Am 18. Dezember 2025 veröffentlichte die EVN AG ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2024/25, der sowohl Erfolge als auch Herausforderungen im Energiesektor aufzeigt. Der Bericht, der für Österreich von großer Bedeutung ist, hebt die strategischen Anpassungen hervor, die notwendig sind, um den wachse
Am 18. Dezember 2025 veröffentlichte die EVN AG ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2024/25, der sowohl Erfolge als auch Herausforderungen im Energiesektor aufzeigt. Der Bericht, der für Österreich von großer Bedeutung ist, hebt die strategischen Anpassungen hervor, die notwendig sind, um den wachsenden klimatischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Das Jahr war geprägt von kälteren Temperaturen, die die Heiznachfrage erhöhten, aber auch von ungünstigen Bedingungen für erneuerbare Energien wie Wind und Wasser.
Im Geschäftsjahr 2024/25 verzeichnete die EVN AG einen Rückgang des Konzernergebnisses um 7,4 % auf 436,7 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf ein schwächeres Wind- und Wasserdargebot zurückzuführen, das die Stromerzeugung beeinträchtigte. Trotz dieser Herausforderungen stiegen die Umsatzerlöse um 3,8 % auf 3 Milliarden Euro, was auf positive Mengen- und Preiseffekte in den Vertriebsgesellschaften in Bulgarien und Nordmazedonien zurückzuführen ist. Die kälteren Wintermonate führten zudem zu einem Anstieg der Umsätze im Bereich EVN Wärme.
Die EVN AG hat ihre erneuerbaren Erzeugungskapazitäten auf 980 Megawatt erhöht, indem sie in den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik investierte. Der erste 'Super-Hybrid-Park' in Trumau/Tattendorf ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energieerzeugung. Diese Parks kombinieren Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher, um eine stabilere und zuverlässigere Energieversorgung zu gewährleisten.
Die energiepolitischen Rahmenbedingungen in Österreich und den anderen Kernmärkten der EVN sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Die EVN hat ihren 1,5°C-Übergangsplan umgesetzt, der auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen abzielt. Diese Strategie steht im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen und soll die EVN auf einen nachhaltigen Wachstumspfad führen.
Die Investitionen der EVN AG in die Energiezukunft überstiegen erstmals 900 Millionen Euro. Diese Investitionen konzentrieren sich auf den Ausbau der Netzinfrastruktur, erneuerbare Energien und die E-Ladeinfrastruktur. Die EVN plant, bis 2030 jährlich rund 1 Milliarde Euro zu investieren, um die Energieversorgung in Niederösterreich und darüber hinaus zu sichern und zu modernisieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Implementierung von Großbatteriespeichern, die als Schlüsseltechnologie für die Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien gelten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz steht Österreich vor ähnlichen Herausforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Während Deutschland stark auf Windkraft setzt, hat die Schweiz aufgrund ihrer geografischen Lage einen Vorteil bei der Wasserkraft. Österreich hingegen muss seine Strategien diversifizieren, um wetterbedingte Schwankungen auszugleichen. Die EVN AG spielt hierbei eine führende Rolle, indem sie innovative Technologien und Strategien einsetzt, um die Energieversorgung zu stabilisieren.
Für die Bürger in Österreich bedeutet die strategische Ausrichtung der EVN AG eine sichere und nachhaltige Energieversorgung. Die Investitionen in die Netzinfrastruktur und erneuerbare Energien sollen langfristig stabile Energiepreise gewährleisten. Die Einführung von Großbatteriespeichern und die Erweiterung der E-Ladeinfrastruktur unterstützen zudem die Energiewende und fördern die Nutzung von Elektrofahrzeugen, was zu einer Reduktion der CO2-Emissionen beiträgt.
Die EVN AG steht vor der Herausforderung, sich in einem sich schnell verändernden Energiemarkt zu behaupten. Die strategischen Investitionen und der Fokus auf erneuerbare Energien sind entscheidend, um die Energieversorgung in Österreich nachhaltig zu sichern. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie effektiv die umgesetzten Maßnahmen sind und wie sie sich auf die Energiepreise und die Umwelt auswirken. Die EVN bleibt optimistisch und plant, ihre Dividendenpolitik im Einklang mit den regulatorischen Bedingungen anzupassen, um den Aktionären eine stabile Rendite zu bieten.