Am 14. Januar 2026 kündigte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) eine kritische Stellungnahme an, die sich mit dem bevorstehenden Verkauf zentraler Geschäftstätigkeiten von ams-Osram an Infineon befasst. Die Gewerkschaft GPA fordert dabei sofortige Klarheit und verbindliche Zusagen für die 1.
Am 14. Januar 2026 kündigte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) eine kritische Stellungnahme an, die sich mit dem bevorstehenden Verkauf zentraler Geschäftstätigkeiten von ams-Osram an Infineon befasst. Die Gewerkschaft GPA fordert dabei sofortige Klarheit und verbindliche Zusagen für die 1.300 Beschäftigten am Standort Premstätten. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Beschäftigungsgarantien und Standortsicherungen in Österreich, insbesondere in der sensiblen Halbleiter- und Sensorikbranche.
Der geplante Verkauf von ams-Osram an Infineon hat in Österreich für Aufsehen gesorgt. Die GPA, unter der Führung von Barbara Teiber, setzt sich vehement für eine schriftliche Beschäftigungs- und Standortgarantie ein, um die Arbeitsplätze in Premstätten zu sichern. Ein solcher Schritt ist notwendig, um die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu gewährleisten und einer möglichen Aushöhlung des heimischen Produktionsstandorts entgegenzuwirken.
Die Halbleiterindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. In den 1960er Jahren begann die Massenproduktion von Halbleitern, die als Grundlage für die moderne Elektronik dienten. Österreich hat sich in diesem Bereich durch gezielte Investitionen und Förderungen, wie jene aus dem EU Chips Act, einen Namen gemacht. Diese Förderungen sollen sicherstellen, dass Produktionsstätten wie jene in Premstätten nicht nur erhalten bleiben, sondern auch expandieren können.
Betrachtet man die Situation in anderen Ländern wie Deutschland oder der Schweiz, so zeigt sich, dass Beschäftigungsgarantien und Standortzusicherungen dort oft strenger durchgesetzt werden. In Deutschland etwa gibt es gesetzliche Rahmenbedingungen, die den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Unternehmensübernahmen sichern sollen. Die Schweiz hingegen legt großen Wert auf die technologische Souveränität und den Erhalt von Know-how im Land.
Für die 1.300 Beschäftigten in Premstätten bedeutet der Verkauf eine Phase der Unsicherheit. Viele fragen sich, ob ihre Arbeitsplätze langfristig gesichert sind. Ein Beispiel ist der Techniker Klaus M., der seit über 15 Jahren bei ams-Osram arbeitet. Er befürchtet, dass der Verkauf zu betrieblichen Veränderungen führen könnte, die seine Beschäftigung gefährden. Solche Unsicherheiten können sich negativ auf die Motivation und Produktivität der Belegschaft auswirken.
Laut aktuellen Berichten beschäftigt ams-Osram rund 1.300 Mitarbeiter in Premstätten. Die öffentliche Hand hat den Standort mit erheblichen Mitteln unterstützt, um die Wertschöpfung in der Region zu fördern. Eine Studie der Wirtschaftskammer Österreich zeigt, dass der Halbleitersektor einen signifikanten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt leistet und als Schlüsselindustrie für die Zukunft gilt.
Die Zukunft des Standorts Premstätten hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, die technologische Souveränität zu bewahren und die Wertschöpfungskette in Österreich zu halten. Experten prognostizieren, dass die Nachfrage nach Halbleitern in den nächsten Jahren weiter steigen wird, was Chancen für Wachstum und Innovation bietet. Daher ist es entscheidend, dass die österreichische Regierung gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA und dem Betriebsrat von ams-Osram an einer nachhaltigen Lösung arbeitet.
Die Forderungen der GPA nach klaren Zusagen und Garantien sind ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der Beschäftigten und des Standorts Premstätten zu sichern. Die österreichische Regierung ist aufgefordert, gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen und der Gewerkschaft eine Lösung zu finden, die sowohl die wirtschaftlichen Interessen als auch die sozialen Belange berücksichtigt. Wie wird sich die Situation weiterentwickeln? Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.