Am 16. Dezember 2025 verkündete der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider eine bedeutende Errungenschaft für die österreichische Wirtschaft. In einer Zeit, in der Bürokratie oft als Hindernis für den wirtschaftlichen Fortschritt gesehen wird, hat die FPÖ nach eigenen Angaben eine droh
Am 16. Dezember 2025 verkündete der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider eine bedeutende Errungenschaft für die österreichische Wirtschaft. In einer Zeit, in der Bürokratie oft als Hindernis für den wirtschaftlichen Fortschritt gesehen wird, hat die FPÖ nach eigenen Angaben eine drohende Bürokratielawine im Rahmen des EU-Lieferkettengesetzes abgewendet. Diese Entwicklung könnte für Österreichs Unternehmen, insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), erhebliche Erleichterungen bedeuten.
Das EU-Lieferkettengesetz wurde ins Leben gerufen, um die Verantwortung von Unternehmen für ihre gesamten Lieferketten zu stärken. Ursprünglich sollten alle Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 50 Millionen Euro umfangreiche Berichtspflichten erfüllen. Diese Regelung hätte viele Unternehmen in Österreich stark belastet.
Das Lieferkettengesetz ist ein rechtlicher Rahmen, der Unternehmen dazu verpflichtet, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette zu gewährleisten. Dies umfasst alle Schritte von der Rohstoffgewinnung bis zum Endprodukt. Die Einführung solcher Gesetze verfolgt das Ziel, globale Standards zu verbessern und Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen.
Die Diskussion um das Lieferkettengesetz begann in den frühen 2020er Jahren, als Berichte über Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten zugenommen hatten. Viele europäische Länder, darunter Deutschland und die Schweiz, begannen, eigene nationale Gesetze zu entwickeln. Die EU entschied sich schließlich für einen einheitlichen Ansatz, um Wettbewerbsnachteile innerhalb des Binnenmarktes zu vermeiden.
Österreichs Wirtschaft ist stark von KMUs geprägt, die über 99% aller Unternehmen im Land ausmachen. Im Vergleich dazu sind in Deutschland und der Schweiz die großen Industrieunternehmen dominanter. Während Deutschland bereits ein nationales Lieferkettengesetz eingeführt hat, das Unternehmen ab 3.000 Mitarbeitern betrifft, war die österreichische Wirtschaft besorgt über die Belastungen, die das EU-Gesetz mit sich bringen könnte.
Die FPÖ hat in den Verhandlungen auf EU-Ebene eine wesentliche Rolle gespielt. Durch ihre Bemühungen wurde die Schwelle für die Berichtspflichten auf Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 450 Millionen Euro angehoben. Diese Änderung schützt viele österreichische KMUs vor zusätzlichen bürokratischen Hürden.
Für die österreichischen Bürger bedeutet die Abschwächung des Lieferkettengesetzes, dass viele heimische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit bewahren können. KMUs sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft und ein wesentlicher Arbeitgeber. Eine übermäßige bürokratische Belastung hätte zu höheren Kosten, Preiserhöhungen und möglicherweise Arbeitsplatzverlusten geführt.
Statistiken zeigen, dass in Österreich etwa 99,6% der Unternehmen als KMUs klassifiziert sind. Diese Unternehmen beschäftigen rund zwei Drittel der gesamten Arbeitskräfte des Landes. Die ursprüngliche Fassung des EU-Lieferkettengesetzes hätte über 1.500 Unternehmen betroffen, während die neue Regelung diese Zahl auf etwa 400 reduziert.
Die FPÖ betont, dass das Lieferkettengesetz bis 2029 vollständig abgeschafft werden sollte. Bis dahin will die Partei daran arbeiten, die verbleibenden Vorschriften weiter zu entschärfen. Die Zukunft der österreichischen Wirtschaft hängt stark von der Fähigkeit ab, flexibel und innovativ auf globale Herausforderungen zu reagieren. Weniger Bürokratie könnte den Unternehmen mehr Raum für Wachstum und Innovation geben.
Die Anpassungen am EU-Lieferkettengesetz durch die FPÖ könnten sich als wichtiger Schritt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer KMUs erweisen. Während die Diskussionen über die Notwendigkeit und die Auswirkungen solcher Gesetze weitergehen, bleibt die Frage offen, wie Europa den Spagat zwischen globaler Verantwortung und wirtschaftlicher Freiheit meistern kann. Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte unsere Wirtschaftsseite.