Tiroler Swarovski-Manager übernimmt Vorsitz von Julia Aichhorn
Der Tiroler Unternehmer Eduard Fröschl wurde einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Industrie gewählt und will die Sozialpartnerschaft stärken.
Die österreichische Junge Industrie hat einen Führungswechsel vollzogen: Eduard Fröschl, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Swarovski, wurde einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Der Tiroler Unternehmer löst damit Julia Aichhorn ab, die das Amt in den vergangenen Jahren innehatte.
Als stellvertretende Bundesvorsitzende unterstützen Fröschl künftig Lennart Braun aus Oberösterreich und Maximilian Nimmervoll aus Wien. Das neue Führungsteam will die Interessen der jungen Unternehmergeneration in Österreich verstärkt vertreten und die Stimme der Industrie in wirtschaftspolitischen Fragen stärken.
Eduard Fröschl, der neben seiner Tätigkeit bei Swarovski auch als Geschäftsführer in der Fröschl Firmenfamilie aktiv ist, bringt bereits umfangreiche Erfahrungen in der Industriellenvereinigung mit. Sein Engagement für die Junge Industrie begann er bereits vor geraumer Zeit im Rahmen der Industriellenvereinigung Tirol.
"Ich will ein Vertreter der jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich sein, der für die Interessen der kommenden Generationen eintritt", erklärte Fröschl zu seinem Amtsantritt. Dabei betont er seinen Ansatz einer konstruktiven Interessenvertretung: "Mit klarer Stimme, keinen Konflikt suchend, wenn notwendig aber durchaus bereit, für die berechtigten Interessen der Jungen einzutreten."
Ein zentrales Anliegen des neuen Vorsitzenden ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit allen jungen Sozialpartnern. "Allen jungen Menschen in Österreich geht es um eine nachhaltige und gute Zukunftsentwicklung", so Fröschl. "Um das zu erreichen und um einen tatsächlichen Interessenausgleich im Interesse aller Beteiligten zu schaffen, müssen wir zusammenarbeiten."
Fröschl strebt dabei eine neue Qualität des Dialogs an: "Da gehört es dazu, sich auf Augenhöhe und mit möglichst wenig Ressentiments zu begegnen." Diese Herangehensweise soll dazu beitragen, die oft verhärteten Fronten zwischen verschiedenen Interessengruppen aufzuweichen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Der neue Vorsitzende kündigte an, unverzüglich mit dieser Arbeit zu beginnen: "Gemeinsam mit einem starken Team werde ich unverzüglich mit dieser Arbeit beginnen. Ich freue mich darauf, die Stimme der jungen Generation in industrie- und standortpolitischen Fragen weiter zu stärken."
Besonders in der aktuellen Phase wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht Fröschl die Notwendigkeit einer starken Vertretung der jungen Unternehmergeneration: "Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es wichtig, dass auch wir Junge mit einer Stimme für unsere Generation und unsere Unternehmen sprechen."
Die österreichische Wirtschaft steht vor verschiedenen Herausforderungen, von der Digitalisierung über den Klimawandel bis hin zu geopolitischen Spannungen. In diesem Umfeld will die Junge Industrie unter Fröschls Führung als verlässlicher Partner für Politik und Gesellschaft auftreten.
Julia Aichhorn, die das Amt des Bundesvorsitzenden an Fröschl übergibt, zog eine positive Bilanz ihrer Amtszeit: "Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und die Zeit als Bundesvorsitzende der JI. Es hat richtig Spaß gemacht und wir haben gemeinsam an vielen wichtigen Themen gearbeitet."
Aichhorn wünschte ihrem Nachfolger "von Herzen viel Erfolg" und signalisierte damit einen reibungslosen Übergang in der Führung der Organisation. Unter ihrer Leitung hatte die Junge Industrie verschiedene wichtige Projekte vorangetrieben und ihre Position als Stimme der jungen Unternehmergeneration gestärkt.
Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Junge Industrie gut aufgestellt ist und wichtige Grundlagen für die weitere Arbeit gelegt wurden. Fröschl kann somit auf einer soliden Basis aufbauen und gleichzeitig neue Impulse setzen.
Die Junge Industrie vertritt als Teil der Industriellenvereinigung die Interessen der jungen Unternehmergeneration in Österreich. Sie fungiert als wichtige Schnittstelle zwischen etablierten Industrievertretern und der nachrückenden Generation von Führungskräften.
In ihrer Rolle als Interessenvertretung arbeitet die Organisation an verschiedenen Themen, die für junge Unternehmerinnen und Unternehmer relevant sind - von Bildungspolitik über Standortfragen bis hin zu innovationspolitischen Herausforderungen.
Unter der neuen Führung will die Junge Industrie ihre Aktivitäten in verschiedenen Bereichen intensivieren. Dabei stehen sowohl die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich als auch die Förderung des Dialogs zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Fokus.
Die neue Führungsspitze plant, zeitnah konkrete Projekte und Initiativen vorzustellen, die die strategische Ausrichtung der Organisation unter Fröschls Vorsitz verdeutlichen werden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit anderen jungen Organisationen der Sozialpartnerschaft gelegt.
Mit Eduard Fröschl übernimmt ein erfahrener Unternehmer mit internationaler Perspektive die Führung der Jungen Industrie. Seine Erfahrungen bei Swarovski, einem global agierenden Unternehmen mit österreichischen Wurzeln, könnten der Organisation dabei helfen, auch in internationalen Kontexten eine stärkere Rolle zu spielen.