Die Bereitschaft der Österreicher, im Notfall Erste Hilfe zu leisten, ist beeindruckend hoch. Doch was steckt hinter der Fassade des helfenden Österreichers? Eine neue Studie von Hansaplast, die am 16. September 2025 veröffentlicht wurde, deckt auf, wie sicher sich die Österreicher tatsächlich fühle
Die Bereitschaft der Österreicher, im Notfall Erste Hilfe zu leisten, ist beeindruckend hoch. Doch was steckt hinter der Fassade des helfenden Österreichers? Eine neue Studie von Hansaplast, die am 16. September 2025 veröffentlicht wurde, deckt auf, wie sicher sich die Österreicher tatsächlich fühlen und welche Mythen über Wundheilung noch weit verbreitet sind.
Am 13. September, dem Welttag der Ersten Hilfe, wurde die Studie veröffentlicht, die zeigt, dass 80% der Österreicher bereit sind, Erste Hilfe zu leisten. Diese Zahl mag auf den ersten Blick beruhigend wirken, doch die Realität ist komplexer. Nur 36% der Befragten fühlen sich tatsächlich sicher genug, in einer Notfallsituation einzugreifen. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Unsicherheit, die viele Menschen beim Thema Erste Hilfe empfinden.
Ein wesentlicher Grund für das Zögern ist die Angst, Fehler zu machen. Besonders Frauen äußern hier häufiger Bedenken als Männer. Diese Unsicherheit wird durch mangelndes Wissen (28,5%) und die Angst vor Fehlern (26,6%) verstärkt. Experten betonen, dass diese Ängste nicht unbegründet sind, aber dennoch überwunden werden müssen, um effektiv helfen zu können.
Interessanterweise betrachten 96% der Befragten psychische Unterstützung – wie Zuhören, Beruhigen und Hilfe-Organisieren – als ebenso wichtig wie physische Maßnahmen. Dies zeigt, dass Erste Hilfe mehr ist als nur das Anlegen von Verbänden; es ist eine ganzheitliche Unterstützung in Krisensituationen.
Die Studie offenbart, dass 15% der Österreicher fälschlicherweise glauben, dass Erste Hilfe nur bei sichtbaren Verletzungen notwendig ist. Dies ist ein gefährlicher Irrglaube, der dazu führen kann, dass wichtige Minuten ungenutzt verstreichen.
Hansaplast hat auch die gängigsten Mythen zur Wundheilung untersucht. Einer der hartnäckigsten Mythen ist, dass Wunden besser an der Luft heilen. Tatsächlich muss eine Wunde sauber und geschützt gehalten werden, um Infektionen zu vermeiden. Ein weiteres Missverständnis ist, dass juckende Wunden ein Zeichen für Heilung sind. In Wirklichkeit kann Juckreiz auf eine Entzündung hindeuten, die sofort behandelt werden sollte.
Viele glauben, dass Salzwasser die Heilung unterstützt. Doch es kann mit Keimen belastet sein, was das Infektionsrisiko erhöht. Stattdessen sollte eine Wunde immer mit einem atmungsaktiven Pflaster abgedeckt werden.
Obwohl 95% der Österreicher einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, liegt dieser im Durchschnitt 12 Jahre zurück. Dies zeigt den dringenden Bedarf an Auffrischungskursen, um das Wissen aktuell zu halten. Die Hürden für eine solche Auffrischung sind meist Kosten (32,7%) und die wahrgenommene Dringlichkeit (30,7%).
Im Vergleich zu anderen Ländern zeigt sich, dass Österreich in Sachen Erste Hilfe gut aufgestellt ist. In Deutschland beispielsweise liegt die Bereitschaft zur Ersten Hilfe bei nur 70%, während die Schweiz mit einer Quote von 85% besser abschneidet. Diese Unterschiede können durch unterschiedliche Bildungssysteme und Erste-Hilfe-Programme erklärt werden.
Hansaplast und das Österreichische Rote Kreuz arbeiten eng zusammen, um das Erste-Hilfe-Wissen in der Bevölkerung zu verbessern. Durch Trainings, Videos und Tipps wird versucht, die Wissenslücken zu schließen und die Bevölkerung besser auf Notfälle vorzubereiten.
Die Zukunft der Ersten Hilfe in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der kontinuierlichen Unterstützung durch Organisationen wie Hansaplast und das Rote Kreuz sowie der zunehmenden Digitalisierung könnten Erste-Hilfe-Kenntnisse bald für jeden zugänglicher und einfacher zu erlernen sein. Experten sind zuversichtlich, dass die nächste Generation besser vorbereitet sein wird, um in Notfällen effektiv zu handeln.
Zusammenfassend zeigt die Studie von Hansaplast, dass Österreich auf einem guten Weg ist, aber noch viel zu tun bleibt. Die Aufklärung über Mythen und die regelmäßige Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen sind entscheidend, um die Sicherheit in Notfallsituationen zu erhöhen und Leben zu retten.