Österreichs größter Pharmagroßhändler komplett in Händen des Vorstands
Nach erfolgreichem Management Buy-Out 2022 übernimmt das Herba-Management alle Anteile von der Invest AG und wird zum Alleineigentümer.
Ein bedeutender Schritt in der österreichischen Pharmabranche: Das Management der Herba Unternehmensgruppe wird per 1. April 2026 alle Anteile des Unternehmens übernehmen. Die drei Vorstände Andreas Windischbauer, Andreas Janka und Maximilian von Künsberg Sarre kaufen die Anteile des bisherigen Miteigentümers, der IAG Invest AG & Co KG, ab – vorbehaltlich noch ausstehender Genehmigungen.
Diese Entwicklung markiert den nächsten logischen Schritt nach dem bereits 2022 erfolgreich durchgeführten Management Buy-Out. Damals erwarb das Herba-Management das Unternehmen von McKesson, einem internationalen Gesundheitskonzern, mit Unterstützung der Invest AG als strategischen Partner.
"Mit der Invest AG konnten wir im Jahr 2022 einen schlagkräftigen Partner gewinnen, um das Unternehmen von McKesson zu erwerben. Seither hat sich die Herba als rein österreichisches Unternehmen hervorragend entwickelt", erklärt Vorstandsvorsitzender Andreas Windischbauer die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen vier Jahre.
Herba Chemosan gilt als der größte Pharmagroßhändler und -dienstleister Österreichs und spielt eine kritische Rolle in der heimischen Gesundheitsinfrastruktur. Das Unternehmen versorgt Apotheken, Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten.
Bereits während der Partnerschaft mit der Invest AG lag das operative Geschäft vollständig in der Verantwortung der Herba-Vorstände. Die Invest AG fungierte primär als strategischer Berater und Finanzierungspartner während der Übergangsphase nach der Übernahme von McKesson.
Die vergangenen vier Jahre seit dem Management Buy-Out 2022 haben gezeigt, dass die strategische Neuausrichtung als österreichisches Unternehmen erfolgreich war. Das Management konnte das Unternehmen stabilisieren und seine Position am Markt weiter stärken.
"Die Invest AG und den Vorstand der Herba einte die Vision, das Unternehmen zukunftsorientiert auszurichten und seine Bedeutung als kritische Infrastruktur weiter zu stärken", heißt es aus Unternehmenskreisen.
Für die Invest AG war die Beteiligung an Herba ein typisches Investment nach ihrem Geschäftsmodell. Gernot Hofer, Vorstandsvorsitzender der Invest AG, erklärt die Philosophie seines Unternehmens: "Wir sehen uns als Invest AG immer als Partner auf Zeit, der unsere Beteiligungsunternehmen dabei unterstützt, eine gesunde Unternehmensstruktur und -finanzierung aufzubauen."
Diese Strategie ist bei Herba offensichtlich aufgegangen. Hofer zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: "Dies ist uns dank der guten Zusammenarbeit mit dem Management der Herba in den letzten vier Jahren gelungen. Wir wünschen dem Vorstandsteam weiterhin viel Erfolg bei der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe."
Die vollständige Übernahme durch das Management hat mehrere wichtige Implikationen für den österreichischen Pharmamarkt:
Die Pharmaindustrie und der -handel befinden sich in einem stetigen Wandel. Digitalisierung, regulatorische Anforderungen und veränderte Marktbedingungen erfordern von Unternehmen wie Herba kontinuierliche Anpassungen.
Mit der vollständigen Management-Übernahme schafft sich Herba die Flexibilität, schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können, ohne Rücksicht auf externe Investoren nehmen zu müssen.
Obwohl Details zur Finanzierung der Übernahme nicht bekannt gegeben wurden, deutet der Schritt darauf hin, dass das Unternehmen über eine solide finanzielle Basis verfügt. Die erfolgreiche Entwicklung seit 2022 hat offensichtlich die notwendigen Mittel generiert, um den Rückkauf der Invest AG-Anteile zu ermöglichen.
Die Übernahme ist für April 2026 geplant, was dem Management noch ausreichend Zeit für die Vorbereitung und Abwicklung aller notwendigen rechtlichen und finanziellen Schritte gibt.
Wie bei allen größeren Unternehmenstransaktionen in der Pharmabranche sind noch verschiedene Genehmigungen einzuholen. Die entsprechenden Behörden müssen der Transaktion zustimmen, was angesichts der kritischen Rolle von Herba in der österreichischen Gesundheitsversorgung besonders wichtig ist.
Mit der vollständigen Übernahme durch das Management beginnt für Herba Chemosan ein neues Kapitel. Das Unternehmen kann nun langfristige Strategien entwickeln, ohne auf die Renditeerwartungen externer Investoren Rücksicht nehmen zu müssen.
Dies könnte zu verstärkten Investitionen in:
Die drei Vorstände Andreas Windischbauer, Andreas Janka und Maximilian von Künsberg Sarre haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie das Unternehmen erfolgreich führen können. Ihre vollständige Übernahme der Eigentümerschaft unterstreicht ihr Engagement für die langfristige Entwicklung von Herba Chemosan.
Als größter Pharmagroßhändler Österreichs nimmt Herba eine Schlüsselposition in der heimischen Gesundheitsversorgung ein. Das Unternehmen konkurriert sowohl mit nationalen als auch internationalen Anbietern, wobei die lokale Präsenz und das Verständnis für österreichische Marktbedingungen wichtige Wettbewerbsvorteile darstellen.
Die Management-Übernahme stärkt diese Position zusätzlich, da Entscheidungen schneller getroffen und lokale Bedürfnisse besser berücksichtigt werden können.
Der Schritt zur vollständigen Management-Übernahme bei Herba Chemosan zeigt, wie sich die österreichische Pharmabranche weiterentwickelt und dabei sowohl auf bewährte Strukturen als auch auf innovative Ansätze setzt.