Am 9. Januar 2026 vollzog sich bei DORFTV, dem Linzer Community-Sender, ein bedeutender Führungswechsel. Nach 15 Jahren an der Spitze verabschiedete sich Gabriele Kepplinger in den Ruhestand und übergab die Leitung an Kathrina Becker. Diese Veränderung markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern
Am 9. Januar 2026 vollzog sich bei DORFTV, dem Linzer Community-Sender, ein bedeutender Führungswechsel. Nach 15 Jahren an der Spitze verabschiedete sich Gabriele Kepplinger in den Ruhestand und übergab die Leitung an Kathrina Becker. Diese Veränderung markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn einer neuen Phase für den nichtkommerziellen Rundfunk in Österreich.
DORFTV hat sich seit seiner Gründung als unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Medienlandschaft etabliert. Der Sender verfolgt das Prinzip des offenen Zugangs, was bedeutet, dass jeder Bürger die Möglichkeit hat, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten. Diese Philosophie unterscheidet DORFTV von kommerziellen Medien, die oft von Werbeeinnahmen abhängig sind.
Der nichtkommerzielle Rundfunk in Österreich hat eine lange Geschichte, die bis in die 1970er Jahre zurückreicht. Damals entstanden die ersten freien Radiosender, die sich als Alternative zu den etablierten Medien positionierten. DORFTV, gegründet im Jahr 2010, setzte diese Tradition im Bereich des Fernsehens fort. In den letzten 15 Jahren hat sich der Sender zu einem wichtigen Sprachrohr für lokale und kulturelle Themen entwickelt.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo nichtkommerzielle Sender ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, ist die Landschaft in Österreich einzigartig. Während in Deutschland der öffentlich-rechtliche Rundfunk stark dominiert, bieten die freien Sender in der Schweiz eine Plattform für Minderheiten und spezielle Interessengruppen. DORFTV hingegen hat sich als integraler Bestandteil der oberösterreichischen Medienlandschaft etabliert und genießt breite Unterstützung aus der Bevölkerung.
Die Arbeit von DORFTV hat direkte Auswirkungen auf die Bürger. Durch die Möglichkeit, selbst Inhalte zu erstellen, wird die Medienkompetenz der Bevölkerung gestärkt. Ein Beispiel dafür ist das Projekt 'Jugend im Fokus', bei dem junge Menschen lernen, wie sie ihre eigenen Sendungen produzieren können. Solche Initiativen fördern nicht nur die Kreativität, sondern auch das Verständnis für Medienprozesse.
Statistiken zeigen, dass DORFTV jährlich über 500 Stunden an Inhalten produziert, die von mehr als 50.000 Zuschauern gesehen werden. Die Themen reichen von lokalen Nachrichten über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu sozialen Projekten. Diese Vielfalt spiegelt das breite Interesse der Bevölkerung wider und zeigt, dass der Sender eine wichtige Rolle in der Region spielt.
Unter der Leitung von Kathrina Becker steht DORFTV vor neuen Herausforderungen. In einer Zeit, in der digitale Plattformen wie YouTube und TikTok die Mediennutzung dominieren, muss sich der Sender neu positionieren. Becker sieht in der zunehmenden Vertrauenskrise gegenüber großen Medienhäusern eine Chance für den nichtkommerziellen Sektor. Durch den Fokus auf Partizipation und Diversität soll DORFTV weiterhin als vertrauenswürdige Informationsquelle dienen und die zivilgesellschaftliche Beteiligung stärken.
Der Generationenwechsel bei DORFTV markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Senders. Mit Kathrina Becker an der Spitze wird DORFTV seine Rolle als Plattform für gesellschaftlichen Dialog und kulturelle Vielfalt weiter ausbauen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie der Sender auf die Herausforderungen der digitalen Medienlandschaft reagiert und welche neuen Impulse er setzen kann. Für weitere Informationen über die Arbeit von DORFTV und die aktuellen Entwicklungen im nichtkommerziellen Rundfunk besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung.