Die EVN AG hat ihren Geschäftsverlauf für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2024/25 veröffentlicht und dabei eine Vielzahl von Entwicklungen und Herausforderungen offenbart. Diese reichen von Ergebnisrückgängen über steigende Investitionen bis hin zu neuen Projekten in der erneuerbaren En
Die EVN AG hat ihren Geschäftsverlauf für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2024/25 veröffentlicht und dabei eine Vielzahl von Entwicklungen und Herausforderungen offenbart. Diese reichen von Ergebnisrückgängen über steigende Investitionen bis hin zu neuen Projekten in der erneuerbaren Energieerzeugung. Der Bericht zeigt, wie sich die EVN AG in einem dynamischen und herausfordernden Umfeld behauptet.
Der Umsatz der EVN AG stieg im betrachteten Zeitraum um 5,0 % auf 2.360,4 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist vor allem auf positive Mengen- und Preiseffekte in den Verteilnetzen sowie in den Vertriebsgesellschaften in Bulgarien und Nordmazedonien zurückzuführen. Dennoch musste das Unternehmen einen Rückgang des Konzernergebnisses um 9,4 % auf 434,7 Millionen Euro hinnehmen. Dies ist auf schwächere erneuerbare Erzeugungsbedingungen und regulatorische Ausgleichseffekte in Südosteuropa zurückzuführen.
Ein zentraler Punkt des Berichts ist der temperaturbedingte Anstieg des Energiebedarfs. In Österreich und Bulgarien führten Temperaturen nahe dem langjährigen Durchschnitt zu einer erhöhten Nachfrage nach Energie. Gleichzeitig waren die Erzeugungsbedingungen für erneuerbare Energien, insbesondere Wind und Wasser, unterdurchschnittlich. Diese Faktoren trugen zu einem Anstieg der Marktpreise für Strom bei, der durch die Einspeisung aus erneuerbaren Energien beeinflusst wird.
Die EVN AG verzeichnete eine Zunahme der Beschaffungskosten im Energievertrieb in Südosteuropa um 14,9 %, was auf höhere Preise und Mengen zurückzuführen ist. Dies führte zu einer Erhöhung der Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger. Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand stiegen um 9,9 % auf 216,0 Millionen Euro, wobei ein Großteil durch Reparaturaufwendungen für Hochwasserschäden verursacht wurde.
Trotz der Herausforderungen investierte die EVN AG kräftig in ihre zukünftige Entwicklung. Die Investitionen stiegen um 22 % und erreichten über 530 Millionen Euro. Die Schwerpunkte lagen auf Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung. Besonders hervorzuheben sind die Inbetriebnahme von zwei Photovoltaikparks in Markgrafneusiedl und Grafenwörth mit einer Gesamtleistung von 9,4 MWp sowie der Bau einer überregionalen Trinkwasserversorgungsleitung von Krems nach Zwettl, die im September 2025 fertiggestellt werden soll.
Ein weiteres Highlight ist die Vertragsunterzeichnung mit STRABAG zum Verkauf des internationalen Projektgeschäfts. Dieser Schritt ist Teil der Strategie 2030 der EVN AG, sich auf Kernbereiche zu konzentrieren und das Investitionsprogramm von jährlich etwa 900 Millionen Euro umzusetzen. Der Abschluss des Verkaufs steht unter dem Vorbehalt erforderlicher Genehmigungen und wird voraussichtlich in den nächsten sechs Monaten erfolgen.
Die EVN AG präsentiert eine stabile Bilanzstruktur, die eine solide Basis für zukünftige Investitionen bildet. Die Nettoverschuldung lag am 30. Juni 2025 bei 1.119,5 Millionen Euro, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird ein Konzernergebnis von 400 bis 440 Millionen Euro erwartet, vorausgesetzt, das regulatorische und energiepolitische Umfeld bleibt stabil.
Experten sehen die Entwicklung der EVN AG als Spiegelbild der Herausforderungen und Chancen im europäischen Energiemarkt. Ein Analyst kommentierte: "Die EVN AG zeigt, wie wichtig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in einem sich schnell verändernden Markt sind. Die Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastruktur sind entscheidende Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft."
Ein weiterer Experte fügte hinzu: "Die Herausforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien und der steigende Energiebedarf erfordern innovative Lösungen. Die EVN AG hat mit ihrem Investitionsprogramm die richtigen Weichen gestellt, um langfristig erfolgreich zu sein."
Der Bericht der EVN AG für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2024/25 zeigt ein Unternehmen, das sich aktiv den Herausforderungen des Marktes stellt und gleichzeitig in die Zukunft investiert. Mit einem klaren Fokus auf erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte ist die EVN AG gut positioniert, um in einem sich wandelnden Energiemarkt zu bestehen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen und die Transformation des Energiesystems weiter voranzutreiben.
Für die Aktionäre bleibt die EVN AG ein stabiler und verlässlicher Partner, der trotz der Herausforderungen bestrebt ist, eine attraktive Dividendenpolitik zu verfolgen. Die angekündigte Ausschüttungsquote von 40 % des um außerordentliche Effekte bereinigten Konzernergebnisses zeigt das Vertrauen des Unternehmens in seine zukünftige Entwicklung.
Weitere Informationen und den vollständigen Aktionärsbrief finden Sie auf der EVN Investor Relations Website.