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FFG präsentiert Jahresbilanz 2025: Österreichs Forschungsförderung stärkt Innovationsstandort

19. März 2026 um 09:09
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Österreichs Forschungs- und Innovationslandschaft steht vor einem wichtigen Meilenstein: Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) lädt am 26. März 2026 zur Präsentation ihrer Jahr...

Österreichs Forschungs- und Innovationslandschaft steht vor einem wichtigen Meilenstein: Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) lädt am 26. März 2026 zur Präsentation ihrer Jahresbilanz 2025 ins Parlament. Die Zahlen und Erfolge des vergangenen Jahres versprechen interessante Einblicke in die Entwicklung des heimischen Forschungsstandorts und zeigen auf, wie strategische Förderungen die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen stärken.

Das Pressegespräch im KELSEN im Parlament markiert nicht nur den Abschluss eines erfolgreichen Förderjahrgangs, sondern auch den Auftakt für neue strategische Weichenstellungen. Mit Henrietta Egerth und Karin Tausz stehen die beiden Geschäftsführerinnen der FFG Rede und Antwort zu den Leistungen ihrer Organisation. Unterstützung erhalten sie von Rupert Ursin, CEO von qtlabs und zerothird GmbH, der als Praxisexperte für innovative Technologien fungiert.

Die FFG als Motor des österreichischen Innovationssystems

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gilt als zentrale Drehscheibe für die Forschungs- und Technologieförderung in Österreich. Als nationale Förderagentur des Bundes unterstützt sie Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen dabei, innovative Projekte zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Die FFG fungiert dabei als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und trägt maßgeblich zur Stärkung der österreichischen Innovationskraft bei.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 hat die FFG ihre Rolle kontinuierlich ausgebaut und verfügt heute über ein Portfolio von mehr als 40 verschiedenen Förderinstrumenten. Diese reichen von der Grundlagenforschung bis hin zur marktnahen Entwicklung und decken nahezu alle Technologiebereiche ab. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Life Sciences und Mobilität – Bereiche, die für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich von entscheidender Bedeutung sind.

Fördervolumen und Wirkungsmessung im Detail

Die Wirkung der FFG-Förderungen lässt sich an verschiedenen Kennzahlen ablesen. Jährlich werden mehrere hundert Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für Forschung und Entwicklung ausgeschüttet, die ein Vielfaches an privaten Investitionen mobilisieren. Dieser sogenannte Hebeleffekt sorgt dafür, dass jeder geförderte Euro zusätzliche private Investitionen in Höhe von durchschnittlich drei bis vier Euro nach sich zieht.

Besonders bemerkenswert ist die regionale Verteilung der Förderungen: Während Wien traditionell den größten Anteil erhält, haben sich in den letzten Jahren auch andere Bundesländer erfolgreich positioniert. Oberösterreich konnte seinen Anteil an den FFG-Förderungen kontinuierlich steigern, ebenso wie die Steiermark, die sich als wichtiger Automotive- und Green-Tech-Standort etabliert hat.

Schlüsseltechnologien als Wettbewerbsfaktor der Zukunft

Ein zentrales Thema der Jahresbilanz werden die sogenannten Schlüsseltechnologien sein. Diese Key Enabling Technologies (KETs) umfassen Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Nanotechnologie, Biotechnologie und fortgeschrittene Materialien. Österreich hat in mehreren dieser Bereiche bereits eine starke Position aufgebaut, die es nun zu verteidigen und auszubauen gilt.

Quantentechnologien stehen dabei besonders im Fokus, nicht zuletzt aufgrund der Expertise von Rupert Ursin, der als Gast bei der Pressekonferenz teilnehmen wird. Seine Unternehmen qtlabs und zerothird GmbH gehören zu den Pionieren in diesem Bereich und zeigen exemplarisch auf, wie aus österreichischer Grundlagenforschung marktfähige Technologien entstehen können.

Die Quantentechnologie gilt als eine der vielversprechendsten Zukunftstechnologien überhaupt. Sie verspricht revolutionäre Fortschritte in der Computertechnik, der sicheren Kommunikation und der Sensorik. Österreich hat sich in diesem Bereich international einen Namen gemacht, nicht zuletzt durch das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und durch erfolgreiche Spin-offs wie die von Rupert Ursin gegründeten Unternehmen.

Digitalisierung als Querschnittstechnologie

Neben den spezialisierten Hochtechnologien spielt die Digitalisierung als Querschnittstechnologie eine zentrale Rolle. Hier geht es nicht nur um die Entwicklung neuer digitaler Lösungen, sondern auch um die digitale Transformation bestehender Branchen. Die FFG unterstützt sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren und neue Märkte zu erschließen.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von den FFG-Programmen zur Digitalisierung. Diese Unternehmen bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, verfügen aber oft nicht über die Ressourcen für eigene Forschung und Entwicklung. Hier setzt die FFG mit maßgeschneiderten Förderprogrammen an, die es auch kleineren Betrieben ermöglichen, innovative Technologien zu entwickeln und einzusetzen.

Österreich im internationalen Innovationsvergleich

Im europäischen Vergleich nimmt Österreich bei den Innovationsindikatoren traditionell einen Spitzenplatz ein. Der European Innovation Scoreboard sieht Österreich regelmäßig unter den Innovation Leaders, gemeinsam mit Ländern wie Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Diese Position ist nicht selbstverständlich und muss kontinuierlich verteidigt werden.

Besonders im Vergleich mit Deutschland zeigt sich, dass Österreich bei der Forschungsintensität – dem Verhältnis von Forschungsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt – sehr gut abschneidet. Mit einer F&E-Quote von über 3 Prozent liegt Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt und kann sich mit den innovativsten Ländern der Welt messen.

Die Schweiz als direkter Nachbar und wichtiger Innovationspartner zeigt allerdings, dass noch Potenzial nach oben besteht. Die Schweiz investiert noch mehr in Forschung und Entwicklung und erzielt bei verschiedenen Innovationsindikatoren Spitzenwerte. Hier kann Österreich von den Erfahrungen des Nachbarlandes lernen und bewährte Praktiken adaptieren.

Herausforderungen und Chancen im Detail

Die kommende Jahresbilanz wird voraussichtlich auch die Herausforderungen thematisieren, denen sich der österreichische Innovationsstandort stellen muss. Dazu gehört der internationale Wettbewerb um die besten Talente, der Fachkräftemangel in technischen Bereichen und die Notwendigkeit, noch stärker in zukunftsweisende Technologien zu investieren.

Gleichzeitig bieten sich neue Chancen durch die europäischen Forschungsprogramme, insbesondere durch Horizon Europe, das mit einem Budget von fast 100 Milliarden Euro das größte Forschungs- und Innovationsprogramm der Welt darstellt. Österreichische Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind hier traditionell sehr erfolgreich und können überdurchschnittlich viele Fördergelder akquirieren.

Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft

Die Förderaktivitäten der FFG haben konkrete Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft. Geförderte Unternehmen schaffen neue Arbeitsplätze, entwickeln innovative Produkte und Dienstleistungen und tragen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Ein Beispiel dafür sind die zahlreichen Green-Tech-Projekte, die zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

Für österreichische Bürgerinnen und Bürger bedeutet eine starke Forschungsförderung letztendlich mehr Wohlstand und Lebensqualität. Innovative Unternehmen zahlen höhere Löhne, schaffen attraktive Arbeitsplätze und entwickeln Produkte, die das tägliche Leben verbessern. Von medizinischen Innovationen über umweltfreundliche Technologien bis hin zu digitalen Lösungen profitiert die gesamte Gesellschaft von der Forschungsförderung.

Konkret zeigt sich dies etwa in der Medizintechnik, wo österreichische Unternehmen Weltmarktführer in verschiedenen Nischen sind. Oder in der Umwelttechnik, wo österreichische Lösungen zur Wasseraufbereitung oder Abfallverwertung international gefragt sind. Diese Erfolge basieren oft auf jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die durch die FFG unterstützt wurde.

Regionale Entwicklung und Cluster-Bildung

Ein besonderer Fokus liegt auf der regionalen Entwicklung und der Bildung von Innovations-Clustern. Die FFG unterstützt gezielt die Entstehung von regionalen Kompetenzzentren, in denen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen eng zusammenarbeiten. Diese Cluster tragen zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstrukturen bei und helfen dabei, ländliche Gebiete als attraktive Standorte für innovative Unternehmen zu etablieren.

Beispiele für erfolgreiche Cluster finden sich in verschiedenen Bundesländern: In Oberösterreich hat sich ein starker Automotive-Cluster entwickelt, in der Steiermark konzentrieren sich Green-Tech-Unternehmen, und in Tirol entstehen innovative Lösungen im Bereich Winter- und Bergsport-Technologien. Diese regionalen Stärken werden durch gezielte FFG-Programme gefördert und weiterentwickelt.

Zukunftsperspektiven und strategische Ausrichtung

Die strategische Ausrichtung der FFG für die kommenden Jahre wird ein wichtiger Teil der Jahresbilanz sein. Dabei stehen mehrere Megatrends im Fokus: die Digitalisierung aller Lebensbereiche, der Kampf gegen den Klimawandel, die demografische Entwicklung und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.

Besonders die Künstliche Intelligenz wird als Schlüsseltechnologie der Zukunft betrachtet. Österreich hat hier bereits wichtige Grundlagen gelegt und verfügt über exzellente Forschungseinrichtungen. Nun gilt es, diese wissenschaftlichen Erfolge in kommerzielle Anwendungen zu überführen und österreichische Unternehmen bei der AI-Transformation zu unterstützen.

Auch die Biotechnologie verspricht große Entwicklungsmöglichkeiten. Von personalisierten Medikamenten über nachhaltige Produktionsverfahren bis hin zu umweltfreundlichen Materialien – die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Österreich hat in diesem Bereich starke Forschungskapazitäten aufgebaut, die nun verstärkt für die wirtschaftliche Verwertung genutzt werden sollen.

Die Energiewende stellt ebenfalls einen wichtigen Schwerpunkt dar. Österreich will bis 2040 klimaneutral werden, und innovative Technologien werden dabei eine Schlüsselrolle spielen. Von verbesserter Energieeffizienz über neue Speichertechnologien bis hin zu revolutionären Verfahren der Energiegewinnung – hier sind österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen gefordert, Lösungen zu entwickeln.

Das Pressegesprächr im politischen Kontext

Die Wahl des Parlaments als Veranstaltungsort unterstreicht die politische Bedeutung der Forschungsförderung. Forschung und Innovation sind zentrale Politikfelder geworden, die maßgeblich über die Zukunftsfähigkeit des Landes entscheiden. Die Jahresbilanz der FFG ist daher nicht nur ein Rechenschaftsbericht, sondern auch ein wichtiger Input für politische Entscheidungen.

Die Anwesenheit hochrangiger Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigt die enge Verzahnung zwischen diesen Bereichen. Rupert Ursin als Vertreter der Quantentechnologie-Branche bringt die praktische Perspektive ein und kann aufzeigen, wie aus Fördergeldern konkrete Innovationen entstehen.

Für Medienvertreter bietet das Pressegespräch die Gelegenheit, direkt mit den Entscheidungsträgern zu sprechen und aktuelle Entwicklungen zu hinterfragen. Die Anmeldung erfolgt über [email protected], und für den Zutritt ins Parlament ist ein Lichtbildausweis erforderlich.

Die Jahresbilanz 2025 der FFG wird wichtige Weichenstellungen für die Zukunft des österreichischen Forschungsstandorts aufzeigen. Mit ihrer Mischung aus bewährten Förderinstrumenten und innovativen Ansätzen trägt die FFG maßgeblich dazu bei, dass Österreich im internationalen Innovationswettbewerb bestehen kann. Die Ergebnisse des Pressegesprächs werden zeigen, wie erfolgreich diese Strategie ist und welche Herausforderungen noch zu meistern sind.

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