Am 29. Januar 2026 fand in Heiligenkreuz die 24. Laubholzversteigerung statt, ein Ereignis, das erneut die Aufmerksamkeit der internationalen Holzbranche auf sich zog. Mit der Teilnahme von 194 Waldbäuerinnen und Waldbauern aus Niederösterreich und einer Vielzahl von internationalen Käufern zeigt si
Am 29. Januar 2026 fand in Heiligenkreuz die 24. Laubholzversteigerung statt, ein Ereignis, das erneut die Aufmerksamkeit der internationalen Holzbranche auf sich zog. Mit der Teilnahme von 194 Waldbäuerinnen und Waldbauern aus Niederösterreich und einer Vielzahl von internationalen Käufern zeigt sich, wie bedeutend dieses Event für die regionale und globale Holzindustrie ist. Bereits in den frühen Morgenstunden versammelten sich Interessierte aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern, um die besten Angebote zu sichern. Die Veranstaltung, die von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und dem Waldverband Niederösterreich organisiert wird, ist ein Paradebeispiel für erfolgreiche, nachhaltige Waldbewirtschaftung und den internationalen Handel mit hochwertigem Laubholz.
In den letzten Jahren hat sich der Markt für Laubhölzer, insbesondere die Nachfrage nach Eiche und Nuss, stark entwickelt. Diese Holzarten sind nicht nur in Österreich, sondern auch international gefragt. Der Trend zu dunklem Holz in der Innenarchitektur und im Möbelbau hat die Nachfrage nach Eiche und Nuss weiter angekurbelt. Historisch gesehen war die Eiche immer ein Symbol für Stärke und Beständigkeit, was sich auch in den erzielten Preisen widerspiegelt. Bei der diesjährigen Versteigerung erreichte eine Eiche den Rekordpreis von 8.700 Euro, was die Attraktivität dieses Holzes unterstreicht.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, sowie zu Deutschland und der Schweiz, zeigt sich, dass Niederösterreich eine Vorreiterrolle in der Vermarktung von Laubhölzern einnimmt. Während in Deutschland ähnliche Versteigerungen stattfinden, sind die erzielten Preise in Niederösterreich oft höher, was auf die hohe Qualität und die professionelle Vermarktung zurückzuführen ist. In der Schweiz ist der Markt für Laubholz ebenfalls stark, jedoch sind die Mengen aufgrund der geografischen Gegebenheiten begrenzt.
Für die Bürger und insbesondere die Waldbesitzer in Niederösterreich bedeutet die erfolgreiche Laubholzversteigerung nicht nur finanzielle Vorteile. Die gesteigerte Nachfrage führt zu einer besseren Preisbildung und erhöht die Wertschätzung für die heimischen Wälder. Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, betont die Bedeutung der Versteigerung für kleinere Waldbesitzer, die durch die gemeinsame Vermarktung ihre Produkte professionell platzieren können. Dies stärkt nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern fördert auch den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Die diesjährige Versteigerung zog 29 internationale Käufer an, was die Bedeutung des Events unterstreicht. Die angebotenen Holzarten, darunter Eiche, Nuss und Esche, erzielten Spitzenpreise. Die Eiche, die als Trendholz gilt, erreichte ein Höchstgebot von 3.239 Euro pro Festmeter. Diese Zahlen verdeutlichen die Attraktivität und den Wert des niederösterreichischen Laubholzes auf dem globalen Markt.
Die Zukunft des Laubholzmarktes in Niederösterreich sieht vielversprechend aus. Angesichts der steigenden Nachfrage und der positiven Preisentwicklung wird erwartet, dass sich die Bedeutung der Laubholzversteigerung in den kommenden Jahren weiter verstärken wird. Ulrich Schwaiger, Geschäftsführer des Niederösterreichischen Waldverbandes, sieht in der aktiven und zielorientierten Waldbewirtschaftung den Schlüssel zum Erfolg. Die Vielfalt der heimischen Wälder, kombiniert mit einer professionellen Vermarktung, wird auch zukünftig zu positiven Ergebnissen führen.
Die 24. Laubholzversteigerung in Heiligenkreuz war ein voller Erfolg und ein wichtiger Schritt zur Stärkung des niederösterreichischen Holzmarktes. Die hohe Beteiligung und die erzielten Preise zeigen, dass Qualität und nachhaltige Bewirtschaftung gefragt sind. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, wie sich der Markt weiterentwickelt, doch die Zeichen stehen auf Wachstum. Weitere Informationen und Analysen finden Sie auf unserer Webseite.