Am 23. Januar 2026 erlebte die österreichische Sporthandelskette Hervis eine bedeutende Veränderung. Die SPAR Österreichische Warenhandels-AG, die über 50 Jahre lang die Geschicke von Hervis lenkte, verkaufte das Unternehmen an Sven Voth, den Gründer der Sneaker-Kette Snipes, und Udo Schloemer, den
Am 23. Januar 2026 erlebte die österreichische Sporthandelskette Hervis eine bedeutende Veränderung. Die SPAR Österreichische Warenhandels-AG, die über 50 Jahre lang die Geschicke von Hervis lenkte, verkaufte das Unternehmen an Sven Voth, den Gründer der Sneaker-Kette Snipes, und Udo Schloemer, den Gründer der Factory Berlin. Diese Übernahme markiert nicht nur einen Eigentümerwechsel, sondern auch den Beginn einer strategischen Neuausrichtung, die den Sporthandel in Österreich nachhaltig beeinflussen könnte.
Der Sporthandel steht vor einem signifikanten Wandel. Klassische Sportarten, einst die Säulen des Handels, verlieren an Popularität. Stattdessen gewinnen neue Sport- und Bewegungsformen an Bedeutung, angetrieben von einem wachsenden Bewusstsein für ein gesundes Leben und den Longevity-Trend. Hervis, eine der größten Sporthandelsketten Mitteleuropas, reagiert auf diese Entwicklungen. Die neuen Eigentümer planen, Hervis in dieser dynamischen Umgebung neu zu positionieren.
Hervis wurde 1970 von SPAR übernommen. Ursprünglich aus den Geschäften des deutschen Modekaufmanns Hermann Visser hervorgegangen, entwickelte sich Hervis zu einem der führenden Sportfachmärkte in Österreich und darüber hinaus. Mit 91 Filialen in Österreich und weiteren 43 in Slowenien, Kroatien und Bayern erwirtschaftete Hervis im Jahr 2025 einen Umsatz von 314 Millionen Euro.
Während in Österreich die Neupositionierung von Hervis im Vordergrund steht, zeigt ein Blick auf die Nachbarländer, dass ähnliche Trends den Sporthandel prägen. In Deutschland und der Schweiz beobachten wir ebenfalls einen Rückgang traditioneller Sportarten zugunsten neuer Bewegungsformen. Diese Märkte bieten wertvolle Erkenntnisse für die strategische Ausrichtung von Hervis.
Die Neuausrichtung von Hervis wird auch Auswirkungen auf die österreichischen Konsumenten haben. Kunden können sich darauf verlassen, dass ihre Gutscheine weiterhin gültig bleiben und Online-Bestellungen wie gewohnt abgewickelt werden. Diese Kontinuität ist entscheidend, um das Vertrauen der bestehenden Kundschaft zu wahren.
Der österreichische Sporthandel ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Laut aktuellen Statistiken erwirtschaften Sportfachmärkte in Österreich jährlich Umsätze in Milliardenhöhe. Hervis spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Neupositionierung könnte diesen Marktanteil weiter festigen oder sogar ausbauen.
Experten sind sich einig, dass die Digitalisierung im Sporthandel weiter zunehmen wird. Die neuen Eigentümer von Hervis haben bereits Pläne angekündigt, Digitalisierungspotenziale konsequent zu nutzen. Dies könnte den Online-Handel von Hervis stärken und neue Kundengruppen ansprechen.
Die Übernahme von Hervis durch Sven Voth und Udo Schloemer markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens. Mit einer klaren Vision für die Zukunft und einem Fokus auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Konsumenten könnte Hervis nicht nur seine Marktposition in Österreich festigen, sondern auch neue Maßstäbe im Sporthandel setzen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich die Neupositionierung umgesetzt wird. Bleiben Sie dran für weitere Entwicklungen!