Österreichs Gesundheitssystem steht vor einer digitalen Transformation: Ab dem 1. Januar 2026 tritt die ELGA-Pflicht in Kraft. Diese gesetzliche Vorgabe verlangt von Krankenhäusern, Ambulatorien und Pflegeeinrichtungen, alle Befunde und Krankendaten digital und ELGA-konform zu speichern. Diese Neuer
Österreichs Gesundheitssystem steht vor einer digitalen Transformation: Ab dem 1. Januar 2026 tritt die ELGA-Pflicht in Kraft. Diese gesetzliche Vorgabe verlangt von Krankenhäusern, Ambulatorien und Pflegeeinrichtungen, alle Befunde und Krankendaten digital und ELGA-konform zu speichern. Diese Neuerung betrifft nicht nur die Einrichtungen selbst, sondern auch jeden Bürger, der in Österreich medizinische Leistungen in Anspruch nimmt. Mit dem webbasierten Krankenhaus-Informationssystem ebody der Humanomed IT Solutions sind viele Einrichtungen bereits optimal vorbereitet.
Die Elektronische Gesundheitsakte, kurz ELGA, ist ein zentrales Element der österreichischen Gesundheitsstrategie. Sie ermöglicht den zentralen Zugriff auf medizinisch relevante Daten, was sowohl für Patienten als auch für Ärzte erhebliche Vorteile mit sich bringt. In den Humanomed Häusern, darunter die Privatklinik Villach und die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt, wurde die Anbindung an ELGA bereits erfolgreich umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist die vollständige Integration in das bestehende System der Privatklinik Maria Hilf seit 2021.
Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) ist ein digitales System, das es ermöglicht, medizinische Informationen zentral zu speichern und abzurufen. Dies umfasst Arztbriefe, Radiologiebefunde, e-Medikation und den e-Impfpass. Der Vorteil für Patienten liegt in der Kontrolle über ihre Daten: Sie können entscheiden, welche Informationen im System gespeichert werden, dank der sogenannten Opt-Out-Funktion.
Die Einführung von ELGA ist Teil eines langjährigen Prozesses zur Digitalisierung des österreichischen Gesundheitswesens. Bereits in den 1990er Jahren begann Österreich, erste Schritte in Richtung elektronischer Gesundheitsdokumentation zu unternehmen. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls an digitalen Lösungen arbeiten, hat Österreich mit ELGA einen zentralisierten Ansatz gewählt, der eine nahtlose Integration aller medizinischen Daten ermöglicht.
In Deutschland wird derzeit die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt, die jedoch noch mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hat, insbesondere im Hinblick auf die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen. Die Schweiz setzt auf das elektronische Patientendossier (EPD), das jedoch aufgrund föderalistischer Strukturen langsamer voranschreitet als ELGA in Österreich.
Für die Bürger bedeutet die ELGA-Pflicht eine erhebliche Erleichterung im Umgang mit ihren Gesundheitsdaten. Beispielsweise müssen Patienten nicht mehr physisch Kopien ihrer Befunde zwischen verschiedenen Ärzten transportieren. Stattdessen können alle relevanten Daten zentral abgerufen werden. Für Ärzte und Gesundheitseinrichtungen bedeutet dies eine effizientere Verwaltung der Patientendaten, was letztlich zu einer besseren medizinischen Versorgung führt.
Ein konkretes Beispiel: Ein Patient, der in der Privatklinik Villach behandelt wird, kann seine Befunde nach Entlassung sofort von seinem Hausarzt einsehen lassen, ohne dass physische Dokumente übermittelt werden müssen. Dies spart Zeit und reduziert die Fehleranfälligkeit bei der Übertragung von Informationen.
Derzeit nutzen über 40 Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen in Österreich das ebody-System als Krankenhaus-Informations-System (KIS), das über 7000 Betten abdeckt. Die Humanomed IT Solutions, die das System entwickelt hat, arbeitet mit über 70 Mitarbeiter:innen an der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung des Systems an die gesetzlichen Anforderungen.
Eine Studie des Gesundheitsministeriums zeigt, dass durch die Digitalisierung der Gesundheitsdaten die Effizienz in Krankenhäusern um bis zu 20% gesteigert werden kann. Dies liegt vor allem an der verbesserten Datenverfügbarkeit und der Reduzierung von Doppeluntersuchungen.
Die bevorstehende ELGA-Pflicht bietet eine einzigartige Gelegenheit, die IT-Infrastrukturen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nachhaltig zu modernisieren. Mit ebody als technischem Rückgrat sind die Einrichtungen bestens vorbereitet, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Digitalisierung wird nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Qualität der Gesundheitsversorgung in Österreich nachhaltig verbessern.
Die Humanomed IT Solutions plant, ihre Systeme weiter zu optimieren und neue Technologien wie Machine Learning und künstliche Intelligenz zu integrieren, um die Datenanalyse und -verwaltung noch effizienter zu gestalten. Dies bietet nicht nur den Einrichtungen Vorteile, sondern trägt auch dazu bei, dass Patienten eine noch individuellere und präzisere Behandlung erhalten können.
Die Einführung der ELGA-Pflicht ab 2026 markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des österreichischen Gesundheitswesens. Mit Systemen wie ebody sind die Gesundheitseinrichtungen gut gerüstet, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Für Patienten und Ärzte bedeutet dies eine Vereinfachung und Verbesserung der medizinischen Versorgung. Die Digitalisierung bietet immense Chancen, die es zu nutzen gilt, um das Gesundheitssystem zukunftssicher zu gestalten.
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