Aktuelle Befragung zeigt: 94 Prozent der Landwirte bewerten den Agrarversicherer positiv – Prämienbezuschussung als unverzichtbar eingestuft
Eine Kundenbefragung der Österreichischen Hagelversicherung zeigt hohe Zufriedenheitswerte. Landwirte schätzen besonders die rasche Schadensabwicklung.
Die Österreichische Hagelversicherung kann sich über ein ausgezeichnetes Zeugnis ihrer Kundinnen und Kunden freuen. Eine aktuelle Online-Befragung unter Landwirtinnen und Landwirten, die im Vorjahr einen Schadensfall zu verzeichnen hatten, liefert bemerkenswerte Ergebnisse: 94 Prozent der Befragten zeigen sich mit dem Agrarversicherer zufrieden. Ebenso viele sehen das Unternehmen als starken Partner der heimischen Landwirtschaft und bewerten es als innovativ.
Besonders erfreulich für den Versicherer: 96 Prozent der befragten Kundinnen und Kunden nehmen die Hagelversicherung als besonders nachhaltig und umweltorientiert wahr. Generaldirektor Kurt Weinberger sieht darin einen klaren Auftrag: „Wir sehen es daher als Kundenauftrag, unser Engagement rund um den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Lebensgrundlage Boden fortzusetzen."
Der Spitzenmanager verknüpft dabei das Thema Bodenverbrauch mit grundsätzlichen Fragen der nationalen Sicherheit. Jeder Verlust fruchtbarer Böden durch Verbauung verringere unwiederbringlich die landwirtschaftlichen Produktionsflächen und erhöhe die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten. Angesichts der geopolitischen Lage sei Versorgungssicherheit zugleich Sicherheitsvorsorge, betont Weinberger. Heimische Ressourcen zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu stärken, müsse daher oberste Priorität haben.
Gerade im Schadensfall – wenn Betriebe unter Druck stehen und schnelle Hilfe benötigen – zeigt sich die wahre Qualität eines Versicherers. Die Befragung liefert auch hier beeindruckende Werte: Für 97 Prozent der Befragten ist klar, wo und wie Schäden zu melden sind. Bereits jeder zweite Landwirt nutzt dafür das Online-Portal des Unternehmens.
Die Sachverständigen der Hagelversicherung – allesamt selbst aus der Landwirtschaft stammend – erhalten ebenfalls Bestnoten. 98 Prozent der Befragten bewerten sie als zuvorkommend und freundlich, 97 Prozent zeigen sich mit der Einhaltung vereinbarter Erhebungstermine zufrieden. Auch die transparente und nachvollziehbare Schadenserhebung wird von 94 Prozent positiv beurteilt.
Der Tiroler Gemüsebauer Stefan Müssigang bestätigt diese Einschätzungen aus der Praxis: „Als Gemüseproduzenten sind wir Unwetterereignisse leider gewohnt. Immer wieder kommt es zu Hagelschlägen, die unser Gemüse in kurzer Zeit massiv schädigen." Mit der Natur zu arbeiten mache zwar viel Freude, sie bleibe aber – auch aufgrund des Klimawandels – unberechenbar. Das Versicherungsangebot bringe wieder Planbarkeit in den Betrieb.
Müssigang hebt dabei auch die menschliche Komponente hervor: „Gerade im Schadensfall ist bei den Sachverständigen auch eine hohe soziale Kompetenz notwendig, wenn man bedenkt, dass nach großflächigen Schäden oftmals Existenzen bedroht sind."
Frost, Hagel, Dürre, Sturm, Überschwemmungen und die Gefahr von Tierseuchen – landwirtschaftliche Betriebe sehen sich einer Vielzahl permanenter Risiken ausgesetzt. Die Herausforderungen in der Pflanzen- und Tierproduktion werden angesichts des fortschreitenden Klimawandels auch künftig nicht geringer. 95 Prozent der Befragten zeigen sich daher mit den Produktinnovationen des Versicherers zufrieden.
Für 98 Prozent ist eine Absicherung der landwirtschaftlichen Produktion wichtig – insbesondere um Einkommensverluste durch zunehmende Wetterrisiken auszugleichen und Existenzen zu schützen. Ein besonders relevantes Beispiel ist die wiederkehrende Trockenheit, die in den vergangenen Jahren immer mehr Betriebe getroffen hat.
Der Kärntner Ackerbauer Franz Tatschl schildert seine Erfahrungen: „Die starke Dürre im Juni des vergangenen Jahres setzte unseren Betrieb massiv unter Druck. Ernteausfälle und Futtermangel waren die Folge. Wenn ein Sommer so ausfällt, steht schnell die wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel. Ohne eine Dürreversicherung der Hagelversicherung wäre ein Wirtschaften kaum mehr möglich."
Als europäischer Pionier startete der Agrarversicherer bereits 2015 mit einer Dürreindexversicherung für Grünland. Seither wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert und umfasst mittlerweile rund fünfzig verschiedene Kulturen. Damit bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben die umfassendste Produktpalette in ganz Europa.
Österreich nimmt in Europa nicht nur bei der Produktpalette und dem Schadensmanagement eine Vorreiterrolle ein. Auch das Public-Private-Partnership-Modell in Form der 55-prozentigen Prämienbezuschussung durch Bund und Länder gilt als Erfolgsmodell. Die Befragung bestätigt dies eindrucksvoll: 99 Prozent der Teilnehmer bewerten die staatliche Prämienförderung als wichtig für ihre Betriebe.
Diese Einschätzung steht im Einklang mit internationalen Entwicklungen. So hat etwa Slowenien die Prämienbezuschussung für Landwirtinnen und Landwirte für das Jahr 2026 sogar auf 70 Prozent erhöht – ein Signal, dass auch andere europäische Länder die Bedeutung einer solchen Unterstützung erkannt haben.
Der steirische Obstbauer Gerald Mauthner unterstreicht die Notwendigkeit dieser Förderung: „In der Steiermark hatten wir zuletzt kein Jahr, in dem der Frost keine Schäden angerichtet hat. Wenn die Obstbäume in Vollblüte stehen und die Temperatur unter null Grad fällt, lässt einen das nicht ruhig schlafen."
Ohne Versicherungsschutz und die Prämienbezuschussung durch Bund und Land wäre dieses Risiko für viele Obstbaubetriebe schlichtweg nicht tragbar, betont Mauthner. Der Obstbau gehört zu den besonders exponierten Sektoren der heimischen Landwirtschaft, da bereits wenige Frostnächte zur falschen Zeit einen Großteil der Jahresernte vernichten können.
Ein wesentlicher Aspekt des österreichischen Modells ist der Rechtsanspruch auf Entschädigung im Schadensfall. Landwirtinnen und Landwirte müssen nicht beim Staat als Bittsteller um Hilfe ansuchen, sondern können sich auf vertragliche Leistungen verlassen. Diese Planungssicherheit ist für viele Betriebe von existenzieller Bedeutung.
Die heimischen Landwirte sind es, die als Landschafts- und Kulturpfleger 365 Tage im Jahr arbeiten und die Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versorgen. Um diese Versorgungssicherheit auch künftig zu gewährleisten, braucht es nach Einschätzung der Branche neben ausreichend landwirtschaftlich nutzbaren Böden ein umfassendes und verlässliches öffentlich-privates Absicherungssystem.
Die Ergebnisse der Kundenbefragung zeigen, dass die Österreichische Hagelversicherung bei ihren Kernzielgruppen einen ausgezeichneten Ruf genießt. Angesichts der prognostizierten Zunahme von Extremwetterereignissen durch den Klimawandel wird die Bedeutung von Agrarversicherungen in den kommenden Jahren weiter steigen.
Die Kombination aus einem breiten Produktportfolio, kompetenter Schadensabwicklung durch fachkundige Sachverständige und der staatlichen Prämienbezuschussung bildet die Grundlage für das hohe Vertrauen, das die Landwirtschaft dem Versicherer entgegenbringt. Für die Sicherung der heimischen Lebensmittelproduktion und damit der Versorgungssicherheit Österreichs wird dieses Zusammenspiel von privatwirtschaftlicher Initiative und öffentlicher Unterstützung auch in Zukunft von zentraler Bedeutung sein.