Am 4. Februar 2026 veröffentlicht die Energieregulierungsbehörde E-Control eine beeindruckende Statistik: Im Jahr 2025 wechselten 420.904 Kund:innen in Österreich ihren Strom- oder Gaslieferanten. Diese Zahl markiert einen neuen Rekord und zeigt, wie dynamisch sich der Energiemarkt entwickelt. Die W
Am 4. Februar 2026 veröffentlicht die Energieregulierungsbehörde E-Control eine beeindruckende Statistik: Im Jahr 2025 wechselten 420.904 Kund:innen in Österreich ihren Strom- oder Gaslieferanten. Diese Zahl markiert einen neuen Rekord und zeigt, wie dynamisch sich der Energiemarkt entwickelt. Die Wechselquote hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht, was auf eine zunehmende Sensibilisierung der Konsument:innen in Bezug auf Energiekosten und -tarife hinweist.
Die Energiemarktstatistik der E-Control für 2025 zeigt, dass 345.442 Kund:innen einen neuen Stromlieferanten fanden, während 75.462 Kund:innen ihren Gaslieferanten wechselten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sowohl Haushalte als auch Unternehmen aktiv nach günstigeren Angeboten suchen. Der Vorstand der E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, betont die Wichtigkeit des Tarifvergleichs, da mehrere hundert Euro pro Jahr eingespart werden können.
Ein Tarifkalkulator ist ein Online-Tool, das Kund:innen ermöglicht, die aktuellen Strom- und Gaspreise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Durch die Eingabe des eigenen Verbrauchs erhalten Nutzer:innen eine Übersicht der günstigsten Tarife. Der Wechselprozess beschreibt den Vorgang, bei dem ein Kunde seinen Energieanbieter wechselt. Dies erfordert in der Regel das Ausfüllen eines Antrags und die Kündigung des alten Vertrags.
Seit der Liberalisierung des Energiemarktes in Österreich im Jahr 2001 haben sich die Möglichkeiten für Konsument:innen erheblich erweitert. Die Öffnung des Marktes führte zu einem verstärkten Wettbewerb unter den Anbietern und ermöglichte es den Kund:innen, von besseren Preisen und Dienstleistungen zu profitieren. Im Laufe der Jahre hat sich die Wechselrate stetig erhöht, was auf eine zunehmende Markttransparenz und ein wachsendes Bewusstsein der Verbraucher:innen zurückzuführen ist.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in Bezug auf die Wechselrate gut abschneidet. In Deutschland liegt die Wechselquote bei etwa 5 Prozent, während sie in der Schweiz bei rund 4 Prozent stagniert. Dies deutet darauf hin, dass österreichische Konsument:innen aktiver im Vergleich von Strom- und Gastarifen sind.
Der Wechsel des Energieanbieters kann für viele Haushalte eine erhebliche finanzielle Entlastung bedeuten. Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie in Wien, die jährlich 4.000 kWh Strom verbraucht, kann durch einen Anbieterwechsel bis zu 300 Euro pro Jahr sparen. Diese Einsparungen sind besonders in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten von Bedeutung.
Laut der E-Control-Statistik betrug die Wechselrate bei Strom 5,4 Prozent und bei Gas 6,3 Prozent. Interessant ist, dass Niederösterreich mit 8,3 Prozent die höchste Wechselrate bei Strom verzeichnete, gefolgt von der Steiermark und Oberösterreich. Bei Gas war die Wechselrate in Niederösterreich mit 8,1 Prozent ebenfalls am höchsten.
Die E-Control erwartet, dass die Wechselrate in den kommenden Jahren weiter steigen wird, insbesondere da immer mehr Unternehmen Preissenkungen ankündigen. Der Trend zur Nachhaltigkeit und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien könnten ebenfalls dazu beitragen, dass sich Konsument:innen vermehrt für umweltfreundliche Anbieter entscheiden.
Die steigende Wechselrate bei Strom- und Gaslieferanten in Österreich zeigt, dass Konsument:innen zunehmend die Vorteile eines dynamischen Energiemarktes nutzen. Die Möglichkeit, durch einen Anbieterwechsel erhebliche Kosten zu sparen, wird in Zukunft voraussichtlich noch stärker in den Fokus rücken. Interessierte sollten regelmäßig die Angebote vergleichen und die verfügbaren Tools der E-Control nutzen, um die besten Tarife zu finden.
Für weitere Informationen und zur Unterstützung bei einem Wechsel, besuchen Sie die E-Control-Website oder nutzen Sie den Tarifkalkulator.