Die Integration ausländischer Fachkräfte ist ein Thema, das nicht nur in Österreich, sondern weltweit an Bedeutung gewinnt. Am 15. Oktober 2025 fand das 6. Expert/innen-Forum zur Integration von qualifizierten Zuwander/innen und Schlüsselarbeitskräften in Wien statt. Organisiert vom Österreichischen
Die Integration ausländischer Fachkräfte ist ein Thema, das nicht nur in Österreich, sondern weltweit an Bedeutung gewinnt. Am 15. Oktober 2025 fand das 6. Expert/innen-Forum zur Integration von qualifizierten Zuwander/innen und Schlüsselarbeitskräften in Wien statt. Organisiert vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), versammelte die Veranstaltung über 40 Expert/innen aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Integration, um über die Herausforderungen und Chancen der Integration ausländischer Fachkräfte in Österreich zu diskutieren.
Integration bedeutet, Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern in eine Gesellschaft zu integrieren, sodass sie gleichberechtigt am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen können. In Österreich ist die Notwendigkeit der Integration besonders im Bereich der Fachkräfte spürbar. Viele Branchen, insbesondere das Gesundheitswesen, stehen vor einem erheblichen Fachkräftemangel.
Integrationsministerin Claudia Plakolm betonte die Bedeutung der Integration am Arbeitsplatz: „Integration gelingt dort, wo Menschen miteinander arbeiten. Eine Pflegekraft, die jeden Tag mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Dienst steht, lernt schneller Deutsch und wird Teil des Teams.“
Ein zentrales Thema des Forums war die Sprachkompetenz. Deutsch zu lernen, ist für viele ausländische Fachkräfte der erste Schritt zur Integration. Der ÖIF bietet innovative Online-Deutschlernangebote speziell für Berufe im Gesundheitswesen an. Diese Kurse sind praxisnah und ermöglichen es den Teilnehmenden, ihre Sprachkenntnisse im eigenen Tempo zu vertiefen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen. Die rasche und unbürokratische Anerkennung von Abschlüssen ist entscheidend, damit Fachkräfte ihr Wissen schnell in den österreichischen Arbeitsmarkt einbringen können. Das Arbeitsministerium (BMASGPK) gab einen Überblick über die Anerkennungs- und Nostrifikationsverfahren im Gesundheits- und Pflegebereich.
Ein Vertreter des Bayerischen Landesamts für Pflege stellte ein modulares System zur Berufsanerkennung vor, das als Vorbild für effiziente Verfahren dienen könnte. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, den Prozess der Anerkennung zu beschleunigen und den Fachkräften somit einen schnelleren Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Auch die Industriellenvereinigung (IV) hob das Potenzial der Integration zur Bekämpfung des Fachkräftemangels hervor. In der Industrie, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Österreichs, sind qualifizierte Arbeitskräfte unerlässlich. Der Club International (CINT) betonte die Bedeutung passgenauer Unterstützungsangebote für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass auch andere Länder mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. In Deutschland beispielsweise gibt es zahlreiche Programme zur Integration ausländischer Fachkräfte, die auf die Anerkennung von Qualifikationen und den Erwerb der deutschen Sprache abzielen. Diese Programme sind in vielen Aspekten vergleichbar mit den österreichischen Initiativen.
In Kanada, einem Land, das für seine offene Einwanderungspolitik bekannt ist, gibt es ebenfalls umfassende Maßnahmen zur Integration von Fachkräften. Diese reichen von Sprachkursen bis hin zu speziellen Mentorenprogrammen, die den Neuankömmlingen helfen, sich im neuen Arbeitsumfeld zurechtzufinden.
Die erfolgreiche Integration ausländischer Fachkräfte hat direkte Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft. Sie trägt nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität bei, sondern bereichert auch das soziale und kulturelle Leben. Eine Pflegekraft, die ihre Qualifikationen anerkannt bekommt und in einem österreichischen Krankenhaus arbeitet, entlastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern bringt auch neue Perspektiven und Erfahrungen ein.
Ein fiktiver Experte könnte sagen: „Die Integration ausländischer Fachkräfte ist nicht nur ein wirtschaftlicher Gewinn, sondern auch ein kultureller. Sie fördert den Austausch und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen, was in einer globalisierten Welt von unschätzbarem Wert ist.“
Der Österreichische Integrationsfonds spielt eine zentrale Rolle bei der Integration ausländischer Fachkräfte. Als zentrale Anlaufstelle bietet er Informationen, Beratungen und Veranstaltungen zur Integration sowie zum Leben und Arbeiten in Österreich an. Unternehmen profitieren von Weiterbildungen und Deutschlernangeboten, die speziell auf die Bedürfnisse ausländischer Fachkräfte zugeschnitten sind.
Weitere Informationen zum Integrationsservice des ÖIF finden Interessierte auf der offiziellen Webseite.
Die Integration ausländischer Fachkräfte wird auch in Zukunft ein zentrales Thema bleiben. Angesichts des demografischen Wandels und des anhaltenden Fachkräftemangels in vielen Branchen wird Österreich weiterhin auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen sein. Die Erfahrungen und Ergebnisse des Expert/innen-Forums werden in die Weiterentwicklung der Angebote für qualifizierte Zuwander/innen einfließen.
Ein weiterer fiktiver Experte könnte prognostizieren: „In den nächsten Jahren wird die Integration ausländischer Fachkräfte noch stärker in den Fokus rücken. Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt erfordern neue Qualifikationen, die oft nur durch Zuwanderung gedeckt werden können.“
Die Integration ausländischer Fachkräfte ist ein komplexes, aber unerlässliches Thema für die Zukunft Österreichs. Durch die Kombination von Sprachkompetenz, Anerkennung von Qualifikationen und passgenauen Unterstützungsangeboten kann Österreich von der Vielfalt und den Fähigkeiten internationaler Fachkräfte profitieren. Der Austausch und die Vernetzung, wie sie beim Expert/innen-Forum gefördert werden, sind entscheidend für den Erfolg dieser Bemühungen.