Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und mit ihm die Tradition des Silvesterfeuerwerks. Doch während viele Menschen die bunten Lichter am Himmel genießen, warnen Experten vor den Gefahren, die mit der Verwendung von Böllern und Feuerwerkskörpern verbunden sind. Am 17. Dezember 2025 haben die Umwelts
Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und mit ihm die Tradition des Silvesterfeuerwerks. Doch während viele Menschen die bunten Lichter am Himmel genießen, warnen Experten vor den Gefahren, die mit der Verwendung von Böllern und Feuerwerkskörpern verbunden sind. Am 17. Dezember 2025 haben die Umweltschutzorganisation Greenpeace, das Österreichische Rote Kreuz und der Österreichische Bundesfeuerwehrverband eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten, um auf die Risiken hinzuweisen, die mit dem Gebrauch von Feuerwerk verbunden sind.
Feuerwerk und Böller sind seit Jahrhunderten Teil der Silvestertradition. Doch die Risiken, die von ihnen ausgehen, sind erheblich. Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner betont, dass die Städte und Gemeinden in Österreich jedes Jahr an Silvester unter Lärm und Rauch leiden. Diese Belastungen betreffen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und die Umwelt. Besonders problematisch sind illegale Böller, deren Sprengkraft oft weit über das hinausgeht, was privat verwendet werden darf. Gerry Foitik vom Österreichischen Roten Kreuz berichtet von den schweren Verletzungen, die jedes Jahr behandelt werden müssen. Dazu gehören Hand- und Augenverletzungen sowie Hörschäden.
Das Feuerwerk hat eine lange Geschichte, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht, als es in China erfunden wurde. Ursprünglich als Mittel zur Abwehr von Geistern gedacht, hat sich das Feuerwerk im Laufe der Jahrhunderte zu einer weltweiten Tradition entwickelt. In Europa fand das Feuerwerk im 14. Jahrhundert Verbreitung und wurde bald zu einem festen Bestandteil von Feierlichkeiten. In Österreich ist das Silvesterfeuerwerk besonders beliebt, doch die damit verbundenen Gefahren sind ebenfalls gestiegen.
Während in Österreich das Feuerwerk zum Jahreswechsel weit verbreitet ist, haben andere Länder unterschiedliche Ansätze gewählt. In Deutschland gibt es strenge Vorschriften für den Verkauf und die Verwendung von Feuerwerkskörpern, und in einigen Städten sind sie sogar komplett verboten. In der Schweiz sind Feuerwerke in der Nähe von Krankenhäusern und Altersheimen untersagt. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Zahl der Unfälle und die Umweltbelastung zu reduzieren.
Die Auswirkungen von Feuerwerk sind vielfältig. Neben den offensichtlichen Gefahren von Verletzungen und Bränden gibt es auch langfristige gesundheitliche Auswirkungen. Der Rauch von Feuerwerkskörpern enthält Feinstaub, der die Luftqualität erheblich verschlechtert. Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis sind besonders betroffen. Außerdem geraten Haustiere und Wildtiere durch die lauten Explosionen in Panik, was zu Verletzungen oder sogar zum Tod führen kann.
Statistiken zeigen, dass die Zahl der Feuerwerksunfälle in den letzten Jahren zugenommen hat. Laut einer Studie des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gibt es in der Silvesternacht durchschnittlich 20% mehr Einsätze als an normalen Tagen. Die Kosten für die Behandlung von Verletzungen und die Beseitigung von Brandschäden belaufen sich auf mehrere Millionen Euro pro Jahr.
Um die Risiken zu minimieren, schlagen die drei Organisationen vor, auf Feuerwerk zu verzichten und stattdessen leisere Alternativen wie Licht- oder Lasershows zu nutzen. Diese bieten ein ebenso beeindruckendes Erlebnis, ohne die damit verbundenen Gefahren. Die Einführung strengerer Vorschriften und Aufklärungskampagnen könnte ebenfalls dazu beitragen, die Zahl der Unfälle zu reduzieren und die Umweltbelastung zu verringern.
Die Warnungen von Greenpeace, dem Roten Kreuz und dem Bundesfeuerwehrverband sind ernst zu nehmen. Die Risiken, die von Feuerwerkskörpern ausgehen, sind erheblich und betreffen uns alle. Eine bewusste Entscheidung für sicherere Alternativen könnte nicht nur Verletzungen verhindern, sondern auch die Umwelt schonen. Wie werden Sie dieses Jahr den Jahreswechsel feiern?
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der beteiligten Organisationen. Das Greenpeace-Factsheet zu Feuerwerk finden Sie unter: Greenpeace Factsheet. Bildmaterial steht unter Verwendung der angegebenen Credits kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung: Bildmaterial.