Der Weltspartag steht vor der Tür, und während viele Österreicher ihre Sparbücher polieren, zeigt das jüngste Santander-Finanzbarometer alarmierende Wissenslücken in der Bevölkerung auf. Die Umfrage, die von der Santander Consumer Bank GmbH durchgeführt wurde, legt offen, dass das Wissen über altern
Der Weltspartag steht vor der Tür, und während viele Österreicher ihre Sparbücher polieren, zeigt das jüngste Santander-Finanzbarometer alarmierende Wissenslücken in der Bevölkerung auf. Die Umfrage, die von der Santander Consumer Bank GmbH durchgeführt wurde, legt offen, dass das Wissen über alternative Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder ETFs erschreckend gering ist.
Die repräsentative Umfrage, die zwischen dem 2. und 5. Oktober 2025 durchgeführt wurde, befragte 1000 Personen in Österreich. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Über 60 Prozent der Befragten wissen „weniger gut“ oder „gar nicht“, wie Anleihen funktionieren. Bei Aktien ist die Lage kaum besser, und ETFs, die als indexgebundene Fonds eine wichtige Rolle in der modernen Geldanlage spielen, sind für fast 70 Prozent der Befragten ein Buch mit sieben Siegeln.
Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Unternehmen oder Regierungen ausgegeben werden, um Kapital zu beschaffen. Sie funktionieren ähnlich wie ein Darlehen: Der Anleger leiht dem Emittenten Geld und erhält dafür regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nennwerts am Ende der Laufzeit. ETFs, oder Exchange Traded Funds, sind Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, in einen Korb von Aktien oder anderen Vermögenswerten zu investieren, oft zu geringeren Kosten als traditionelle Investmentfonds.
Die Umfrageergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im Finanzwissen je nach Bildungsabschluss. Während etwa die Hälfte der Befragten mit Matura angibt, gute Kenntnisse über Anleihen zu haben, sind es bei Aktien knapp 60 Prozent. Dies wirft die Frage auf, warum das Bildungssystem in Österreich nicht in der Lage ist, ein grundlegendes Verständnis für Finanzprodukte zu vermitteln.
Ein fiktiver Finanzexperte kommentiert: „Das Fehlen von Finanzbildung in Schulen ist ein großes Versäumnis. Junge Menschen treten ins Berufsleben ein, ohne die notwendigen Werkzeuge zu haben, um fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen.“
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schneidet Österreich in Sachen Finanzbildung nicht gut ab. Länder wie Deutschland und die Niederlande integrieren Finanzbildung stärker in ihre Schulsysteme, was sich in einem besseren Verständnis der Bevölkerung für komplexe Finanzprodukte widerspiegelt.
Olaf Peter Poenisch, CEO von Santander Österreich, betont die Verantwortung der Banken: „Bei der Finanzbildung ist in Österreich viel Luft nach oben. Idealerweise wirken bei der Vermittlung von Finanzwissen Elternhaus, Schulen und Banken zusammen.“
Doch nicht nur die Banken sind gefragt. Zwei Drittel der Befragten stimmen zu, dass es in Österreich zu wenig Finanzbildung in den Schulen gibt. Fast 30 Prozent der Erwachsenen wären an Bildungsangeboten interessiert, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar fast 50 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Befragten vertraut bei Geldanlagen auf die Beratung in der Bank. Freunde, Familie oder Bekannte folgen mit 30 Prozent, während ein Viertel auf private Vermögensberater setzt. Werbung und Influencer spielen hingegen kaum eine Rolle.
Ein weiterer fiktiver Experte fügt hinzu: „Das Vertrauen in Banken ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind Banken wichtige Informationsquellen, andererseits müssen sie sicherstellen, dass die Informationen verständlich und umfassend sind.“
Die Ergebnisse des Finanzbarometers werfen die Frage auf, wie Österreich das Problem der Finanzbildung angehen wird. Eine stärkere Integration von Finanzthemen in den Schulunterricht könnte ein erster Schritt sein. Darüber hinaus könnten Banken und Finanzinstitute verstärkt Bildungsangebote für Erwachsene entwickeln.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Österreich in der Lage ist, die Wissenslücke zu schließen und seine Bürger besser auf die Herausforderungen der modernen Finanzwelt vorzubereiten. Die Verantwortung liegt bei allen Beteiligten – von der Politik über die Wirtschaft bis hin zur Gesellschaft.
Das vollständige Finanzbarometer und weitere Informationen finden Sie auf der Website der Santander Consumer Bank GmbH.