Die KAT25, die größte Leistungsschau der niederösterreichischen Feuerwehren, lockte am gestrigen Samstag tausende Besucher nach Tulln. Die Veranstaltung, die ursprünglich im Vorjahr geplant war, musste aufgrund der verheerenden Hochwasserkatastrophe verschoben werden. Doch das Warten hat sich gelohn
Die KAT25, die größte Leistungsschau der niederösterreichischen Feuerwehren, lockte am gestrigen Samstag tausende Besucher nach Tulln. Die Veranstaltung, die ursprünglich im Vorjahr geplant war, musste aufgrund der verheerenden Hochwasserkatastrophe verschoben werden. Doch das Warten hat sich gelohnt, denn die KAT25 erwies sich als voller Erfolg und unterstrich einmal mehr die immense Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für das Bundesland Niederösterreich.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nutzte die Gelegenheit, um in ihrer Ansprache auf der Hauptbühne die herausragende Rolle der Feuerwehren zu würdigen. Sie betonte: „Ohne unsere Freiwilligen Feuerwehren wäre Niederösterreich nicht das, was es ist: Ein starkes und solidarisches Land.“ Diese Worte fanden bei den Anwesenden großen Anklang und verdeutlichten die Wertschätzung, die den freiwilligen Helfern entgegengebracht wird.
Die Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich sind ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur. Jeden Tag, rund um die Uhr, sind sie bereit, im Notfall auszurücken und Hilfe zu leisten. Die Statistik ist beeindruckend: Alle sieben Minuten rückt eine Feuerwehr in Niederösterreich aus, um Brände zu löschen, bei Verkehrsunfällen zu helfen oder Katastrophen zu bewältigen. Diese unermüdliche Einsatzbereitschaft ist ein wesentlicher Grund, warum das Bundesland als so sicher und lebenswert gilt.
Die KAT25 hätte bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen, wurde jedoch aufgrund des Hochwassers abgesagt. Die Erinnerungen an diese Naturkatastrophe sind noch frisch, und die Landeshauptfrau nutzte die Gelegenheit, um das Engagement der Feuerwehrleute hervorzuheben: „Die Freiwillige Feuerwehr hat uns im vorigen Jahr im wahrsten Sinne des Wortes gerettet. Niederösterreich ist in den Fluten gestanden, mehr als 100.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz und haben ihre Leistungsschau in ganz Niederösterreich abgehalten.“
Mikl-Leitner hob die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich und dem Landesfeuerwehrverband hervor. Diese Kooperation sei entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung von Krisen. „Die Zusammenarbeit mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und seinem Stellvertreter Martin Boyer funktioniert im wahrsten Sinne des Wortes auf Zuruf. Und so wie sich das Land auf die Feuerwehren verlassen kann, können sich unsere Feuerwehren auf das Land verlassen. Deswegen haben wir letztes Jahr noch während der Hochwasserkatastrophe notwendige Gerätschaften bestellt und nach dem Hochwasser mit der Erweiterung des Containerterminals hier in Tulln begonnen“, erklärte die Landeshauptfrau.
Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner bedankte sich bei der Landeshauptfrau für die gute Zusammenarbeit und ging in seiner Ansprache auf die Auslandseinsätze der niederösterreichischen Feuerwehren ein. In den vergangenen Jahren waren die Helfer unter anderem in Griechenland und Montenegro im Einsatz. „Derartige Einsätze helfen vor Ort, bringen uns große Reputation im Ausland ein und sind darüber hinaus für unsere Spezialisten eine gute Möglichkeit, Dinge im Einsatz zu üben und zu verbessern“, so Fahrafellner.
Die internationalen Einsätze der niederösterreichischen Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, sondern stärken auch die internationalen Beziehungen und das Ansehen Österreichs im Ausland. In Zeiten globaler Herausforderungen ist die Fähigkeit zur Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg von unschätzbarem Wert.
Die KAT25 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar die Freiwilligen Feuerwehren für Niederösterreich sind. Doch wie sieht die Zukunft aus? Experten sind sich einig, dass die Herausforderungen für die Feuerwehren in den kommenden Jahren nicht weniger werden. Der Klimawandel, mit seinen immer extremeren Wetterereignissen, stellt die Einsatzkräfte vor neue Aufgaben. Gleichzeitig wird die technische Ausrüstung immer komplexer, und die Anforderungen an die Ausbildung steigen. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, bedarf es nicht nur einer weiterhin engen Zusammenarbeit zwischen Land und Feuerwehr, sondern auch einer kontinuierlichen Investition in Ausbildung und Ausrüstung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachwuchsförderung. Die Jugendfeuerwehren spielen eine entscheidende Rolle, um junge Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern und auszubilden. Sie sind die Zukunft der Feuerwehren und tragen dazu bei, dass die Tradition des freiwilligen Engagements auch in den kommenden Generationen fortgeführt wird.
Die KAT25 war nicht nur eine Leistungsschau, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts. Sie hat gezeigt, dass die Freiwilligen Feuerwehren ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft sind und dass ihre Arbeit von großer Wertschätzung getragen wird. Die Herausforderungen der Zukunft werden nicht weniger, aber mit dem Engagement und der Unterstützung aller Beteiligten ist Niederösterreich bestens gerüstet, um auch in den kommenden Jahren ein starkes und solidarisches Land zu bleiben.