Am 30. Januar 2026 wurde in St. Pölten ein innovatives Projekt vorgestellt, das die Ernährungskompetenz von Kindern in Niederösterreich stärken soll. Die Aktion „Gemüsepyramide“, initiiert von der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“, zielt darauf ab, schon bei den Jüngsten ein Bewuss
Am 30. Januar 2026 wurde in St. Pölten ein innovatives Projekt vorgestellt, das die Ernährungskompetenz von Kindern in Niederösterreich stärken soll. Die Aktion „Gemüsepyramide“, initiiert von der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“, zielt darauf ab, schon bei den Jüngsten ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und regionale Lebensmittel zu schaffen. Diese Initiative ist nicht nur ein wichtiger Schritt zur Förderung der Gesundheit, sondern auch ein Beitrag zur Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft.
Die Gemüsepyramide ist ein pädagogisches Konzept, das Kindern spielerisch den Wert von Gemüse näherbringt. Die Idee ist einfach: Auf einem Quadratmeter Gartenfläche wird eine Pyramide gebaut, die Platz für den Anbau von verschiedenen Gemüsesorten bietet. Kinder lernen dabei, wie man Pflanzen pflegt und erntet, und verstehen, woher ihre Lebensmittel kommen. Diese Erfahrung ist nicht nur lehrreich, sondern auch ein wertvolles Gemeinschaftserlebnis.
Die Idee, Kinder frühzeitig an gesunde Ernährung heranzuführen, ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren gab es in Österreich erste Programme zur Ernährungserziehung in Schulen. Diese Programme zielten darauf ab, das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schärfen und den Konsum von frischem Obst und Gemüse zu fördern. Seitdem hat sich viel getan. Heute wissen wir dank wissenschaftlicher Studien, dass eine ausgewogene Ernährung entscheidend für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern ist.
Während in Österreich Projekte wie die Gemüsepyramide eine lange Tradition haben, gibt es ähnliche Initiativen auch in Deutschland und der Schweiz. In Deutschland beispielsweise fördert das Projekt „GemüseAckerdemie“ den Anbau von Gemüse in Schulen. In der Schweiz gibt es das Programm „Schule auf dem Bauernhof“, das Kindern die Landwirtschaft näherbringt. Diese Projekte zeigen, dass das Interesse an gesunder Ernährung und der Wertschätzung von Lebensmitteln in vielen Ländern wächst.
Die Gemüsepyramide hat konkrete Auswirkungen auf die teilnehmenden Kinder und ihre Familien. Durch den Anbau von eigenem Gemüse lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen und Geduld zu entwickeln. Sie erleben die Natur mit allen Sinnen und entwickeln ein Verständnis für den Kreislauf der Natur. Ein Beispiel: Eine Familie in St. Pölten berichtet, dass ihr Kind seit der Teilnahme an der Gemüsepyramide regelmäßig Gemüse isst und sogar beim Kochen hilft. Solche Erfahrungen können das Ernährungsverhalten nachhaltig positiv beeinflussen.
Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist der tägliche Verzehr von drei Portionen Gemüse ideal für Kinder. Eine Portion entspricht etwa 90 Gramm gegartem Gemüse. In Niederösterreich werden jährlich rund 5.500 Starterpakete für die Gemüsepyramide versendet. Diese Pakete enthalten Bio-Saatgut für Karotten, Kopfsalat, Zitronenmelisse und Schnittlauch sowie eine Bauanleitung für die Pyramide.
Die Gemüsepyramide hat das Potenzial, sich zu einem festen Bestandteil der Ernährungserziehung in Niederösterreich zu entwickeln. Langfristig könnte das Projekt auf andere Bundesländer ausgeweitet werden. Experten sehen in der Gemüsepyramide eine Möglichkeit, die Ernährungskompetenz der Bevölkerung zu stärken und die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln zu erhöhen. Die Unterstützung durch Programme wie „Natur im Garten“ und „Wir für Bienen“ zeigt, dass das Projekt auch ökologische Ziele verfolgt.
Die Aktion „Gemüsepyramide“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie spielerisches Lernen und praktische Erfahrungen die Ernährungskompetenz von Kindern fördern können. Sie trägt dazu bei, ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und regionale Lebensmittel zu schaffen. Interessierte können sich bis zum 22. Februar 2026 anmelden und ein kostenloses Starterpaket erhalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von „So schmeckt Niederösterreich“.