Die EGGER Gruppe, ein international führender Holzwerkstoffhersteller, hat trotz eines anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds einen soliden Geschäftsjahresverlauf für 2024/2025 vermeldet. Diese Nachricht überrascht viele, da die Branche mit Herausforderungen wie einer Wirtschaftsflaute, schw
Die EGGER Gruppe, ein international führender Holzwerkstoffhersteller, hat trotz eines anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds einen soliden Geschäftsjahresverlauf für 2024/2025 vermeldet. Diese Nachricht überrascht viele, da die Branche mit Herausforderungen wie einer Wirtschaftsflaute, schwacher Baukonjunktur und globalen Konflikten zu kämpfen hat. Doch was steckt hinter diesem Erfolg?
In einer Zeit, in der viele Unternehmen mit Unsicherheiten ringen, hat EGGER einen gruppenweiten Umsatz von 4,13 Milliarden Euro und ein EBITDA von 541,3 Millionen Euro erzielt. Diese beeindruckenden Zahlen sind das Ergebnis einer durchdachten Geschäftsstrategie und einem engagierten Team von 11.860 Mitarbeitenden. "Stabilität in solch volatilen Zeiten ist ein Kraftakt", erklärt ein Sprecher der Gruppenleitung bei der Jahrespressekonferenz in St. Johann in Tirol.
EGGER hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch in einem schwachen Marktumfeld weiter zu wachsen. Das Unternehmen hat 435 Millionen Euro in Wachstums- und Erhaltungsinvestitionen gesteckt, mit einem starken Fokus auf Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien. Ein Highlight ist die 200-Millionen-Euro-Investition in das Werk Markt Bibart in Deutschland, wo der Abschluss der ersten Ausbaustufe kurz bevorsteht.
Die Bauwirtschaft ist ein Schlüsselfaktor für EGGERs Geschäft. In West- und Mitteleuropa ist die Nachfrage nach Bauprodukten aufgrund der schwachen Baukonjunktur gesunken. Dennoch konnte sich EGGER durchsetzen, besonders in Osteuropa und Asien. Das Werk in Lexington, North Carolina, USA, trug ebenfalls zur Ergebnisverbesserung bei.
Ein weiterer Erfolgsfaktor sind EGGERs Produktneuheiten, wie die ressourceneffiziente EGGER EcoBox und die neue Fußboden Kollektion 25+. Diese Innovationen tragen dazu bei, Kunden weiterhin mit hochwertigen Produkten zu versorgen und neue Märkte zu erschließen.
EGGER verfolgt eine ehrgeizige Klimastrategie mit dem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Bereits 71 % der eingesetzten Energie stammen aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen baut derzeit ein zweites Kraftwerk in St. Johann in Tirol, das aus biogenen Brennstoffen noch mehr erneuerbare Energie erzeugen wird.
Von 2025 bis 2028 legt EGGER besonderen Wert auf Lieferperformance, um den besten Kundenservice in der Branche zu bieten. Dies erfordert eine reibungslose Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und Systeme, um die positiven Erfahrungen der Kunden sicherzustellen.
Trotz der bisherigen Erfolge bleibt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/2026 verhalten. Die schwache Konjunktur und geopolitische Herausforderungen könnten weiterhin Druck auf die Branche ausüben. EGGER sieht jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung und ist bestens auf eine mögliche Markterholung vorbereitet.
Die vollständigen Details zum Geschäftsjahr 2024/2025 können im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht eingesehen werden.