidend, um die notwendigen Ressourcen und den rechtlichen Rahmen bereitzustellen.
Politische Unterstützung schafft Bewusstsein und stellt sicher, dass die notwendigen Mittel für die Rettungsaktionen bereitgestellt werden. Sie hilft auch, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die notwendig sind, um diese Maßnahmen flächendeckend umzusetzen.
Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung und der zunehmenden Unterstützung durch Politik und Öffentlichkeit sieht die Zukunft der Rehkitzrettung vielversprechend aus. Die Integration neuer Technologien, wie fortschrittlichere Wärmebildkameras und autonomere Drohnen, könnte die Effizienz der Rettungsaktionen weiter steigern.
Bürger können die Rehkitzrettung durch Spenden an Organisationen wie die Österreichische Wildtierstiftung unterstützen. Diese Spenden helfen, die notwendige Ausrüstung zu finanzieren und die Ausbildung von Drohnenpiloten zu fördern. Außerdem können Freiwillige bei Rettungsaktionen mithelfen und so direkt zum Schutz der Jungtiere beitragen.
Die Rettung von Rehkitzen ist eine wichtige Aufgabe, die das Engagement der gesamten Gesellschaft erfordert. Jeder kann einen Beitrag leisten, sei es durch Spenden, Freiwilligenarbeit oder einfach durch das Schaffen von Bewusstsein für das Problem. Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass diese unschuldigen Tierleben geschützt werden.
Für weitere Informationen und um zu erfahren, wie Sie helfen können, besuchen Sie die offizielle Webseite der Initiative unter rehkitzrettung.at.