Die europäische Energiekrise erreicht eine neue Dimension der politischen Kontroverse. Während die USA erste vorsichtige Schritte zur Lockerung ihrer Sanktionspolitik gegenüber russischen Energieträgern signalisieren, kritisiert die freiheitliche EU-Abgeordnete Petra Steger das heutige Treffen des Rates der Europäischen Union.
Die europäische Energiekrise ist Gegenstand scharfer Kritik von Petra Steger. Sie bemängelte beim heutigen Treffen des Rates der Europäischen Union, dass die EU erneut keine Maßnahmen beschlossen habe, um die Energieversorgung Europas zu stabilisieren und die Preise für Bürger und Unternehmen zu senken.
Steger monierte, dass während die Vereinigten Staaten bereits erste Schritte zur Lockerung der Sanktionen gegen russische Energie setzten, die EU nichts unternommen habe, um die Energiepreise in Europa wieder in den Griff zu bekommen.
Steger zog einen Vergleich zur US-Politik und forderte, die EU solle nachziehen, wenn die USA ihre Sanktionspolitik überdenkten.
Nach Ansicht Steger leide die Bevölkerung unter stark gestiegenen Strom- und Heizkosten, und die Industrie verliere an Wettbewerbsfähigkeit. Sie kritisierte, dass der Ministerrat ihrer Meinung nach über wohlklingende Erklärungen hinaus nichts erreicht habe.
Steger äußerte sich besonders besorgt über die eingeschränkte Versorgung über die zentrale Druschba-Pipeline. Ihrer Darstellung zufolge gingen notwendige Reparaturen an dieser Infrastruktur in der Ukraine nur schleppend voran, was die Versorgungssicherheit gefährde.
Sie forderte politischen Druck und klare Worte gegenüber Kiew, da eine Verschleppung der Reparaturarbeiten an der Druschba-Pipeline nach ihrer Auffassung die Versorgungssicherheit Europas unmittelbar gefährde und die Energiekrise verschärfe.
Steger forderte einen klaren Kurswechsel der EU. Sie sprach sich dafür aus, russisches Öl und Gas wieder vollständig auf den europäischen Markt zu lassen, wenn die USA beginnen, ihre Sanktionspolitik zu überdenken. Abschließend betonte sie, dass eine sichere und leistbare Energieversorgung oberste Priorität haben müsse und forderte eine "Energiepolitik der Vernunft statt geopolitischer Symbolpolitik".