Eine unscheinbare Straße in Wien wird zum Schauplatz einer grünen Revolution! In der Rahlgasse in Mariahilf haben Schüler, Lehrer und Anwohner ein spektakuläres Projekt gestartet, das die Stadt in ein grünes Paradies verwandelt. Was steckt hinter dieser außergewöhnlichen Verwandlung?Ein grünes Wunde
Eine unscheinbare Straße in Wien wird zum Schauplatz einer grünen Revolution! In der Rahlgasse in Mariahilf haben Schüler, Lehrer und Anwohner ein spektakuläres Projekt gestartet, das die Stadt in ein grünes Paradies verwandelt. Was steckt hinter dieser außergewöhnlichen Verwandlung?
Die Eröffnung eines neuen begrünten Parklets vor dem Gymnasium in der Rahlgasse wurde am Freitag mit einer großen Feier zelebriert. Dieses Projekt, das im Rahmen des Wiener Klimateams von Schülern gestaltet wurde, bietet nicht nur eine attraktive Lern- und Pausenfläche, sondern auch einen Hauch von Natur inmitten der Stadt.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky ist begeistert: „Mit dem Wiener Klimateam konnten wir ermöglichen, was sich viele Schüler und Anrainer schon lange wünschen: weniger Verkehr, mehr Grün und mehr Platz vor der Schule.“ Diese Worte spiegeln den Wunsch wider, die Lebensqualität im Viertel zu erhöhen und ein besseres Klima zu schaffen.
Das Projekt „Rahlgasse NEU: Grüne Lebensoase für Jung und Alt – Mach‘ mal Pause!“ ist das Ergebnis zahlreicher Ideen, die im Rahmen des Wiener Klimateams in Mariahilf gesammelt wurden. Eine repräsentativ geloste Bürgerjury wählte es aus sieben Projekten zur Umsetzung aus. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Umweltschutz der Stadt Wien, dem Verein Lokale Agenda 21, Greenlab und den Schülern wurde die Vision in die Tat umgesetzt.
Mit dem neuen Parklet wurde der Raum vor der Schule erweitert und mit Sitzgelegenheiten und Bepflanzungen ausgestattet. Diese Freifläche soll als konsumfreier Begegnungsort dienen. Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher von Mariahilf, sagt: „Mit dem Parklet schaffen wir nicht nur einen Raum für Begegnungen, sondern fördern auch das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz.“
Die Schüler haben in kreativen Workshops das Konzept für das „Schulvorplatz-Parklet“ entwickelt, das in den Osterferien umgesetzt wurde. Die Holzkonstruktion namens GUSTAV steht für Gender, Umwelt, Soziales und Treffpunkt anstatt Verkehr. Rankpflanzen sorgen für Schatten und bei Bedarf werden weitere Pflanzentröge ergänzt.
„Das Parklet in der Rahlgasse zeigt, was möglich ist, wenn in Wien gemeinsam an einem Strang gezogen wird“, sagt Sabrina Halkic, Geschäftsführerin des Vereins Lokale Agenda 21 Wien. Auch Susanna Erker, Leiterin der Abteilung Energieplanung der Stadt Wien, ist begeistert: „Es ist inspirierend zu sehen, wie engagiert die Schüler und die Nachbarschaft an der Gestaltung ihres Umfelds mitwirken.“
Am 25. April wurde die Umgestaltung der Rahlgasse bei einem Eröffnungsfest gefeiert, das mit Aktionen wie Seifenblasen- und Müllstationen die Schüler und Passanten zum Mitmachen animierte. Ein Spiel zum Treibhauseffekt sorgte für lehrreiche Unterhaltung.