Umweltminister und Staatssekretärin eröffnen Österreichs größte Energiemesse
Minister Totschnig betont: Die günstigste Energie ist die nicht verbrauchte. Energiesparmesse zeigt Wege zu mehr Effizienz ohne Verzicht.
Mit einem klaren Bekenntnis zur Energieeffizienz haben Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig und Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner die Energiesparmesse Wels 2026 eröffnet. Die Veranstaltung gilt als Österreichs wichtigste Plattform für erneuerbare Energie und energieeffiziente Technologien.
"Die günstigste Energie ist jene, die nicht verbraucht wird", unterstrich Minister Totschnig in seiner Eröffnungsrede vor den erwarteten 80.000 Besucherinnen und Besuchern. Energiesparen sei der wirksamste Hebel für Klimaschutz und leistbare Energie zugleich. Der bewusste Umgang mit Energie und Ressourcen senke dauerhaft Kosten und stärke die Versorgungssicherheit von Haushalten, Gemeinden und Betrieben österreichweit.
Besonders betonte der Umweltminister, dass es bei der Energiewende nicht um Verzicht gehe: "Hierbei geht es nicht um Verzicht, sondern um eine nachhaltige Transformation mit technologischem Fortschritt und Vernunft." Diese Botschaft richtet sich an Kritiker, die in Energiesparmaßnahmen eine Einschränkung der Lebensqualität sehen.
Die Energiesparmesse, die noch bis 1. März 2026 läuft, präsentiert konkrete Lösungen für Privatpersonen und Unternehmen. Von modernen Heizsystemen über energieeffiziente Gebäudetechnik bis hin zu erneuerbaren Energieträgern können sich Interessierte über die neuesten Entwicklungen informieren.
Ein zentrales Thema der Eröffnung war das geplante Günstiger-Strom-Gesetz. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner erklärte die Zielsetzung: "Wir entlasten die Menschen direkt bei den Stromkosten und schaffen gleichzeitig Planungssicherheit." Das Gesetz solle sicherstellen, dass die Energiewende nicht zur sozialen Frage werde, sondern für alle machbar bleibe.
Nach Zehetners Worten profitieren Energiesparende von dem Gesetz, während Menschen, die Unterstützung brauchen, diese auch erhalten sollen. Gleichzeitig schaffe das Gesetz stabile Rahmenbedingungen für den Netzausbau, erneuerbare Energieerzeugung und Innovationen im Strommarkt. "Leistbarkeit heute und Effizienz für morgen gehen damit erstmals Hand in Hand", so die Staatssekretärin.
Das Gesetz zielt darauf ab, die Kosten für Strom zu senken und gleichzeitig Anreize für effizienteren Energieverbrauch zu setzen. Für Verbraucher bedeutet das niedrigere Stromrechnungen, während Unternehmen von stabilen Energiepreisen profitieren können. Die genauen Details des Gesetzes werden derzeit noch ausgearbeitet.
Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen spielt klimaaktiv, die Klimaschutzinitiative des Bundes. Die Initiative zeigt konkret auf, wie Energieeffizienz im Alltag, in Gemeinden und Unternehmen umgesetzt werden kann.
Das Spektrum reicht von hochwertigen Standards für Gebäude, Siedlungen und Quartiere über moderne Heizsysteme bis hin zu erneuerbarer Wärme und effizienter Mobilität. Interessierte finden umfassende Informationen und Good-Practice-Beispiele auf den Webseiten klimaaktiv.at/gemeinden, klimaaktiv.at/private und klimaaktiv.at/unternehmen.
Auf der Energiesparmesse betreibt klimaaktiv einen eigenen Informationsstand. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher Beratung zu Fragen rund um Klima und Energie, Förderungen und Energiegemeinschaften. Ein begleitendes Vortragsprogramm bietet praxisnahe Inputs zu aktuellen Themen der Energieeffizienz.
Neben der Energieeffizienz setzt die Bundesregierung auch auf Ressourcenschonung durch Reparaturen. Mit der Geräte-Retter-Prämie werden Reparaturen von Elektrogeräten gefördert. "Wer repariert statt wegzuwerfen, spart Ressourcen, reduziert Elektroschrott und senkt den Energieverbrauch", erklärte Minister Totschnig.
Diese Maßnahme entlaste Haushalte und Umwelt gleichermaßen. Defekte Geräte müssen nicht sofort ersetzt werden, sondern können oft kostengünstig repariert werden. Das reduziert nicht nur den Elektroschrott, sondern auch die Nachfrage nach neuen Geräten und damit den Energieverbrauch in der Produktion.
Die Förderung von Reparaturen wirkt zweifach: Kurzfristig sparen Haushalte Geld, weil sie keine neuen Geräte kaufen müssen. Langfristig profitiert die Umwelt durch weniger Ressourcenverbrauch und geringere CO2-Emissionen in der Produktion neuer Geräte.
Die Energiesparmesse Wels hat sich als wichtigste österreichische Plattform für Energieeffizienz etabliert. Mit über 80.000 Fach- und Privatbesuchern jährlich erreicht sie eine breite Öffentlichkeit. Minister Totschnig würdigte die Messe als zentrale Plattform für zukunftsfähige Energielösungen.
"Eine nachhaltige Energiezukunft ist nicht nur notwendig, sondern auch leistbar. Die geeigneten Lösungen und Informationen dafür findet man hier", betonte der Minister. Die Messe gibt Besucherinnen und Besuchern einen umfassenden Überblick darüber, wie sie ihren Energieverbrauch senken, Ressourcen schonen und Kosten reduzieren können.
Das Angebot der Messe richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen und Gemeinden. Von der Heizungssanierung im Einfamilienhaus bis zur energetischen Optimierung von Industrieanlagen werden alle Bereiche der Energieeffizienz abgedeckt. Aussteller präsentieren die neuesten Technologien und Lösungsansätze.
Als zentrale Klimaschutzinitiative des Bundes vermittelt klimaaktiv das "Gewusst wie" zum Klimaschutz. Die Schwerpunkte liegen auf Energiesparen, klimafitten Gebäuden, erneuerbaren Energieträgern, umweltfreundlicher Mobilität und Klimakommunikation.
Die klimaaktiv-Experten bieten vielfältige Informations- und Unterstützungsangebote für Unternehmen, Gemeinden und Privatpersonen. Von der ersten Information bis zur konkreten Umsetzung begleitet klimaaktiv Interessierte bei ihren Klimaschutzmaßnahmen.
klimaaktiv arbeitet mit einem breiten Netzwerk von Partnern zusammen. Dazu gehören Energieberatungsunternehmen, Planungsbüros, Installateure und andere Fachbetriebe. Dieses Netzwerk stellt sicher, dass klimaaktiv-Standards in der Praxis umgesetzt werden können.
Die Initiative hat bereits zahlreiche Erfolge vorzuweisen: Tausende Gebäude wurden nach klimaaktiv-Standards errichtet oder saniert, Unternehmen haben ihre Energieeffizienz gesteigert und Gemeinden haben klimafreundliche Mobilitätskonzepte umgesetzt.