In einer alarmierenden Pressemitteilung vom 8. Februar 2026 hat Greenpeace Österreich auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, die Asbestbelastung im Burgenland zu bekämpfen. Die Umweltschutzorganisation fordert die Landesregierung und die Gemeinden auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um d
In einer alarmierenden Pressemitteilung vom 8. Februar 2026 hat Greenpeace Österreich auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, die Asbestbelastung im Burgenland zu bekämpfen. Die Umweltschutzorganisation fordert die Landesregierung und die Gemeinden auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Asbests zu schützen. Besonders betroffen sind sensible Orte wie Kinderspielplätze und Parks, wo freiliegende Asbeststeine ein erhebliches Risiko darstellen.
Der von Greenpeace vorgestellte Aktionsplan umfasst zehn Punkte, die sofort umgesetzt werden sollen. Dazu gehört das Entfernen von freiliegenden Asbeststeinen und asbesthaltigem Streusplitt an öffentlichen Plätzen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur im Burgenland, sondern auch in den angrenzenden Bundesländern Niederösterreich und Steiermark umgesetzt werden. Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich, betont die Notwendigkeit, schnell zu handeln, um die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere der Kinder, zu schützen.
Asbest ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von natürlich vorkommenden, faserförmigen Silikatmineralien, die aufgrund ihrer Beständigkeit gegen Hitze und Chemikalien in der Vergangenheit häufig als Baumaterial verwendet wurden. Trotz seiner nützlichen Eigenschaften ist Asbest hochgefährlich, da die Fasern, wenn sie in die Luft gelangen und eingeatmet werden, schwere Lungenerkrankungen wie Asbestose oder Lungenkrebs verursachen können.
Die Verwendung von Asbest reicht bis in die Antike zurück, wo es bereits in Töpferwaren und Textilien eingesetzt wurde. Im 19. und 20. Jahrhundert erlebte Asbest einen Boom in der Bauindustrie, insbesondere als Dämmmaterial und in Zementprodukten. Erst in den 1970er Jahren wurde die gesundheitliche Gefahr von Asbest erkannt, was zu einem schrittweisen Verbot in vielen Ländern führte. In Österreich wurde Asbest 1990 offiziell verboten, doch die Altlasten sind bis heute ein Problem.
Die Asbestproblematik ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz ein Thema. Während Deutschland bereits 1993 ein Asbestverbot einführte, folgte die Schweiz 1989. Beide Länder haben umfassende Programme zur Sanierung von asbestbelasteten Gebäuden eingeführt. In Österreich hinkt die Umsetzung solcher Programme hinterher, was Greenpeace nun ändern möchte.
Die Asbestbelastung hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Besonders gefährlich ist Asbest an Orten, wo Kinder spielen. Die Fasern können durch Reibung oder Bewegung freigesetzt werden, was bei häufigem Kontakt zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann. Greenpeace fordert daher, dass betroffene Privatpersonen bei der Beseitigung von Asbest unterstützt werden. Ein Beispiel hierfür ist die kostenlose Bereitstellung von Fachpersonal für die sichere Entfernung und Entsorgung von Asbest.
Statistiken zeigen, dass Asbest in vielen alten Gebäuden und öffentlichen Plätzen im Burgenland noch immer präsent ist. Laut Greenpeace sind besonders Steine mit einem Asbestgehalt von über 50 Prozent gefährlich. Diese Steine wurden an mehreren Orten im Burgenland gefunden. Die Organisation fordert daher, dass alle betroffenen Gebiete kartiert und die Bevölkerung über die Risiken informiert wird.
Greenpeace sieht die Zukunft in einer vollständigen Transparenz und einem rigorosen Vorgehen gegen die Asbestgefahr. Die Organisation empfiehlt, Prioritäten entlang objektiver Risikobewertungen zu setzen und die Bevölkerung aktiv in die Lösungsprozesse einzubeziehen. Dies könnte durch regelmäßige Informationsveranstaltungen und Schulungen zur Asbestsanierung geschehen. Langfristig strebt Greenpeace eine asbestfreie Umwelt an, in der die Gesundheit der Menschen nicht durch vermeidbare Risiken gefährdet wird.
Die von Greenpeace geforderten Maßnahmen sind ein dringender Weckruf an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Die Gesundheit der Bevölkerung muss oberste Priorität haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Landesregierung und die Gemeinden rasch handeln, um die Asbestgefahr zu bannen. Weitere Informationen zum Thema Asbest und den vollständigen Aktionsplan finden Sie auf der Webseite von Greenpeace.