Am 23. Januar 2026 hat Greenpeace eine alarmierende Entdeckung im Burgenland gemacht: An mehreren Stellen in den Gemeinden Oberwart, Rechnitz und Neumarkt im Tauchental wurden hohe Asbestkonzentrationen festgestellt. Diese Enthüllung könnte weitreichende Konsequenzen für die Region und deren Bewohne
Am 23. Januar 2026 hat Greenpeace eine alarmierende Entdeckung im Burgenland gemacht: An mehreren Stellen in den Gemeinden Oberwart, Rechnitz und Neumarkt im Tauchental wurden hohe Asbestkonzentrationen festgestellt. Diese Enthüllung könnte weitreichende Konsequenzen für die Region und deren Bewohner haben.
Greenpeace hat an neun verschiedenen Orten im Burgenland Proben entnommen, die im Labor untersucht wurden. Die Ergebnisse sind erschreckend: Einige Proben enthalten mehr als 50 Prozent Asbest, obwohl bereits ein Anteil von 0,1 Prozent als gefährlich gilt. Besonders betroffen sind stark genutzte Flächen wie der Skatepark in Rechnitz und die Krankenhausbaustelle in Oberwart.
Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das wegen seiner Widerstandsfähigkeit und Hitzebeständigkeit häufig in Bau- und Isoliermaterialien verwendet wurde. In Österreich ist die Verwendung von Asbest seit 1990 verboten, da es als krebserregend gilt. Dennoch zeigen die aktuellen Funde, dass Asbest nach wie vor eine Bedrohung darstellt.
Asbest wurde im 20. Jahrhundert weltweit in der Bauindustrie verwendet, bevor seine gesundheitsschädlichen Auswirkungen bekannt wurden. In Österreich wurde die Verwendung 1990 verboten, doch die Altlasten bleiben ein Problem. Im Vergleich dazu haben auch Deutschland und die Schweiz strenge Regelungen zur Asbestentsorgung eingeführt, um die Bevölkerung zu schützen.
Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt, dass das Burgenland nicht das einzige Gebiet mit Asbestproblemen ist. Auch in Kärnten und der Steiermark wurden in der Vergangenheit ähnliche Belastungen festgestellt, was die Notwendigkeit eines nationalen Ansatzes zur Lösung des Problems unterstreicht.
Die Entdeckung von Asbest im Burgenland hat unmittelbare Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Besonders gefährdet sind Kinder, die in den betroffenen Gebieten spielen, sowie Arbeiter auf den Baustellen. Asbestfasern können durch Abrieb oder Bauarbeiten in die Luft gelangen und beim Einatmen schwere Krankheiten verursachen. Zu den möglichen Erkrankungen gehören Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliom, die oft erst Jahrzehnte nach der Exposition auftreten.
Greenpeace fordert die sofortige Sperrung der betroffenen Flächen, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Die Behörden stehen in der Verantwortung, schnell zu handeln und weitere Untersuchungen durchzuführen.
Die von Greenpeace entnommenen Proben zeigen, dass die Asbestkonzentration an einigen Stellen über 50 Prozent beträgt. Diese Werte sind alarmierend, da sie weit über dem Grenzwert für gefährlichen Abfall liegen. In den letzten Jahren wurden in Österreich mehrere Asbestfälle bekannt, doch die aktuelle Situation im Burgenland ist besonders gravierend.
Ein Bericht aus dem Jahr 2008 zeigte bereits, dass ein Steinbruch im Burgenland asbestbelasteten Streusplitt zurückrufen musste. Trotz dieser Warnungen wurden die Abbauaktivitäten fortgesetzt, was die aktuelle Krise verschärft hat.
Die Entdeckung von Asbest im Burgenland erfordert dringende Maßnahmen seitens der Behörden. Neben der sofortigen Sperrung der gefährdeten Gebiete muss eine umfassende Untersuchung durchgeführt werden, um das Ausmaß der Belastung zu ermitteln. Langfristig ist die Entwicklung eines nationalen Plans zur Asbestsanierung notwendig, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
Greenpeace schlägt vor, dass besonders kritische Orte wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser vorrangig untersucht werden. Zudem sollte die Bevölkerung über die Gefahren von Asbest und die notwendigen Schutzmaßnahmen informiert werden.
Die aktuelle Asbestkrise im Burgenland ist ein Weckruf für Österreich. Es bedarf eines koordinierten Ansatzes, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und zukünftige Risiken zu minimieren. Die Behörden müssen schnell handeln, um die betroffenen Gebiete zu sichern und weitere Untersuchungen durchzuführen. Nur durch entschlossenes Handeln kann die Gefahr durch Asbest nachhaltig gebannt werden.
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